Bauklötze ab 1 Jahr: fünf Sets, drei Maße und wer sie nennt
- Veröffentlicht
- Daten geprüft
- Fachbereich
- Redaktion daheimaktiv.de
- Arbeitsweise
- Wie diese Seite entsteht
Welche Angaben vorlagen und welche nicht
Zwei Maße aus einem Haus, die nicht aufeinanderpassen
Eichhorn verkauft im eigenen Shop zwei Sets, die beide „ab 1 Jahr“ tragen, beide aus Buche sind und beide 50 Steine enthalten. Das eine heißt „Bunte Holzbausteine Baby“ und hat laut Produktdetails Steine von 40 Millimetern. Das andere heißt schlicht „Bunte Holzbausteine – 50 Teile“, trägt die Artikelnummer 100021252 und ist im Handel unter dem Namen Heros bekannt. Seine Steine messen 25 Millimeter. Beide Angaben stehen auf den Seiten des Herstellers, einmal als „40mm“, einmal als „25mm“ und im Fließtext als „das kompakte 25-mm-Format“.
Was das für den Turm im Wohnzimmer heißt, lässt sich ausrechnen. Zwei kleine Steine übereinander ergeben 50 Millimeter, einer aus dem Baby-Set 40. Die Kanten treffen sich erst wieder bei 200 Millimetern: acht kleine Steine sind so hoch wie fünf große. Gerechnet haben wir das selbst aus den beiden Herstellerangaben, und die Rechnung gilt nur für den Würfel. Für Bögen, Planken und Zylinder nennt Eichhorn keine Maße, und ob sie ein Vielfaches des Würfels sind, sagt der Hersteller nicht.
Gemischt bauen lässt sich trotzdem — so, wie man Steine verschiedener Häuser in eine Gartenmauer setzt: mit Lücken, Überständen und dem einen oder anderen Turm, der kippt, weil eine Fläche nicht trägt. Ein Kind mit einem Jahr merkt davon nichts. Ein Kind mit drei Jahren, das eine Brücke über zwei Pfeiler legen will, merkt es sofort. Und im Eichhorn-Sortiment gibt es noch ein drittes Maß: Die „Color Holzbausteine“ messen 30 Millimeter.
Ab welchem Alter Kinder Türme und Brücken bauen, also ab wann ein Versatz zwischen zwei Sets überhaupt sichtbar wird, haben wir aus Meilenstein-Listen und Elterninformationen zusammengetragen, in unserem Ratgeber, was Kinder zwischen Greifen und Brückenbau mit Klötzen tun.
Bei den drei anderen Sets dieser Seite gibt es keine solche Zahl. Hape, howa und small foot nennen auf ihren eigenen Seiten kein Maß für einen einzelnen Stein; small foot nennt 3 mal 3 mal 9 Zentimeter, ohne zu sagen, für welchen Stein, und im Handel steht für denselben großen Stein 9 mal 3 mal 1,5 Zentimeter. Das ist der Befund, auf dem dieser Vergleich aufbaut: Das Maß, an dem die Erweiterbarkeit eines Sets hängt, steht beim einzigen Hersteller, der es nennt, in den Produktdetails — und bei den anderen nirgends.
Wo sich die Kanten treffen: drei Maße, drei Rechnungen
Wer zwei Sets mit verschiedenen Steinmaßen mischt, baut nicht falsch, sondern mit Versatz. Wie groß dieser Versatz ist und wann er verschwindet, lässt sich aus den drei Maßen ausrechnen, die Eichhorn in seinem Sortiment nennt: 25, 30 und 40 Millimeter. Die Tabelle zeigt für jedes Paar, nach wie vielen Steinen die Kanten wieder auf einer Höhe liegen. Gerechnet ist mit dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen der Kantenlängen, also nur für Würfel, die flach aufeinanderliegen.
| Paar | Kanten treffen sich bei | Steine des kleineren Maßes | Steine des größeren Maßes |
|---|---|---|---|
| 25 und 30 mm | 150 mm | 6 | 5 |
| 25 und 40 mm | 200 mm | 8 | 5 |
| 30 und 40 mm | 120 mm | 4 | 3 |
Für ein Kind, das Türme baut, sind 120 bis 200 Millimeter eine ganze Turmhöhe. Bis dahin stehen die Steine der beiden Sets nicht bündig, und jeder Bogen, jede Planke, die über zwei Türme gelegt wird, liegt schief, wenn die Türme aus verschiedenen Sets stammen. Nebeneinander auf dem Boden fällt der Unterschied weniger auf; dort sieht man ihn nur als Stufe zwischen zwei Mauern.
Zwei Grenzen hat die Rechnung, und man sollte sie kennen. Sie gilt nur, wenn die Herstellerangabe die tatsächliche Kantenlänge ist und nicht ein gerundeter Nennwert; eine Toleranz nennt Eichhorn nicht. Und sie gilt nur für Würfel. Ein Quader, der doppelt so lang ist wie der Würfel, verschiebt die Rechnung, und welche Längen die anderen Formen haben, steht bei keinem Hersteller dieser Seite. Als Untergrenze für das Problem taugt die Tabelle deshalb, als Lösung nicht.
Wer welche Angabe macht: fünf Sets, sechs Felder
Die Grafik zeigt für jedes der fünf Sets, ob eine von sechs Angaben vorliegt, und wenn ja, wo. Grün heißt: Der Hersteller nennt den Wert selbst. Sand heißt: Der Wert steht nur im Datenfeld oder Angebotstext des Handels, oder Hersteller und Handel widersprechen sich. Weiß heißt: Niemand nennt ihn. In jeder Zelle steht der Wert, so kurz wie möglich.
Drei Befunde stehen in der Karte. Erstens trennt die linke Spalte das Feld in zwei Gruppen: Eichhorn mit zwei Maßen, die anderen drei ohne verlässliches. Zweitens nennt niemand eine Norm auf der Produktseite; dass Eichhorn nach EN 71 prüfen lässt, steht in einer Antwort des Kundendienstes an eine Kundin, nicht im Angebot. Drittens widersprechen sich bei vier der fünf Sets Hersteller und Handel in mindestens einem Feld — bei der Herkunft, beim Maß oder bei der Teilezahl.
Für die Auswahl heißt das: Wer erweitern will, hat bei zwei Sets eine belegte Grundlage und bei dreien eine Vermutung. Wer wissen will, wo ein Set gefertigt wurde, findet bei einem Set eine stimmige Angabe, bei einem einen Widerspruch und bei dreien nur das, was ein Händler ins Datenfeld geschrieben hat.
Übertragen lässt sich die Karte auf jedes andere Set, das hier nicht vorkommt. Man öffnet die Seite des Herstellers, nicht das Angebot, und sucht nach sechs Dingen: einer Zahl mit Millimetern, einer Holzart, einem Wort zur Oberfläche, einer Norm, einem zweiten Set im selben Maß und einem Herkunftsland. Was dort steht, kommt in Grün. Was nur im Angebot steht, in Sand. Was fehlt, bleibt weiß. Nach fünf Minuten weiß man, wie viel über ein Set bekannt ist — und wie viel man glauben muss.
