Experimentierkasten Elektronik: sechs Kästen, fünf Arten zu verbinden
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Was gelesen wurde und was nicht
Ein Stromkreis in Zahlen: Volt, Ampere, Watt
Jeder Versuch in diesen Kästen beruht auf einem geschlossenen Kreis: Die Batterie treibt Ladung durch einen Leiter, durch ein Bauteil und zurück. Drei Größen beschreiben, was dabei geschieht. Die Spannung in Volt ist der Antrieb, der Strom in Ampere die Menge, die pro Sekunde fließt, der Widerstand in Ohm das, was sich dem Strom entgegenstellt. Es gilt Spannung gleich Widerstand mal Strom, und die Leistung in Watt ist Spannung mal Strom.
An einem Bauteil aus dem InputMakers-Satz lässt sich das nachrechnen. Die Glühlampen sind für 3,8 Volt und 0,3 Ampere angegeben. Bei diesen Werten setzt eine Lampe rund 1,1 Watt um, und ihr Glühfaden hat im Betrieb einen Widerstand von knapp 13 Ohm. An der mitgelieferten Flachbatterie mit 4,5 Volt leuchtet sie heller, als ihre Angabe vorsieht — und wird heißer. Zwei Lampen in Reihe teilen sich die Spannung und leuchten schwächer. Zwei Lampen nebeneinander, parallel, bekommen beide die volle Spannung und ziehen zusammen den doppelten Strom.
Genau diese beiden Schaltungen, Reihe und parallel, stehen am Anfang fast jeder Anleitung. Bei Kosmos heißt das Kapitel „Reihenschaltung, Parallelschaltung und gemischte Schaltungen“, bei Buki leuchtet in einem der ersten Versuche eine LED, und eine zweite lässt sich dazuschalten, indem Drähte in andere Federn gesteckt werden — in der richtigen Richtung, wie die Anleitung betont. Das Messgerät im Kosmos-Kasten trägt den Aufdruck „3V | 1A“: Der Aufdruck nennt die Bereiche, für die es gebaut ist, und passt zu dem, was zwei AA-Zellen liefern.
Kosmos hängt an das Messgerät einen Satz, der für jeden Elektrokasten gilt. Die gemessenen Werte könnten erheblich von denen in der Anleitung abweichen, wegen Toleranzen der Bauteile, des Zustands der Batterien und der Anzeigegenauigkeit. Wer mit dem Kind misst und eine andere Zahl abliest als das Heft, hat also nicht unbedingt falsch gebaut. Eine frische Batterie liefert mehr als ihre Nennspannung, eine halb leere weniger — und das sieht man am Lämpchen schneller als am Zeiger.
Fünf Arten, zwei Bauteile zu verbinden
Leiste mit Druckknopf auf Platte. Bei Kosmos Easy Elektro sitzen die Bauteile auf einer durchsichtigen Basisplatte. Verbunden werden sie mit Leitleisten, die ein bis sieben Steckkontakte haben und auf die Kontakte der Bauteile gedrückt werden. Der Stromkreis ist eine Kette aus Kunststoffleisten, sauber im Raster, und er hält, wenn jemand an den Tisch stößt.
Steckverbinder und Kabel. Elektro & Co. von Kosmos kommt ohne Platte aus. Grüne Verbinder in Kreuz-, T-, Winkel- und gerader Form nehmen Bauteile und Kabel auf; die Kabel haben an den Enden Laschen, die in die Verbinder passen, oder Krokodilklemmen. Ein beigelegter Trenner hebelt gesteckte Teile wieder auseinander.
Draht in Feder. Buki verdrahtet auf einer Konsole, auf der alle Bauteile fest eingebaut sind. Neben jedem Anschluss steht eine Feder mit Nummer. Das Kind biegt die Feder zur Seite, steckt das blanke Drahtende hinein und lässt los. Gebaut wird nach einer Liste: Feder 4 mit Feder 17, Feder 18 mit Feder 49.