Fünf Sets an neun Angaben
Die Tabelle stellt alle fünf Sets an denselben neun Angaben nebeneinander. Wo eine Zelle leer bliebe, nennt sie den Grund. Werte aus dem Handel sind als solche gekennzeichnet; alles andere stammt von der Seite des Herstellers.
| Kennwert | EichhornBunte Holzbausteine Baby, 50 TeileOberklasse | EichhornBunte Holzbausteine, 50 Teile (Heros)Einstieg | HapeWunderbare Holzbausteine, 101 TeileMittelklasse | howaHolzbausteine aus Buche, 100 Teile (6005)Oberklasse | small footHolzbausteine Natur, 200er-Pack im Beutel (11397)Oberklasse |
|---|---|---|---|---|---|
| Maß der Steine | 40 mm laut Hersteller | 25 mm laut Hersteller | Der Hersteller nennt kein Maß. | Der Hersteller nennt kein Maß. | 3 × 3 × 9 cm laut Hersteller; im Handel 9 × 3 × 1,5 cm für den großen Stein |
| Teile | 50 | 50 | 101 im Namen, 100 in den Spezifikationen des Herstellers | 100 | 200 |
| Holzart | Buche, FSC 100 % | Buche, FSC 100 % | keine Angabe beim Hersteller; Modellname im Datenfeld „Wonderful Beech Blocks“ | Buche | Holz, Art nicht genannt |
| Oberfläche | farbig; Farben auf Wasserbasis laut Kundendienst | bunt lackiert laut Hersteller | lackiert mit Farben auf Wasserbasis laut Angebot | teilweise farbig lackiert und bedruckt laut Angebot | naturbelassen laut Hersteller |
| Genannte Norm | keine auf der Produktseite; Spielzeugrichtlinie und EN 71 laut Kundendienst für das Sortiment | Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG, EN 71 und Chemikalienrecht laut Kundendienst | Weder Hersteller- noch Handelsseite nennen eine Norm. | Weder Hersteller- noch Handelsseite nennen eine Norm. | Weder Hersteller- noch Handelsseite nennen eine Norm. |
| Alter | ab 1 Jahr | ab 1 Jahr; im Datenfeld 12 Monate bis 8 Jahre | ab 12 Monaten | Hinweis „nicht geeignet für Kinder unter 12 Monaten“; im Datenfeld „12 bis 12 Monate“ | 12 Monate und älter |
| Set im selben Maß | ein weiteres Set mit 40 mm im Herstellershop (20 Fühl- und Klangsteine) | acht weitere Sets mit 25 mm im Herstellershop, 50 bis 100 Steine | Der Hersteller nennt kein Set im selben Maß. | Der Hersteller nennt kein Set im selben Maß. | Der Hersteller nennt kein Set im selben Maß. |
| Herkunft | Made in Germany laut Hersteller, Deutschland im Datenfeld | Germany laut Hersteller, China im Datenfeld des Handels | China laut Datenfeld; verantwortlich Hape International AG, Mücke | China laut Datenfeld | China laut Datenfeld; Hersteller small foot GmbH & Co. KG, Bremen |
| Verpackung und Gewicht | Eimer mit Kordel; im Datenfeld 13 × 24 × 27 cm und 2.432 g | Artikelmaß im Datenfeld 7,5 × 17,3 × 18 cm | Kiste mit Sortierdeckel und versenkbarem Griff; 2 kg laut Hersteller, 1,8 kg im Datenfeld | 1,98 kg laut Datenfeld | Leinenbeutel; „3,52“ ohne Einheit beim Hersteller, 3.718 g im Datenfeld |
Einige Verweise auf dieser Seite sind Provisionslinks: Wird darüber gekauft, erhält daheimaktiv.de eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich dadurch nichts. Die Auswahl und die Reihenfolge der Produkte hängen nicht davon ab, ob ein Verweis provisioniert ist. Wie sich dieses Portal finanziertEigene Auswertung sind hier zwei Dinge: die Auszählung des Eichhorn-Sortiments nach Steinmaß und die Rechnungen zu Kanten und Volumen. Jeder andere Wert ist einer Herstellerseite oder einem Angebot entnommen und dort als solcher gekennzeichnet; Sterne und Stimmen gelten für den 4. Oktober 2026.
Die Teilezahl reicht von 50 bis 200 und sagt über die Bauhöhe wenig, solange das Maß fehlt. 50 Steine mit 40 Millimetern und 50 Steine mit 25 Millimetern füllen unterschiedlich viel Fläche: Ein Würfel aus dem Baby-Set hat das gut Vierfache des Volumens eines kleinen — 64 gegen 15,6 Kubikzentimeter, wieder unsere Rechnung aus den beiden Kantenlängen. Das passt dazu, dass die Baby-Packung im Datenfeld 2.432 Gramm wiegt, während für das Heros-Set ein Artikelmaß von 7,5 mal 17,3 mal 18 Zentimetern dasteht.
Die Zeile „Alter“ ist die einheitlichste: Alle fünf geben 12 Monate als Untergrenze an. Eine Obergrenze nennen nur zwei Angebote, beide im Datenfeld des Handels: 8 Jahre bei Heros und eine Spanne „1 to 99 Jahre“ beim Baby-Set, die offenbar aus einem Standardfeld stammt. Bei howa steht im Feld „Altersempfehlung des Herstellers“ wörtlich „12 bis 12 Monate“. Solche Werte sind kein Hinweis auf das Produkt, sondern auf die Sorgfalt, mit der ein Angebot gepflegt wird.
Am widersprüchlichsten ist die Zeile „Herkunft“. Eichhorn schreibt für das Heros-Set „Made in: Germany“, das Datenfeld desselben Angebots auf amazon.de nennt China als Herkunftsland. Welche der beiden Angaben zutrifft, kann ohne Lieferpapiere niemand sagen. Wer Wert darauf legt, fragt beim Hersteller nach und lässt sich die Antwort schriftlich geben.
Was das Datenfeld des Handels taugt — und wo es irrt
Wer im Handel kauft, liest selten die Herstellerseite, sondern das Datenfeld unter dem Angebot: Herkunftsland, Altersempfehlung, Gewicht, Maße, Material. Bei den fünf Sets dieser Seite enthält dieses Feld mehrere Werte, die offensichtlich nicht stimmen oder nichts bedeuten. Beim Baby-Set von Eichhorn steht unter „Altersgruppe“ die Spanne „1 to 99 Jahre“. Bei howa steht unter „Altersempfehlung des Herstellers“ der Wert „12 bis 12 Monate“. Beim Heros-Set heißt der Hersteller „SIMF5“.
Bei small foot steht unter „Farbe“ der Wert „Mehrfarbig“, obwohl das Set als naturbelassen verkauft wird, das Gewicht beim Hersteller hat keine Einheit, und die Artikelabmessungen im Datenfeld lauten für 200 Steine im Leinenbeutel „10 x 10 x 10 Millimeter“. Bei Hape gibt der Name 101 Teile an und die Spezifikation des Herstellers 100; das Gewicht steht beim Hersteller mit 2 Kilogramm, im Datenfeld mit 1,8. Beim Heros-Set steht unter „Garantie“ nur die Ziffer 2, ohne Einheit.
Zwei Felder verdienen mehr Aufmerksamkeit als Tippfehler, weil sie wie Eigenschaften klingen. Bei Hape steht unter „Besondere Merkmale“ ein einziges Wort: „Schadstofffrei“. Eine Prüfung, eine Norm oder eine Fundstelle dazu nennt weder das Angebot noch die Herstellerseite. Beim Heros-Set steht unter demselben Feld „in Deutschland hergestellt“, zwei Zeilen unter einem Herkunftsland China. Keiner dieser Fehler ist gefährlich. Zusammen zeigen sie aber, dass das Datenfeld kein geprüftes Dokument ist, sondern eine Eingabemaske, die Händler und Hersteller unterschiedlich sorgfältig füllen.
Für die Auswahl folgt daraus eine Lesart: Ein Wert im Datenfeld ist ein Hinweis, eine Angabe auf der Herstellerseite ist eine Aussage, und wo sich beide widersprechen, ist der Widerspruch selbst die Information. So halten wir es auf allen Seiten dieses Portals; wie, steht in unserer Regel, Widersprüche sichtbar zu lassen. Im Vergleich oben stehen deshalb Werte aus dem Handel mit dem Zusatz „laut Datenfeld“ oder „laut Angebot“.
Auf Bauklötze beschränkt ist das Muster nicht. Bei Experimentierkästen haben wir einen Kasten gefunden, der im Titel „ab 6 Jahren“ trägt und im Datenfeld darunter „ab 8 Jahren“; nachzulesen im Vergleich der Experimentierkästen für Sechsjährige. Bei Klötzen wiegen solche Fehler leichter, weil die Altersuntergrenze bei allen fünf Sets übereinstimmt. Bei der Herkunft und beim Maß wiegen sie schwerer, weil dort die Entscheidung fällt, ob ein zweites Set passt und wo man im Zweifel reklamiert.
Zwei Sets, zwei Gründe, keine Rangfolge
Eine Rangfolge ergibt sich aus diesen Angaben nicht. Zwei Sets tragen aber je eine Situation besser als die anderen, und beide Gründe lassen sich auf den Seiten der Hersteller nachprüfen.