Krokodilklemme und Schraube. Der InputMakers-Satz arbeitet wie ein Physikraum der Mittelstufe. Glühlampen sitzen in Fassungen mit Schraubgewinde, Schalter haben Klemmen, an die abisolierter Draht geschraubt wird, und für schnelle Verbindungen gibt es fünf Messleitungen mit Krokodilklemmen.
Steckbrett. Das Franzis-Lernpaket liefert ein Laborsteckboard: eine Platte mit Reihen verbundener Kontaktlöcher, in die Bauteile mit Drahtbeinen gesteckt werden. So bauen auch Entwickler Versuchsschaltungen auf.
Der sechste Kasten, noDNA, nennt sein System „Druckknopf“ oder „Klick-System“, ohne es zu beschreiben. Ob seine Knöpfe denen von Kosmos gleichen, sagt keiner der beiden Anbieter. Wir behandeln ihn deshalb als eigene Spalte im Schema, nicht als sechste Art.
Jede dieser Arten hat einen typischen Fehler. Auf der Platte ist es die falsche Ebene, im Steckverbinder die halb gesteckte Lasche, in der Feder der Draht, der nur die Isolierung berührt, an der Krokodilklemme der Kontakt zur falschen Schraube, auf dem Steckbrett das Bein in der Nachbarreihe. Wer die Fehler kennt, sucht schneller — und kann vor dem Kauf abschätzen, welche Art von Geduld das eigene Kind mitbringt.
Verbindungsart und Spannung im Schema
Das Schema zeigt für jeden Kasten die Art der Verbindung als kleine Zeichnung und die Betriebsspannung auf einer Skala bis 24 Volt. Die rote Linie am rechten Ende ist die Grenze, die die Spielzeugrichtlinie für elektrisches Spielzeug zieht.
Zwei Befunde lassen sich ablesen. Alle Kästen bleiben weit unter der Grenze; der höchste, das Lernpaket für Jugendliche, kommt auf 9 von 24 Volt. Und die drei Kästen mit 3 Volt verwenden drei verschiedene Verbindungsarten — die Spannung sagt also nichts über das System, das System nichts über die Spannung. Wer zwischen zwei Kästen schwankt, kann die Volt-Zahl getrost beiseitelassen und auf die Verbindung schauen.
Die 24 Volt der Richtlinie sind keine Empfehlung, sondern eine Obergrenze für die Nennspannung und für jedes zugängliche Teil. Elektrisches Spielzeug darf darüber nicht liegen; nur funktionelle Lernprodukte mit höherer Spannung, die ausschließlich für didaktische Zwecke unter Aufsicht verkauft werden, nimmt Anhang I aus dem Spielzeugbegriff heraus. Für die sechs Kästen hier spielt das keine Rolle, für Netzgeräte und selbstgebaute Adapter schon: Keine der Anleitungen erlaubt eine andere Stromquelle als die vorgesehene Batterie.
Raster, Ebenen, Federnummern: wie die Kästen ihre Plätze zählen
Ein Rastermaß in Millimetern nennt keiner der sechs Hersteller. Jeder hat aber ein eigenes Ordnungssystem, und es verrät, wie frei ein Kind bauen kann.
Kosmos beschriftet die Basisplatte von Easy Elektro mit Spalten von 1 bis 10 und Zeilen von A bis G. Jeder Bauplan zeigt, wo ein Teil sitzt, und eine Ziffer in einem kleinen Quadrat gibt die Ebene an: Teile mit einer 1 kommen direkt auf die Platte, Teile mit einer 2 oder 3 auf bereits gesteckte. Wo zwei Ebenen nicht zusammenpassen, überbrückt eine Leitleiste mit nur einem Kontakt. Motor, Messgerät und Summer tragen ein aufgedrucktes Pluszeichen, das in dieselbe Richtung zeigen muss wie im Plan.