Wenn das erste Set später mit weiteren Packungen im selben Maß wachsen soll

Eichhorn
Bunte Holzbausteine, 50 Teile (Heros)
Wenn unbehandeltes Holz und viele Steine wichtiger sind als Farbe

small foot
Holzbausteine Natur, 200er-Pack im Beutel (11397)
Das Baby-Set von Eichhorn hat keine Rolle bekommen, obwohl es als einziges im Feld große Steine von 40 Millimetern mit einer stimmigen Herkunftsangabe verbindet. Der Grund ist die Ergänzung: Im Shop des Herstellers gibt es im selben Maß nur ein weiteres Set mit 20 Fühl- und Klangsteinen. Wer große Steine für die ersten Monate sucht und nicht vorhat zu erweitern, ist dort richtig.
Hape und howa haben keine Rolle bekommen, weil die Hersteller auf ihren Seiten weder ein Maß noch eine Oberfläche noch eine Norm nennen. Beide sind gut bewertet — Hape mit 1.440 Stimmen und durchschnittlich 4,7 Sternen, howa mit 586 Stimmen und ebenfalls 4,7. Dass Käufer zufrieden sind, sagen die Bewertungen. Sie sagen nicht, ob ein zweites Set an das erste passt.
Eichhorn Baby: 40 Millimeter und ein Satz des Kundendienstes
Das Set bringt laut Herstellerseite „besonders große 4-cm-Bausteine“: 50 Steine aus Buche mit FSC-Zertifikat, als Würfel, Bögen, Zylinder und rechteckige Steine, in einem Eimer mit Kordel. Die Produktdetails fassen es in einer Zeile zusammen, die alles Wesentliche enthält: „extra große Bausteine, 50-tlg., 40mm, FSC® 100%, Buchenholz“, darunter „Made in Germany/Heros“. Auch das Datenfeld des Handels nennt Deutschland als Herkunftsland.
Im Reiter mit Kundenfragen steht eine Frage vom 23. Februar 2024: Das Kind nehme noch alles in den Mund, die Lackierung löse sich teilweise leicht, ob der Lack bedenklich sei. Die Antwort des Kundendienstes: Eichhorn verwende ausschließlich wasserbasierte Farben, die unbedenklich seien. Eine Norm nennt die Antwort nicht. Unbeantwortet bleibt die Frage, ob sich Farbe löst.
Auf amazon.de hat das Set 368 Stimmen mit durchschnittlich 4,5 Sternen; 78 Prozent vergeben fünf, 6 Prozent einen Stern. Einen höheren Anteil an Ein-Stern-Wertungen hat kein anderes Set im Feld. Das Angebot ist eines mit mehreren Ausführungen, die Bewertungen gehören laut Seite zur Ausführung mit 50 Steinen.
Wofür die Formen gedacht sind, beschreibt Eichhorn selbst: Bögen sollen Durchgänge unter einem Bauwerk schaffen, Zylinder runde Elemente ins Sortieren bringen, rechteckige Steine Türme verlängern oder flache Bauten auf dem Boden. Das ist eine Beschreibung des Spielwerts, keine Maßangabe; wie lang die rechteckigen Steine sind, steht nicht da.
| Maß der Steine | 40 mm laut Hersteller |
|---|---|
| Teile | 50 |
| Holzart | Buche, FSC 100 % |
| Oberfläche | farbig; Farben auf Wasserbasis laut Kundendienst |
| Genannte Norm | keine auf der Produktseite; Spielzeugrichtlinie und EN 71 laut Kundendienst für das Sortiment |
| Alter | ab 1 Jahr |
| Set im selben Maß | ein weiteres Set mit 40 mm im Herstellershop (20 Fühl- und Klangsteine) |
| Herkunft | Made in Germany laut Hersteller, Deutschland im Datenfeld |
| Verpackung und Gewicht | Eimer mit Kordel; im Datenfeld 13 × 24 × 27 cm und 2.432 g |
Der Größenunterschied ist bei diesem Set der eigentliche Kaufgrund. Ob ein großer Stein für ein Kind mit zwölf Monaten besser zu greifen ist als ein kleiner, lässt sich aus keiner Herstellerangabe ableiten; eine Untersuchung, die das an Bauklötzen prüft, haben wir nicht gefunden. Eichhorn begründet das große Format mit ersten Stapelversuchen — mit genau dieser Begründung beschreibt der Hersteller auch das kompakte 25-mm-Format. Sicher ist dagegen, dass dieses Set mit keinem der 25-mm-Sets desselben Herstellers bündig baut — und dass es im Shop nur ein einziges weiteres Set mit 40 Millimetern gibt.
Heros 50: 25 Millimeter, zwei Herkunftsangaben
Das kleinste und am breitesten bewertete Set der Auswahl: 50 lackierte Steine aus Buche in Rot, Blau, Grün und Gelb, darunter Würfel, Bögen und Planken. Eichhorn nennt in den Produktdetails „25mm“, „Holz bunt lackiert“ und „Made in: Germany“. Auf amazon.de erscheint das Set unter der Artikelnummer 100021252, mit 859 Stimmen und 4,6 Sternen im Schnitt.
Im selben Angebot nennt das Feld „Herkunftsland“ China, das Feld „Hersteller“ ein Kürzel, „SIMF5“, und die Altersangabe des Herstellers 12 Monate bis 8 Jahre. Gleichmäßiger als beim Baby-Set verteilen sich die Sterne: 77 Prozent fünf, 2 Prozent einen Stern.
Am 3. August 2026 hat eine Kundin auf der Herstellerseite gefragt, ob 25 Millimeter für Kinder ab einem Jahr nicht zu klein seien. Der Kundendienst antwortet ausführlich: Die Artikel würden vor dem Inverkehrbringen von einer unabhängigen Prüfstelle nach der Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG, der Normenreihe EN 71 und dem Chemikalienrecht geprüft, für Kinder unter 36 Monaten mit dem sogenannten Kleinteilzylinder, und die Steine mit 25 Millimetern Kantenlänge bestünden diese Prüfung.
| Maß der Steine | 25 mm laut Hersteller |
|---|---|
| Teile | 50 |
| Holzart | Buche, FSC 100 % |
| Oberfläche | bunt lackiert laut Hersteller |
| Genannte Norm | Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG, EN 71 und Chemikalienrecht laut Kundendienst |
| Alter | ab 1 Jahr; im Datenfeld 12 Monate bis 8 Jahre |
| Set im selben Maß | acht weitere Sets mit 25 mm im Herstellershop, 50 bis 100 Steine |
| Herkunft | Germany laut Hersteller, China im Datenfeld des Handels |
| Verpackung und Gewicht | Artikelmaß im Datenfeld 7,5 × 17,3 × 18 cm |
Das ist die genaueste Sicherheitsauskunft, die einer der fünf Hersteller gibt, und sie steht nicht im Angebot, sondern unter einer Kundenfrage. Ein Prüfbericht ist nicht verlinkt, eine Prüfstelle nicht genannt. Was der Kleinteilzylinder misst und was nicht, steht weiter unten. Für die Auswahl zählt hier vor allem die Ergänzung: Acht weitere Sets mit 25 Millimetern führt Eichhorn im eigenen Shop, darunter drei mit 100 Steinen und zwei naturbelassene.
Hape: 101 Teile im Namen, 100 in den Spezifikationen
Das meistbewertete Set der Auswahl, 1.440 Stimmen auf amazon.de, im Mittel 4,7 Sterne. Hape nennt es „Wunderbare Holzbausteine – 101 Teile“, in den Spezifikationen derselben Seite steht unter „Anzahl Teile“ die Zahl 100, dazu ein Gewicht von 2 Kilogramm und die Altersgruppe ab 12 Monaten. Mehr technische Angaben macht die Herstellerseite nicht.