Buki zählt Federn. Die höchste Nummer, die in der Anleitung vorkommt, ist 53, und jeder Versuch ist eine Liste von Paaren. Die Drähte gibt es in drei Längen, 10, 20 und 30 Zentimeter, 18 Stück insgesamt; die Anleitung betont, dass sie sich nur in der Länge unterscheiden. Wer die Liste abarbeitet, baut richtig, auch ohne den Schaltplan zu verstehen, der daneben abgebildet ist.
Elektro & Co. hat kein Raster. Der Kreis entsteht frei auf dem Tisch, so lang, wie die Kabel reichen. Dasselbe gilt für den InputMakers-Satz, dessen Draht von einer Rolle mit zweimal 2 Metern abgeschnitten wird. Das Steckbrett von Franzis folgt dem in der Elektronik üblichen Raster von 2,54 Millimetern, einem Zehntel Zoll — eine Angabe, die das Lernpaket selbst nicht macht, die aber für jedes Bauteil mit Drahtbeinen gilt, das später dazukommt.
Für die Wahl ergibt sich eine einfache Unterscheidung. Platte und Federnummern führen; sie sind für Kinder, die einem Plan folgen wollen. Kabel und Steckbrett lassen frei; sie sind für Kinder, die eine Schaltung umbauen wollen, wenn der Plan zu Ende ist. Bei Kosmos lässt sich beides im selben Verlag haben, aber nicht im selben Kasten.
Wer die Batterie liefert, wer sie einsetzt
Fünf der sechs Kästen kommen ohne Batterie. Kosmos begründet das in beiden Anleitungen: Die zwei AA-Zellen lägen wegen ihrer begrenzten Lagerfähigkeit nicht bei. Buki braucht dieselben zwei Zellen und schreibt dazu, ein Erwachsener solle sie einsetzen und wechseln. Franzis braucht einen 9-Volt-Block; ein Käufer bemängelt, das stehe nur unten auf der Schachtel. noDNA nennt als Batterietyp im Handel nur „Alkalisch oder Lithium“, keine Größe.
Nur InputMakers liefert die Stromquelle mit: eine Flachbatterie mit 4,5 Volt. Das Handbuch verlangt, die Schaltungen nur mit 4,5-Volt-Batterien zu betreiben, und verbietet, Batterie oder Glühlampen zu öffnen.
Das Batteriefach ist bei Kosmos verschraubt. Die Anleitung zu Easy Elektro rät, sich beim Öffnen mit einem passenden Kreuzschlitz-Schraubendreher von einem Erwachsenen helfen zu lassen. Dahinter steht die Norm für elektrisches Spielzeug: Laut der Inhaltsangabe von DIN Media zur Ausgabe 2021 dürfen Batterien von Spielzeug nicht zugänglich sein, und eine Schraube am Batteriegehäuse darf sich bei einer Kraft unter 20 Newton nicht lösen. Wer den Kasten verschenkt, sollte also einen kleinen Schraubendreher dazulegen.
Alle Anleitungen, die wir gelesen haben, wiederholen dieselben Batterieregeln: keine alten und neuen Zellen mischen, keine Akkus neben Batterien, auf die Polung achten, Akkus nur unter Aufsicht laden, leere Zellen herausnehmen. Buki und Kosmos ergänzen, die Anschlüsse dürften nicht kurzgeschlossen werden. Elektro & Co. fügt einen Satz hinzu, der im Alltag zählt: Batterien nicht zusammen mit Münzen oder einem Schlüsselbund aufbewahren.
Für die laufenden Kosten heißt das: Zwei AA-Zellen versorgen die drei Kästen mit 3 Volt, und Akkus sind erlaubt, solange sie nicht mit Batterien gemischt werden. Der 9-Volt-Block des Lernpakets ist der einzige, der nicht in jeder Schublade liegt.