Was im Handel zusätzlich steht: Rechtecke, Zylinder, Dreiecke und Bögen in Blau, Grün, Rot, Gelb und Holzfarbe, eine Kiste mit versenkbarem Griff und Sortierdeckel, und die Bausteine seien „mit kindgerechten Farben auf Wasserbasis lackiert“. Im Datenfeld heißt das Modell „Wonderful Beech Blocks“ — ein Hinweis auf Buche, den Hape auf der eigenen Seite nicht wiederholt. Als Herkunftsland nennt das Datenfeld China.
| Maß der Steine | Der Hersteller nennt kein Maß. |
|---|---|
| Teile | 101 im Namen, 100 in den Spezifikationen des Herstellers |
| Holzart | keine Angabe beim Hersteller; Modellname im Datenfeld „Wonderful Beech Blocks“ |
| Oberfläche | lackiert mit Farben auf Wasserbasis laut Angebot |
| Genannte Norm | Weder Hersteller- noch Handelsseite nennen eine Norm. |
| Alter | ab 12 Monaten |
| Set im selben Maß | Der Hersteller nennt kein Set im selben Maß. |
| Herkunft | China laut Datenfeld; verantwortlich Hape International AG, Mücke |
| Verpackung und Gewicht | Kiste mit Sortierdeckel und versenkbarem Griff; 2 kg laut Hersteller, 1,8 kg im Datenfeld |
Der Unterschied zwischen 101 und 100 Teilen ist vermutlich der Deckel mit den Formlöchern. Belegt ist das nicht, und für die Auswahl spielt es keine Rolle. Er zeigt aber, wie wenig die Produktseite über die Steine selbst sagt: Bei einem Set, das auf amazon.de fast viermal so viele Stimmen hat wie das Baby-Set von Eichhorn, erfährt man vom Hersteller weder das Maß noch die Holzart noch die Norm. Wer ein zweites Hape-Set dazukaufen will, kann nur hoffen, dass es dasselbe Maß hat.
Als verantwortliches Unternehmen nennt Hape auf der eigenen Seite die Hape International AG in Mücke, als Herkunftsland nennt das Datenfeld China. Ein Urteil über die Qualität ist das nicht. Wichtig wird es, wenn ein Set reklamiert werden soll oder ein Teil fehlt: Dann ist die Adresse in der Herstellerangabe der Ansprechpartner, nicht das Werk.
howa: Buche ohne Maß, und ein Warnhinweis für zwölf Monate
100 Steine aus Buche in der größten Formenvielfalt des Feldes: Quadrate, Rechtecke, Dreiecke, Trapeze, Zylinder, Treppen, Kreuze und halbrunde Teile, laut Angebot „teilweise farbig lackiert und bedruckt“. 586 Stimmen auf amazon.de, im Mittel 4,7 Sterne, und die gleichmäßigste Verteilung der Auswahl: 81 Prozent fünf, je 1 Prozent drei, zwei und einen Stern.
Im Angebot steht ein Satz in Großbuchstaben: „ACHTUNG! Nicht geeignet für Kinder unter 12 Monaten.“ Das ist keine der Formeln, die die Spielzeugrichtlinie für Kleinteile vorsieht, sondern eine Altersgrenze des Herstellers, im Ton eines Warnhinweises. Das Datenfeld darunter nennt als Altersempfehlung „12 bis 12 Monate“, als Herkunftsland China.
| Maß der Steine | Der Hersteller nennt kein Maß. |
|---|---|
| Teile | 100 |
| Holzart | Buche |
| Oberfläche | teilweise farbig lackiert und bedruckt laut Angebot |
| Genannte Norm | Weder Hersteller- noch Handelsseite nennen eine Norm. |
| Alter | Hinweis „nicht geeignet für Kinder unter 12 Monaten“; im Datenfeld „12 bis 12 Monate“ |
| Set im selben Maß | Der Hersteller nennt kein Set im selben Maß. |
| Herkunft | China laut Datenfeld |
| Verpackung und Gewicht | 1,98 kg laut Datenfeld |
Kaufgrund und zugleich Unbekannte ist bei diesem Set die Formenvielfalt. Treppen, Kreuze und Trapeze sind schöne Teile für Kinder, die schon bauen; für die Frage, ob ein zweites Set dazu passt, sind sie die schwierigsten, weil jedes eigene Maße hat. howa nennt keines davon. Wer das Set für mehrere Jahre kauft, sollte deshalb davon ausgehen, dass es als geschlossenes Set gedacht ist und nicht als System.
Bedruckte Steine sind ein Sonderfall der Oberfläche. Ein Aufdruck ist eine zweite Farbschicht neben dem Lack, mit eigenem Material und eigener Haftung auf dem Holz. Welche Druckfarbe howa verwendet und ob sie gesondert geprüft ist, steht weder im Angebot noch in den Daten, die wir gelesen haben; eine Norm nennt das Angebot für keine der beiden Schichten.
small foot: naturbelassen, aber 3 oder 1,5 Zentimeter dick
Das größte Set der Auswahl: 200 Steine aus naturbelassenem Holz in einem Leinenbeutel, als Zylinder, Quader, Bögen und Würfel, laut Handel auch Dreiecke, Brücken und Rollen. small foot gibt die Altersempfehlung mit 12 Monaten an und schreibt unter „Warnhinweise“ wörtlich: „kein Warnhinweis notwendig“. 638 Stimmen auf amazon.de, im Mittel 4,7 Sterne, 83 Prozent fünf.
Bei den Maßen widersprechen sich die Quellen. Der Hersteller nennt unter „Masse“ 3 mal 3 mal 9 Zentimeter. Das Angebot im Handel schreibt „Maße: 9 x 3 x 1,5 cm (großer Bauklotz)“. Beim Hersteller steht das Gewicht als „3,52“ ohne Einheit, im Datenfeld als 3.718 Gramm. Als Material nennt small foot „Holz“, ohne Holzart; im Datenfeld des Handels steht unter Farbe „Mehrfarbig“, obwohl das Holz naturbelassen ist.
| Maß der Steine | 3 × 3 × 9 cm laut Hersteller; im Handel 9 × 3 × 1,5 cm für den großen Stein |
|---|---|
| Teile | 200 |
| Holzart | Holz, Art nicht genannt |
| Oberfläche | naturbelassen laut Hersteller |
| Genannte Norm | Weder Hersteller- noch Handelsseite nennen eine Norm. |
| Alter | 12 Monate und älter |
| Set im selben Maß | Der Hersteller nennt kein Set im selben Maß. |
| Herkunft | China laut Datenfeld; Hersteller small foot GmbH & Co. KG, Bremen |
| Verpackung und Gewicht | Leinenbeutel; „3,52“ ohne Einheit beim Hersteller, 3.718 g im Datenfeld |
Für ein Set, das ausdrücklich als unbehandelt verkauft wird, ist die fehlende Holzart eine echte Lücke. Bei unbehandeltem Holz ist die Holzart die Oberfläche: Hölzer unterscheiden sich in Härte, Faser und darin, wie sie Wasser aufnehmen. Was das für Splitter, Kanten und Reinigung heißt, lässt sich nur sagen, wenn man das Holz kennt. small foot sagt es nicht, während drei der vier anderen Sets Buche nennen.
Zweite Lücke: die Dicke. Ein Stein mit 3 Zentimetern im Quadrat und einer mit 1,5 Zentimetern Dicke sind verschiedene Bauteile: der eine ein Balken, der andere eine Planke. Vielleicht enthält das Set beide; das Angebot spricht von verschiedenen Formen. Belegen lässt sich das von außen nicht. Wer es genau wissen will, fragt beim Hersteller in Bremen nach, bevor ein zweites Set dazukommt.
Was der Prüfzylinder misst — und was er nicht misst
Die wichtigste Sicherheitsfrage bei Klötzen für Einjährige ist nicht die Farbe, sondern die Größe. Die Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG schreibt in Anhang II, Teil I, Nummer 4 Buchstabe d vor, dass Spielzeug für Kinder unter 36 Monaten, seine Bestandteile und seine abnehmbaren Teile so groß sein müssen, dass sie nicht verschluckt oder eingeatmet werden können. Wie das geprüft wird, regelt die Norm DIN EN 71-1.
Das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz beschreibt das Verfahren in einem öffentlichen Beitrag: Ein Prüfzylinder, dessen Maße in der Norm festgelegt sind, steht auf dem Tisch. Hineingesetzt wird das Teil in verschiedenen Lagen. Passt es ganz hinein, gilt es als verschluckbar. Für Kugeln gibt es eine eigene Prüfschablone, weil sie in jeder Lage die Atemwege verschließen können. Wie groß der Zylinder ist, nennt das Landesamt nicht, und der Normtext ist nicht frei zugänglich.
Was diese Prüfung leistet, ist klar umrissen: Sie sagt, ob ein Teil im Lieferzustand klein genug ist, um in den Rachen zu passen. Was sie nicht sagt, ist ebenso wichtig. Sie prüft nicht, ob ein Stein nach einem Jahr Gebrauch splittert. Sie prüft nicht, ob sich Lackschuppen lösen. Und sie prüft nur die Teile, die im Set liegen — nicht den Bogen aus einem anderen Set, der irgendwann dazukommt.