Bevor der erste Versuch beginnt
Jeder dieser Kästen verlangt vor dem ersten Stromkreis einen Schritt, den die Verpackung nicht zeigt. Wer den Kasten verschenkt, kann diesen Schritt vorbereiten, damit der erste Nachmittag nicht mit einer Suche nach dem Schraubendreher beginnt.
Bei Kosmos ist es das Batteriefach. Es ist verschraubt, die Anleitung rät zu einem Erwachsenen mit Kreuzschlitz-Schraubendreher, und die zwei AA-Zellen liegen nicht bei. Danach folgen die Seiten „Die Bauteile stellen sich vor“ — bei Easy Elektro drei Seiten mit Nummern, die auf den meisten Bauteilen aufgedruckt sind, damit sich ähnliche Teile nicht verwechseln lassen.
Bei Buki ist es ein kleiner Bausatz. Die Rundumleuchte wird in fünf Schritten aus Motor, Zahnrad, LED, Kappen und Abdeckung zusammengesetzt und mit zwei Federn angeschlossen; die Anleitung verlangt dabei einen Erwachsenen, der zusieht und hilft. Erst dann folgen die Versuche.
Bei InputMakers ist es die Anleitung selbst: Sie liegt nicht bei, sondern als Datei zum Herunterladen, der Link steht auf der Verpackung. Wer kein gedrucktes Heft will, braucht ein Tablet oder einen Drucker. Danach kommt das Abisolieren der Drahtenden, für das eine Abisolierzange die beste der drei Möglichkeiten ist, die das Handbuch nennt.
Bei Franzis ist es die 9-Volt-Batterie, die nicht beiliegt, und ein Platz, an dem 28 kleine Bauteile nicht verloren gehen. Ein Käufer empfiehlt eine Pinzette. Bei noDNA beschreibt keine öffentliche Unterlage, was vor dem ersten Versuch zu tun ist.
Die Reihenfolge für Eltern ergibt sich daraus von selbst: Batterien und Werkzeug vor dem Auspacken besorgen, den Inhalt mit der Liste in der Anleitung abgleichen und den ersten Versuch gemeinsam bauen. Ein fehlendes Teil fällt so am ersten Tag auf, nicht am dritten.
Sechs Kästen an zehn Angaben
Die Tabelle stellt die sechs Kästen an denselben zehn Angaben nebeneinander. Wo eine Zelle „keine Angabe“ zeigt, haben weder Hersteller noch Handel etwas Prüfbares veröffentlicht.
| Kennwert | KosmosEasy Elektro – StartMittelklasse | KosmosElektro & Co.Einstieg | BukiElektronik-ExperteMittelklasse | noDNAElektronik Baukasten, 300 ExperimenteOberklasse | InputMakersElektro Kit Fortgeschritten (E5)Einstieg | FranzisLernpaket ElektronikEinstieg |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Alter laut Hersteller | 8 bis 12 Jahre | 8 bis 12 Jahre | 7 bis 10 Jahre laut Herstellerseite, im Sicherheitshinweis ab 8 | ab 8 Jahren | keine; laut Handbuch kein Spielzeug, nur unter Aufsicht eines qualifizierten Erwachsenen | nicht für Kinder unter 14 Jahren |
| Alter im Handel | 8 bis 12 Jahre | 8 bis 12 Jahre | 8 bis 18 Jahre | ab 8 Jahren | 0 bis 10 Jahre | empfohlen ab 14 Jahren |
| Verbindungssystem | Leitleisten mit 1 bis 7 Steckkontakten (Druckknöpfe) auf einer Basisplatte mit 10 × 7 Plätzen, bis zu drei Ebenen | grüne Steckverbinder (Kreuz, T, Winkel, gerade), Kabel mit Laschen, Kabel mit Krokodilklemmen | Drähte in drei Längen (10, 20, 30 cm) werden in nummerierte Federn auf einer Konsole geklemmt | Druckknopf-Bausteine („Klick-System“) | Krokodilklemmen, abisolierter Draht von der Rolle, Schraubklemmen an Fassungen und Schaltern | Laborsteckboard: Bauteile mit Drahtbeinen werden in Kontaktreihen gesteckt |
| Spannung und Batterie | 3 Volt aus zwei AA-Batterien (nicht enthalten), Schutzeinrichtung im Batteriefach | 3 Volt aus zwei AA-Batterien (nicht enthalten), Schutzeinrichtung im Batteriefach | 3 Volt aus zwei AA-Batterien (nicht enthalten); einsetzen soll sie ein Erwachsener | keine Angabe; im Handel Batterietyp „Alkalisch oder Lithium“ | 4,5 Volt aus einer Flachbatterie (enthalten) | 9 Volt aus einem Batterieblock (nicht enthalten) |
| Bauteile | Lämpchen, Motor, Relais, Summer, Messgerät, Spule, Reed-Schalter, Taster, Ein-Aus- und Umschalter | Lämpchen in drei Farben, Motor, Elektromagnet, zwei Umschalter, Taster, Magnete, Eisenpulver, Kompass | fest auf der Konsole: LED, Diode, Thyristor, Transistoren NPN und PNP, Widerstände, Licht-, Magnet- und Tastschalter, Ziffernanzeige, Lautsprecher | Lichtsensoren, Taster, Schalter, LEDs, Lautsprecher, Radio laut Anbieter; keine Stückliste | fünf Glühlampen 3,8 V / 0,3 A mit E10-Fassung, fünf Schalter, drei Taster, zwei Motoren mit Propeller, Summer | 28 Bauteile: LEDs, Widerstände, Transistoren, integrierte Schaltkreise, Operationsverstärker, Sensoren |
| Versuche | fünf Kapitel; eine Versuchszahl nennt der Hersteller nicht | 60 laut Angebot | mehr als 50 | 300 | keine Zahl genannt | 50 |
| Anleitung | 68 Seiten als PDF im Anleitungsarchiv des Herstellers | 64 Seiten, als PDF im Anleitungsarchiv des Herstellers | 28 Seiten in sechs Sprachen, als PDF auf der Herstellerseite | gedruckt, deutsch; nicht als Datei gefunden | PDF zum Herunterladen, Link auf der Verpackung; Handbuch in fünf Sprachen | 100 Seiten, gedruckt |
| Ersatzteile | 23 Teile in der Ersatzteilsuche des Herstellers | 24 Teile; die Anleitung nennt zu jedem Bauteil eine Artikelnummer | keine Angabe | keine Angabe | Lampen, Fassungen und Schalter als eigene Teilesets der Reihe | keine Angabe des Verlags |
| Erweiterung | kombinierbar mit Easy Elektro Light und Big Fun | gleiche Verbinderarten wie Der große Elektro-Workshop; ob sie zusammenpassen, sagt Kosmos nicht | keine Angabe | keine Angabe | Reihe E1 bis E8, vom Grundsatz bis zu Teilesets | das Steckbrett nimmt handelsübliche Bauteile auf |
| Herkunft | China | China | China | keine Angabe; Anbieter in Landsberg am Lech | China; Hersteller in Spanien | keine Angabe |
Einige Verweise auf dieser Seite sind Provisionslinks: Wird darüber gekauft, erhält daheimaktiv.de eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich dadurch nichts. Die Auswahl und die Reihenfolge der Produkte hängen nicht davon ab, ob ein Verweis provisioniert ist. Wie sich dieses Portal finanziertDas Schema und die Zuordnung der Verbindungssysteme sind unsere eigene Auswertung der Anleitungen und Herstellerseiten. Alle übrigen Angaben stammen von den Herstellern oder aus dem Datenfeld des Handels, die Bewertungszahlen von der Handelsseite mit Abrufdatum.