Dafür enthält die Normreihe weitere Prüfungen. Die Stiftung Warentest hat in ihrem Test von Holzspielzeug für Kinder unter drei Jahren die mechanischen Eigenschaften nach DIN EN 71-1 geprüft, die Entflammbarkeit nach DIN EN 71-2 und die Abgabe von Schwermetallen aus Lacken nach DIN EN 71-3. Ein Teil dieser Prüfungen sind Belastungstests: Ziehen, Fallen, Einweichen. Erst danach zeigt sich, ob ein Stein, der im Lieferzustand durchgeht, auch nach Gebrauch noch ganz ist.
Eine zweite Anforderung der Richtlinie betrifft Kanten und Ecken. Anhang II, Teil I, Nummer 2 verlangt, dass zugängliche Ecken und vorstehende Teile so gestaltet sind, dass das Verletzungsrisiko bei Berührung so gering wie möglich ist. Wie stark die Kanten eines Sets gerundet sind, nennt keiner der fünf Hersteller in Millimetern. Nur das Angebot von small foot beschreibt „sorgfältig abgerundete Ecken und Kanten“. Bei den anderen sieht man die Rundung nur auf den Produktbildern, und die zeigen den Lieferzustand.
Gerade die Kanten sind es, die sich mit der Zeit verändern. ÖKO-TEST hat bei einem Holzspielzeug beschrieben, dass sich nach Einweich- und Fallprüfung Splitter lösten. Ein Bauklotz, der in den Mund genommen, eingespeichelt und wieder getrocknet wird, erlebt eine solche Prüfung im Alltag jeden Tag. Wer ein Set über Jahre nutzt oder weitergibt, sollte deshalb nicht nur auf das Maß achten, sondern auch darauf, ob eine Kante aufgeraut ist oder eine Ecke fehlt.
Für Eltern heißt das: Der Kleinteilzylinder ist eine Mindestanforderung, kein Gütesiegel. Ein Set, das ihn besteht, ist für Einjährige zulässig. Ob es nach Monaten im Mund, auf Fliesen und in der Badewanne noch in einem Stück ist, beantwortet er nicht — und das ist die Frage, die bei Klötzen mit 25 Millimetern früher kommt als bei solchen mit 40.
Der Satz über 36 Monate auf einem Klotz-Karton
Auf vielen Spielzeugkartons steht er als Satz oder als Bildzeichen: der Warnhinweis aus Anhang V Teil B Nummer 1 der Spielzeugrichtlinie, „Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet“, ergänzt um einen kurzen Hinweis auf die besondere Gefahr. Artikel 11 der Richtlinie verlangt, dass Warnhinweise mit dem Wort „Achtung“ beginnen. Das Landesamt in Niedersachsen ergänzt in seiner Erklärung, dass „Warnung“ oder „Warning“ in Deutschland deshalb nicht zulässig sind.
Auf einem Holzklotz-Set ab einem Jahr hat dieser Satz nichts zu suchen. Artikel 11 Absatz 1 sagt das ausdrücklich: Ein Spielzeug darf keinen der besonderen Warnhinweise aus Anhang V Teil B tragen, wenn er dem bestimmungsgemäßen Gebrauch aufgrund seiner Funktionen, Abmessungen und Eigenschaften widerspricht. Erwägungsgrund 30 nennt den Grund: Gerade der Hinweis zu 36 Monaten sei missbraucht worden, um Sicherheitsanforderungen zu umgehen. Ein Set, das sich an Einjährige richtet, lässt sich also nicht mit „ab 3 Jahren“ beschriften, um die Kleinteileprüfung zu umgehen.
ÖKO-TEST hat genau diesen Fall in einem Test von 20 Holzspielzeugen aus dem Jahr 2016 beschrieben: Bei einem Produkt lösten sich in der Sicherheitsprüfung verschluckbare Rindenstücke, und es trug einen für diese Produktgruppe unzulässigen Warnhinweis „nicht für Kinder unter 3 Jahren“. Welches Produkt das war, steht nur im kostenpflichtigen Teil des Tests. Auf den Produktseiten der fünf Sets dieser Seite haben wir einen solchen Hinweis nicht gefunden; howa schreibt eine Altersgrenze von 12 Monaten, im Ton, aber nicht in der Form eines Warnhinweises nach Anhang V.
Wie ein vollständiger Warnhinweis aussieht, beschreibt das Landesamt in Niedersachsen an einem Beispiel: „Achtung! Nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet. Erstickungsgefahr durch verschluckbare Kleinteile.“ Er hat drei Teile: das Signalwort, die Altersgrenze und die besondere Gefahr. Reicht der Platz auf dem Spielzeug oder der Verpackung nicht, darf der dritte Teil in die Gebrauchsanweisung wandern. Ein Satz wie „nicht geeignet für Kinder unter 12 Monaten“ hat keines dieser drei Merkmale in der vorgeschriebenen Form; er ist eine Empfehlung des Herstellers.
Ein zweiter Satz aus Artikel 11 betrifft den Online-Kauf unmittelbar. Warnhinweise, die für die Kaufentscheidung maßgeblich sind, etwa zum Mindest- und Höchstalter, müssen auf der Verpackung stehen oder vor dem Kauf klar erkennbar sein, ausdrücklich auch bei einem Kauf im Internet. Bei allen fünf Sets steht die Untergrenze von 12 Monaten im Angebot. Was nicht dasteht, ist der Grund für diese Grenze; dafür muss man, wie oben beschrieben, bei Eichhorn die Kundenfragen lesen und bei den anderen nachfragen.
Was eine Altersangabe auf Spielzeug rechtlich ist und was nicht, haben wir für Spieleschachteln ausführlich beschrieben, auf der Seite über die zwei Zahlen auf jeder Spieleschachtel. Für Klötze gilt dieselbe Regel mit einer Zuspitzung: Ein Set „ab 1 Jahr“ hat sich ausdrücklich der strengeren Prüfung unterworfen. Ein Set ohne jede Altersangabe hat das nicht unbedingt.
Lack, Farbe, naturbelassen: was die Oberflächenangabe hergibt
Drei der fünf Sets sind lackiert oder bedruckt, eines ist farbig ohne nähere Angabe, eines ist naturbelassen. Was das bedeutet, lässt sich an den Formulierungen der Hersteller ablesen — und an dem, was fehlt. Eichhorn schreibt für das Heros-Set „Holz bunt lackiert“, für das Baby-Set nur von „leuchtenden Farben“. Hape lässt im Handel schreiben, die Steine seien mit Farben auf Wasserbasis lackiert. howa nennt „teilweise farbig lackiert und bedruckt“, small foot „naturbelassen“.
„Wasserbasiert“ ist die Formel, mit der zwei Hersteller die Frage nach der Sicherheit der Farbe beantworten: Hape im Angebot, Eichhorn in zwei gleichlautenden Antworten des Kundendienstes. Beschrieben wird damit, worin die Farbe gelöst oder verdünnt ist. Welche Pigmente und Zusätze sie enthält, sagt es nicht. Für die Frage, was ein Kind beim Lutschen aufnimmt, ist die Norm DIN EN 71-3 zuständig, die die Abgabe bestimmter Elemente aus Spielzeugmaterialien begrenzt. Keiner der fünf Hersteller nennt sie auf der Produktseite.
Naturbelassenes Holz entgeht dieser Frage nicht ganz, verschiebt sie aber. Bei Buche ohne Lack ist das Holz selbst die Oberfläche; was es abgeben kann, hängt an der Holzart und an Mitteln, mit denen es vorher behandelt wurde, etwa gegen Schädlinge. Die Stiftung Warentest hat in ihrem Test die Holzteile auf Holzschutzmittel untersucht. Bei small foot, dem einzigen unbehandelten Set der Auswahl, fehlt die Holzart — und damit der erste Anhaltspunkt.
Für die Auswahl ergibt sich daraus eine einfache Ordnung. Wer lackierte Steine will, wählt ein Set, dessen Hersteller eine Prüfung nennt, und liest die Kundenfragen: Bei Eichhorn gibt es eine aus dem Jahr 2024 über Lack, der sich löst. Wer unbehandelte Steine will, fragt nach der Holzart. Und wer Klötze später selbst bemalen will, findet die Normlage dafür nicht auf dem Karton der Klötze, sondern auf dem Etikett der Farbe.