Drei Zeilen tragen die Entscheidung. Die Zeile „Verbindungssystem“ trennt geführtes von freiem Bauen. Die Zeile „Ersatzteile“ trennt Kästen, deren Bauteile einzeln zu haben sind, von solchen, bei denen ein verlorenes Teil das Ende eines Versuchs bedeutet. Und die Zeile „Erweiterung“ zeigt, wer an eine Reihe anschließt: Nur Kosmos und InputMakers nennen eine.
Die Zeile „Alter“ fällt auseinander, und zwar in beide Richtungen. Buki gibt auf der eigenen Seite 7 bis 10 Jahre an und im Sicherheitshinweis ab 8, der Handel 8 bis 18. InputMakers erscheint im Handel mit 0 bis 10 Jahren, das Handbuch nennt das Produkt dagegen „kein Spielzeug“. Franzis schließt Kinder unter 14 Jahren aus. Nur die beiden Kosmos-Kästen nennen beim Hersteller und im Handel dieselbe Spanne, 8 bis 12.
Die Zeile „Versuche“ ist die schwächste. 300, über 50, 60 und 50 stehen neben „fünf Kapitel“ und „keine Zahl“. Ob ein Versuch einen Draht umsteckt oder eine neue Schaltung aufbaut, sagt keine dieser Zahlen.
Wer nur eine Zeile lesen will, sollte „Anleitung“ wählen. Vier der sechs Kästen legen ihre Anleitung als Datei offen: Kosmos mit 68 und 64 Seiten, Buki mit 28 Seiten in sechs Sprachen, InputMakers mit einem Handbuch, dessen deutscher Teil 29 Seiten umfasst. Wer vor dem Kauf zehn Minuten in diese Dateien schaut, weiß mehr als nach jeder Produktbeschreibung.
Zwei Kästen, zwei Wege in die Elektrik
Eine Rangfolge ergibt sich aus dem Vergleich nicht. Zwei Kästen stehen aber am Anfang zweier unterschiedlicher Wege, und beide Gründe lassen sich in den Anleitungen nachlesen.
Wenn Schaltungen halten sollen, bis sie verstanden sind

Kosmos
Easy Elektro – Start
Wenn Transistor und Diode keine Fremdwörter bleiben sollen

Buki
Elektronik-Experte
Elektro & Co. hat keine Rolle bekommen, obwohl es der günstigere Kosmos-Kasten ist und einzeln nummerierte Bauteile hat. Für den ersten Kasten ist sein freies Stecken das schwierigere System; als zweiter Kasten nach einer Platte ist es eine gute Ergänzung. noDNA hat die beste Sternverteilung im Feld, aber keine Spannung, keine Stückliste und keine Anleitung als Datei — zu wenig, um eine Rolle zu begründen.
InputMakers und Franzis stehen außerhalb der Spielzeugwelt, das eine als Schulsatz, das andere als Lernpaket für Jugendliche. Beide haben ihren Platz auf dieser Seite, weil sie zeigen, wohin der Weg nach dem Kinderkasten führt: zum sichtbaren Draht und zum Steckbrett.
Beide Rollen lassen sich auch nacheinander besetzen. Ein Kind, das mit acht Jahren auf der Platte von Easy Elektro beginnt, kann mit zehn auf Bukis Konsole wechseln und dort zum ersten Mal einen Transistor schalten — oder bei Kosmos bleiben und Big Fun anstecken. Welcher Weg passt, hängt weniger am Alter als an der Frage, ob das Kind lieber einem Plan folgt oder einen Schaltplan liest.
Kosmos Easy Elektro Start: Leisten, Ebenen und ein Relais
Der Kasten erschien laut Kosmos im März 2019 und misst 432 mal 295 mal 68 Millimeter. Die Anleitung ist als Datei mit 68 Seiten im Anleitungsarchiv des Verlags hinterlegt. Sie gliedert sich in fünf Kapitel: Spannung, Strom und Widerstand; Reihen-, Parallel- und gemischte Schaltungen; Schalter und Taster; Magnetismus; das Relais. Zwischen den Kapiteln stehen „Nachgehakt“-Seiten mit Hintergrund zum Alltag.