Welche Angaben auf diesem Etikett stehen sollten, welche Normen gemeint sind und wie lange ein Anstrich trocknen muss, bevor ein Kind ihn in den Mund nimmt, steht in unserem Ratgeber zu Lack, Öl und Stiften für selbst bemalte Klötze.
Was Stiftung Warentest und ÖKO-TEST an Holzspielzeug gefunden haben
Keiner der beiden großen Prüfer hat in den letzten Jahren einen reinen Bauklotz-Test veröffentlicht. Beide haben aber Holzspielzeug für Kleinkinder geprüft, und Bauklötze waren dabei. Die Ergebnisse nennen keine Klötze dieser Seite beim Namen; sie zeigen, wo bei Holzspielzeug für die Kleinsten die Fehler liegen.
Die Stiftung Warentest hat für ihre Ausgabe 12/2023 fünfzehn Holzspielsachen für Kinder unter drei Jahren gekauft, darunter Bauklötze, Puzzles und Nachziehfiguren, eingekauft zwischen Mai und August 2023. Nach mehr als 200 Belastungstests und 1.000 chemischen Prüfungen empfahl sie zehn als sicher und riet von fünf ab. Vier waren wegen Schadstoffen mangelhaft, eines ausreichend: gefunden wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Formaldehyd, kritische Mengen von Stoffen, die sich aus bestimmten Azofarbstoffen abspalten können, und in einem Produkt ein für dieses Spielzeug verbotener Weichmacher.
ÖKO-TEST hat im Jahrbuch Kleinkinder 2016 zwanzig Holzspielzeuge geprüft, von Kugelbahnen über Bauklötze bis zum Schaukelpferd. Mehr als die Hälfte bekam „sehr gut“, zwei „ungenügend“. Bei einem lösten sich verschluckbare Rindenstücke, bei einem anderen nach Einweich- und Fallprüfung Holzsplitter; dessen Lack färbte ab und enthielt den Farbstoffbestandteil Anilin und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
Wie breit eine solche Prüfung angelegt ist, zeigt die Methodenbeschreibung der Stiftung Warentest. Lacke, Textilien und Kunststoffe wurden auf sensibilisierende und krebserzeugende Farbstoffe untersucht, auf verbotene Azofarbstoffe, auf Phthalate und auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe nach den Vorgaben für das GS-Zeichen. Aus abgeschabten Lacken wurde die Freisetzung von Schwermetallen nach DIN EN 71-3 bestimmt, dazu der Gehalt an Blei und Kadmium. Auf Holzschutzmittel wurden die Holzteile selbst geprüft.
Das ist ein Maß dafür, was ein Hersteller meint, wenn er „geprüft nach EN 71“ schreibt: einen Teil davon, nicht notwendig alles. Die Norm EN 71 ist eine Reihe mit mehreren Teilen, und die chemischen Prüfungen der Stiftung Warentest reichen teils über sie hinaus. Eine Herstellerangabe, die nur „EN 71“ nennt, sagt deshalb nicht, welcher Teil geprüft wurde und mit welchem Ergebnis.
Zwei Muster ziehen sich durch beide Berichte. Probleme sitzen fast immer in der Oberfläche — im Lack, im Druck, in Rinde — und kaum im Holz selbst. Und sie zeigen sich oft erst nach Belastung, nicht im Lieferzustand. Gegen lackierte Klötze spricht das nicht, aber für Hersteller, die ihre Prüfung offenlegen, und für einen Blick auf die Kanten nach einigen Monaten Gebrauch.
Wie wir veröffentlichte Prüfungen lesen und warum wir Ergebnisse ohne Produktnamen nicht auf einzelne Sets übertragen, steht in unserer Übersicht über die verwendeten Quellenarten. Beide Berichte sind kostenpflichtig; zitiert ist hier nur, was öffentlich lesbar ist.
Wer die Klötze baut: ein Konzern, zwei Familienmarken, ein Importeur
Hinter fünf Sets stehen vier Unternehmen, und zwei der Sets kommen aus demselben Haus. Eichhorn und Heros sind Marken, die auf der Eichhorn-Seite gemeinsam auftauchen: Beim Baby-Set steht „Made in Germany/Heros“ in den Produktdetails, beim Heros-Set ist der Shop von Eichhorn der Verkäufer. Das Sortiment dieser Kategorie umfasst 18 Artikel, und an ihm lässt sich ablesen, wie ein Hersteller mit dem Maß umgeht.
Wir haben die Produktdetails aller 18 Artikel gelesen. Neun nennen 25 Millimeter, einer 30 Millimeter, zwei 40 Millimeter, sechs nennen kein Maß. Das 30-Millimeter-Set ist das aus Birke und Kiefer statt aus Buche und trägt „Made in: CN“. Ein Holzbaukasten mit 200 Steinen trägt in den Produktdetails „Made in Germany/Heros“ und im Feld darunter „Made in: Tschechien“. Innerhalb eines Shops gibt es also drei Maße und drei Herkunftsangaben.
Hape nennt auf seiner deutschen Seite die Hape International AG in Mücke als verantwortliche Firma; als Herkunftsland steht im Datenfeld China. small foot nennt als produktverantwortlichen Hersteller eine Kommanditgesellschaft in Bremen, howa tritt im Handel als howa Spielwaren GmbH auf; für beide Sets nennt das Datenfeld ebenfalls China. Ob hinter einer Marke ein Familienbetrieb oder ein Konzern steht, lässt sich aus keiner der Seiten nachprüfen, und für die Auswahl ist es weniger wichtig als die Frage, wer auf eine Kundenfrage antwortet.
Gerade das unterscheidet die Hersteller hier am deutlichsten. Eichhorn veröffentlicht Kundenfragen samt Antworten unter seinen Produkten, mit Datum. Bei Hape, howa und small foot haben wir auf den Produktseiten keine solchen Antworten gefunden. Wer eine Frage zum Maß oder zur Farbe hat, kann sie überall stellen; nachlesen, was andere gefragt haben, kann man nur bei einem.
Nach dem Kauf: Lack, der sich löst, und eine Garantie ohne Einheit
Bei Holzklötzen ist das, was nach dem Kauf passiert, unspektakulär und trotzdem der häufigste Anlass für eine Reklamation: Lack, der an den Kanten abplatzt, ein Stein mit einem Riss, eine Packung, in der weniger Steine liegen als angegeben. Was die Angebote dazu sagen, ist bei den fünf Sets so unterschiedlich wie bei keiner anderen Angabe.
Im Feld „Garantie“ steht beim Baby-Set von Eichhorn „24 Monate Gewährleistung“, beim Heros-Set die Ziffer 2 ohne Einheit, bei Hape „Keine Herstellergarantie“. Bei howa und small foot gibt es das Feld nicht. Die Einträge vermischen zwei verschiedene Dinge: eine Zusage des Herstellers, die er freiwillig gibt, und die Rechte gegenüber dem Verkäufer, die nicht im Datenfeld entstehen. Was davon im Einzelfall gilt, beantwortet keines der Felder; es ist auch keine Frage, die ein Vergleich verbindlich klären kann.
Praktisch heißt das: Wer ein Problem hat, wendet sich zuerst an den Verkäufer und dokumentiert es mit Fotos und Datum. Ist der Mangel eine Frage der Sicherheit — etwa ein Stück Lack oder Holz, das sich löst —, ist der Hersteller der zweite Weg. Bei Eichhorn zeigt die Seite selbst, wie das aussieht: Die Frage zum Lack, der sich löst, steht dort seit Februar 2024 mit einer Antwort, die auf die Farbe eingeht, aber nicht auf das Ablösen.
Für die Auswahl ist dieser Abschnitt kein Kriterium, das ein Set ausschließt. Er ist ein Grund, die Artikelnummer und den Kaufbeleg aufzubewahren, und ein Grund, die Kundenfragen eines Herstellers zu lesen, bevor man kauft: Sie zeigen, welche Probleme andere schon hatten und wie schnell und wie genau der Hersteller geantwortet hat.
Nachkaufen im selben Maß: wo es geht und wo nicht
Ein Holzklotz-Set geht selten kaputt, aber es wird zu klein. Mit zwei Jahren reichen 50 Steine für einen Turm, mit vier wollen Kinder Häuser mit Türen bauen, Brücken über Straßen, Burgen mit Mauern. Dann kommt die Frage nach einem zweiten Set, und mit ihr die Frage nach dem Maß.
Bei den 25-mm-Steinen von Eichhorn ist die Antwort einfach: Acht weitere Sets in diesem Maß führt der Hersteller, bunt und naturbelassen, mit 50, 60, 75 und 100 Steinen. Bei den 40-mm-Steinen gibt es genau ein weiteres Set mit 20 Fühl- und Klangsteinen. Bei Hape, howa und small foot nennt keiner ein Ergänzungsset, und ohne Maß lässt sich auch bei einem anderen Hersteller keines gezielt suchen.
Bei den 25-mm-Sets von Eichhorn lässt sich sogar die Oberfläche wechseln, ohne das Maß zu verlassen. Neben den bunt lackierten gibt es ein Set mit 100 und eines mit 50 naturbelassenen Steinen, dazu ein gemischtes mit 60. Wer mit bunten Steinen anfängt und später unbehandelte dazunehmen will, bleibt im selben Raster. Das ist die einzige Stelle im Feld, an der ein Hersteller Maß und Oberfläche getrennt wählbar macht — wenn auch nicht ausdrücklich, sondern nur durch die Zeile „25mm“ in den Produktdetails.
Einzelne Steine als Ersatz bietet keiner der fünf Hersteller auf der Produktseite an. Das ist bei Klötzen auch weniger wichtig als bei Spielen, bei denen ein fehlendes Teil das ganze Spiel lahmlegt. Wie Verlage dort mit Ersatz umgehen, steht in unserem Beitrag über den Weg zu einem verlorenen Spielteil. Bei Klötzen ersetzt man nicht den einen Stein, sondern erweitert die Menge — und dafür braucht man das Maß.
Gebraucht kaufen ist die dritte Möglichkeit, und die Autovervollständigung zeigt, dass viele sie nutzen: „bauklötze gebraucht“, „kapla gebraucht“, „bauklötze kleinanzeigen“. Für gebrauchte Klötze gilt dieselbe Rechnung wie für neue, nur schwerer: Auf keiner Anzeige steht das Maß. Ein Zollstock und ein Stein aus dem eigenen Set beim Abholen lösen das Problem in einer Minute.
Der Maßstab: ein Hersteller, der ein System verspricht
Ein Hersteller im Markt formuliert die Kompatibilität ausdrücklich als Versprechen. HABA schreibt auf der Seite zu „Meine ersten Bausteine natur“, die Steine seien „mit HABA-Bausteinen im 4er-Grundmaß verbaubar“. Das Set hat 26 Steine, eine Altersempfehlung ab 12 Monaten und wiegt 2,44 Kilogramm. Die große Grundpackung desselben Systems hat auf amazon.de 102 Stimmen und trägt deshalb hier keine Auswahl.
Wir nutzen HABA als Maßstab, weil das Wort „Grundmaß“ dort als Systemeigenschaft auftaucht und nicht nur als Abmessung. Bemerkenswert ist, was fehlt: Die Seite schreibt „4er-Grundmaß“, aber keine Einheit, und sie nennt für keinen Stein eine Kantenlänge. Selbst der Hersteller, der sein Maß als System verkauft, nennt es nicht in Millimetern.
Gemessen an diesem Maßstab sind die beiden Eichhorn-Sets der Auswahl genauer als das System, das mit dem Grundmaß wirbt: Sie nennen eine Zahl mit Einheit. Ob das 40-mm-Baby-Set und ein HABA-Set im 4er-Grundmaß miteinander bauen, wäre die naheliegende Frage. Zwei Hersteller, zwei Werke, zwei Toleranzen — belegen lässt sich die Kompatibilität aus den Seiten nicht, und versprochen hat sie keiner der beiden.
Nüchtern fällt deshalb die Lehre aus dem Maßstab aus. Kompatibilität gibt es verlässlich nur innerhalb eines Herstellers, der sie selbst zusagt oder ein Maß nennt. Über Herstellergrenzen hinweg ist sie eine Vermutung, die man vor dem Kauf eines zweiten Sets mit einem Stein und einem Lineal prüfen kann — und sollte, wenn es um mehr als ein paar Türme geht.
Vom ersten Turm bis zur Burg: wie lange ein Set trägt
Wie lange ein Set gebraucht wird, sagen die Hersteller in Jahren — oder sie sagen nur, wann es anfängt. Für Heros steht im Datenfeld des Handels 12 Monate bis 8 Jahre, für die große Grundpackung von HABA dort 1 bis 8 Jahre. Eichhorn, Hape, howa und small foot nennen nur die Untergrenze. Eine Obergrenze bei Bauklötzen ist ohnehin eher eine Schätzung als eine Eigenschaft: Erwachsene bauen mit denselben Steinen.
Was ein Set tatsächlich begrenzt, sind zwei Dinge: die Menge und die Formen. Ein Set mit 50 Würfeln und Bögen trägt Türme und erste Brücken. Ein Set mit Treppen, Kreuzen und Trapezen wie das von howa trägt Häuser mit Dächern und Durchgängen. Ein Set mit 200 Steinen wie das von small foot trägt Mauern, die über einen Teppich reichen. Wann ein Kind von einem zum anderen übergeht, beschreiben wir auf einer eigenen Seite; hier zählt, dass jedes Set einen Punkt hat, an dem es nicht mehr reicht.
Für Käufer mit langem Atem folgt daraus eine Reihenfolge, die dem Maß folgt: Erst ein Set mit belegtem Maß, dann Ergänzungen im selben Maß, dann vielleicht andere Bauarten — Plättchen, Magnetbausteine, Klemmbausteine —, die mit dem ersten Set nicht bauen müssen, weil sie anders halten. Wer umgekehrt anfängt, mit einem Set ohne Maß, erweitert später nicht, sondern kauft ein zweites, eigenes System.
Bei der Weitergabe an ein jüngeres Geschwisterkind spielt das Maß keine Rolle, der Zustand dagegen eine große. Lackierte Klötze nach vier Jahren im Kinderzimmer haben Ecken, an denen der Lack fehlt, und manchmal Kerben. Ob ein solcher Stein für ein Einjähriges noch geeignet ist, entscheidet nicht der Karton, sondern ein Blick auf die Kanten. Was dabei zu prüfen ist, stellt die Liste weiter unten zusammen.
Kiste, Kordel, Leinenbeutel: wo 50 bis 200 Steine wohnen
Jedes der fünf Sets kommt mit einem eigenen Behälter, und die Unterschiede sind größer, als es scheint. Das Baby-Set von Eichhorn steht in einem Eimer mit Kordel, im Datenfeld 13 mal 24 mal 27 Zentimeter und 2.432 Gramm schwer. Hape liefert eine Kiste mit versenkbarem Griff und einem Deckel mit Formlöchern, durch den die Steine sortiert werden können; das Gewicht gibt der Hersteller mit 2 Kilogramm an, das Datenfeld mit 1,8 Kilogramm, die Abmessungen der Kiste dort mit 12,5 mal 27 mal 22 Zentimetern. Sie ist damit die flachste der drei festen Verpackungen und passt in ein Regalfach, in dem der Eimer von Eichhorn mit 27 Zentimetern Höhe nicht mehr steht.
small foot liefert die 200 Steine in einem Leinenbeutel. Leicht ist das und zusammenlegbar, verlangt aber einen Platz im Regal, an dem der Beutel liegen kann, ohne dass er umkippt und 3,7 Kilogramm Holz über den Boden verteilt. Zum Heros-Set nennt das Datenfeld 7,5 mal 17,3 mal 18 Zentimeter, und zur howa-Packung 1,98 Kilogramm.
Für Einjährige ist der Behälter mehr als Verpackung. Ein Eimer mit Kordel kann getragen und ausgekippt werden, und das Ausräumen ist in diesem Alter oft das eigentliche Spiel. Ein Deckel mit Formlöchern ist ein zweites Spielzeug, das Eltern nach einigen Wochen zur Seite legen, wenn die Steine nur noch durch den offenen Deckel wandern. Ein Beutel ist für Kinder dieses Alters schwer zu öffnen, für Eltern dafür leicht zu verstauen.
Mit jedem Ergänzungsset wächst die Frage nach dem Behälter. Wer die 25-mm-Sets von Eichhorn kombiniert, hat bald mehrere Kisten mit gleichen Steinen; eine flache Kiste, in der die Steine nebeneinanderliegen, ist für Kinder zum Suchen bequemer als ein tiefer Eimer. Eine Herstellerangabe ist das nicht, sondern eine Folge aus Menge und Maß, die man vor dem dritten Set bedenken kann.
Ein Set zum ersten Geburtstag: was Schenkende mitgeben sollten
Holzklötze sind ein häufiges Geschenk zum ersten Geburtstag; die Autovervollständigung führt „bauklötze 1 geburtstag“ und „bauklötze baby geschenk“. Das hat eine Folge, die beim Kauf niemand sieht: Wer schenkt, kennt das Maß nicht, und wer beschenkt wird, kennt die Artikelnummer nicht. Zwei Jahre später, wenn ein zweites Set dazukommen soll, fehlt beides.
Wer ein Set verschenkt, kann das mit einem Zettel lösen. Drei Angaben genügen: der Hersteller, die Artikelnummer und, wo der Hersteller es nennt, das Steinmaß. Für die Sets dieser Seite sind das bei Eichhorn die Nummern 100050421 mit 40 Millimetern und 100021252 mit 25 Millimetern, bei Hape E8247, bei howa 6005 und bei small foot 11397. Mit der Nummer findet man auf der Herstellerseite das Set wieder, auch wenn die Verpackung längst im Altpapier ist.
Wer beschenkt wurde und den Zettel nicht hat, kann das Maß nachmessen: einen Würfel zwischen Daumen und Zeigefinger an ein Lineal halten. Zwischen 25, 30 und 40 Millimetern liegen jeweils mindestens 5 Millimeter, die sich am Lineal sicher ablesen lassen. Bei Sets ohne Würfel ist es schwieriger; dann hilft die kürzeste Kante des kleinsten Quaders als Anhalt.
Und wer zwei Sets von zwei Gästen bekommt, hat eine Entscheidung vor sich, die selten getroffen wird: zusammen in eine Kiste oder getrennt. Haben beide dasselbe Maß, spricht nichts gegen eine Kiste. Haben sie verschiedene, ist die getrennte Aufbewahrung der einfachste Weg, damit ein Kind später nicht mit Steinen baut, die nicht aufeinander halten, und den Fehler bei sich sucht.
Wann ein Holzklotz-Set nicht die richtige Warengruppe ist
Die teuerste Fehlentscheidung liegt eine Ebene höher als die Wahl zwischen fünf Sets. Ein Holzklotz ist schwer, hart und hält nur durch sein eigenes Gewicht. Für ein Kind, das gerade sitzen kann und alles wirft, ist das nicht immer die beste Eigenschaft. Für ein Kind, das Türme bauen will, ist es genau die richtige.
Weiche Bausteine aus Schaumstoff oder Stoff sind leiser, wenn sie fallen, tragen aber keine hohen Türme, und ihre Reinigung folgt anderen Regeln als die von Holz. Klemmbausteine wie LEGO Duplo halten zusammen, ohne zu balancieren. Magnetbausteine verbinden sich von selbst und bringen eine eigene Altersfrage mit, weil Magnete darin stecken. Jede dieser Bauarten hat ihre eigene Logik des Zusammenhalts und ihr eigenes Maß; wie sie sich unterscheiden, ordnet die Übersicht über alle Bauarten von Klötzen ein.
Holzklötze sind die richtige Wahl, wenn ein Kind das Balancieren selbst lernen soll: dass ein Turm fällt, wenn er schief steht, und dass ein Bogen nur auf zwei Pfeilern hält. Sie sind die falsche, wenn im Haushalt Ruhe wichtiger ist als Türme, wenn Fliesenboden jeden Sturz laut macht oder wenn ein älteres Geschwisterkind mit Kleinteilen aus anderen Sets daneben baut und niemand sortiert.
Wer sich bei Spielzeug für mehrere Altersstufen generell fragt, welche Angabe auf dem Karton verbindlich ist und welche nicht, findet die Unterscheidung für Spiele mit Altersangabe im Beitrag über Brettspiele für Kinder ab sechs. Für Klötze ist sie einfacher: Hinter der Untergrenze steht eine Prüfung, hinter der Obergrenze eine Schätzung.
Sieben Fragen, bevor ein Set ins Haus kommt
Vor dem Kauf lassen sich die folgenden Fragen beantworten, meist auf der Seite des Herstellers. Jede, die mit Nein beantwortet wird, ist kein Ausschlussgrund, aber ein Punkt, an dem man später nicht überrascht sein sollte.
Vor dem Kauf eines Holzklotz-Sets ab einem Jahr
Die Fragen ersetzen keine Prüfung. Sie zeigen, wie viel ein Hersteller über sein Set offenlegt.
Legt man die sieben Fragen an die fünf Sets, ergibt sich ein klares Bild, das wir aus den gelesenen Seiten selbst ausgezählt haben. Das Heros-Set beantwortet sechs Fragen mit Ja; nur bei der Übereinstimmung von Hersteller und Handel scheitert es an der Herkunft. Das Baby-Set kommt ebenfalls auf sechs, mit einer halben siebten: Eine Prüfung nach EN 71 nennt der Kundendienst für das Sortiment, nicht für dieses Set. howa kommt auf drei — Holzart, kein unpassender Warnhinweis, keine Widersprüche, wo es überhaupt Angaben gibt.
Hape beantwortet nur die Frage nach dem Warnhinweis mit Ja; Maß, Ergänzung, Holzart und Norm fehlen auf der Herstellerseite, Name und Spezifikation widersprechen sich, und Kundenfragen mit Antworten haben wir nicht gefunden. small foot kommt auf eineinhalb: ein Maß, das sich nicht eindeutig einem Stein zuordnen lässt, und der fehlende Warnhinweis. Die Frage nach der Norm für Lack stellt sich bei unbehandeltem Holz nicht.
Bei den fünf Sets dieser Seite beantworten die beiden von Eichhorn die meisten Fragen mit Ja, small foot und Hape die wenigsten. Ein Urteil über die Steine ist das nicht, sondern eines über die Information, die man vor dem Kauf bekommt. Wer ein Set ohne Angaben kauft, kauft nicht zwingend ein schlechteres — nur eines, über das er nachher mehr selbst herausfinden muss.
Die Frage nach dem Warnhinweis ist die einzige mit rechtlichem Hintergrund. Ein Set ab einem Jahr mit dem Satz über 36 Monate wäre ein Widerspruch, den Artikel 11 der Richtlinie ausdrücklich verbietet. Auf den Produktseiten der fünf Sets haben wir ihn nicht gefunden.
Was gegen jedes der fünf Sets spricht
Jedes Set hat einen Punkt, der gegen den Kauf sprechen kann, und er ist bei jedem ein anderer. Beim Baby-Set von Eichhorn ist es das Maß als Sackgasse: 40 Millimeter mit nur einem Ergänzungsset im selben Maß, dazu eine Kundenfrage über Lack, der sich löst, und der höchste Anteil an Ein-Stern-Wertungen im Feld, 6 Prozent.
Beim Heros-Set ist es der Widerspruch bei der Herkunft — Germany beim Hersteller, China im Datenfeld — und die kleinste Kantenlänge, 25 Millimeter, die laut Kundendienst die Kleinteileprüfung besteht, aber die erste ist, bei der nach Gebrauch ein abgeplatzter Bogen klein werden kann. Bei Hape ist es die Stille der Herstellerseite: kein Maß, keine Holzart, keine Norm, und eine Teilezahl, die zwischen Name und Spezifikation um eins abweicht.
Bei howa ist es die Formenvielfalt ohne Maß, die das Set zu einem geschlossenen System macht, und ein Datenfeld, das „12 bis 12 Monate“ schreibt. Bei small foot ist es die fehlende Holzart bei einem Set, dessen ganzer Reiz das unbehandelte Holz ist, und ein Steinmaß, das zwischen Hersteller und Handel um die Hälfte auseinanderliegt.
Keiner dieser Punkte ist ein Sicherheitsmangel, der sich belegen ließe. Alle sind Punkte, an denen man vor dem Kauf nachfragen oder nachlesen kann. Wer das tut, kauft ein Set, dessen Lücken er kennt; wer es nicht tut, entdeckt sie beim zweiten Set.
Was an den fünf Sets ungeprüft bleibt