Zum Inhalt gehören 20 Leitleisten mit einem bis sieben Kontakten, zwei Taster, ein Ein-Aus-Schalter, zwei Umschalter, ein Reed-Schalter im Glasröhrchen, ein Relais, ein Motor, ein Summer, ein Messgerät, eine Spule mit Eisenkern, ein Magnet, ein Kompass und ein Propeller. Das Relais ist das Bauteil, das den Kasten über einen reinen Lämpchen-Kasten hebt: Ein Stromkreis schaltet einen anderen, und daraus entstehen Alarmanlage und Codeschloss.
Die Sicherheitsseite der Anleitung ist ausführlich. Sie warnt vor verschluckten Magneten, verbietet Versuche an der Steckdose, verlangt, die Schutzeinrichtung im Batteriefach nicht zu manipulieren, und gibt den Kasten ab 8 Jahren frei, weil elektrische Komponenten zugänglich sind. An die Eltern schreibt Kosmos, das Set entspreche den europäischen Sicherheitsnormen für Experimentierkästen, die aber auch vorsähen, dass Eltern mit Rat und Tat zur Seite stehen.
| Alter laut Hersteller | 8 bis 12 Jahre |
|---|---|
| Alter im Handel | 8 bis 12 Jahre |
| Verbindungssystem | Leitleisten mit 1 bis 7 Steckkontakten (Druckknöpfe) auf einer Basisplatte mit 10 × 7 Plätzen, bis zu drei Ebenen |
| Spannung und Batterie | 3 Volt aus zwei AA-Batterien (nicht enthalten), Schutzeinrichtung im Batteriefach |
| Bauteile | Lämpchen, Motor, Relais, Summer, Messgerät, Spule, Reed-Schalter, Taster, Ein-Aus- und Umschalter |
| Versuche | fünf Kapitel; eine Versuchszahl nennt der Hersteller nicht |
| Anleitung | 68 Seiten als PDF im Anleitungsarchiv des Herstellers |
| Ersatzteile | 23 Teile in der Ersatzteilsuche des Herstellers |
| Erweiterung | kombinierbar mit Easy Elektro Light und Big Fun |
| Herkunft | China |
Mit 2.050 Stimmen und 4,7 Sternen ist er der meistbewertete Kasten im Feld. Die sichtbaren Bewertungen beschreiben ein Spektrum, das über die Altersangabe hinausgeht: ein zehnjähriger Neffe, der „ganz ohne Hilfe“ baut, eine Kita, die den Kasten täglich nutzt, ein fünfjähriger Sohn. Spanische Käufer vermissen eine Anleitung in ihrer Sprache.
Wer Start kauft und später Big Fun dazunimmt, bekommt zu den 23 Ersatzteilen von Start weitere 39 und ein System, das ohne Umbau wächst. Big Fun ist wie Start ab 8 Jahren freigegeben und hat mit 82 Prozent fünf Sternen bei 653 Stimmen eine ähnlich gute Verteilung.
Kosmos Elektro & Co.: Kreuzverbinder, Laschen, Krokodilklemmen
Elektro & Co. erschien im Oktober 2020 und misst 422 mal 290 mal 54 Millimeter. Die Anleitung stellt jedes Bauteil mit eigener Kosmos-Artikelnummer vor: den Batteriekasten, drei Lämpchen in Rot, Grün und Gelb, den Motor, zwei Umschalter, den Taster, die grünen Verbinder, zwei Kabel mit Laschen und ein Kabel mit Krokodilklemmen. Wer später ein Teil verliert, kann mit dieser Nummer gezielt nachfragen.
Die Anleitung spricht die Spannung so deutlich aus wie keine andere im Feld: Die Versuche würden mit der „sehr niedrigen und ungefährlichen elektrischen Spannung von nur 3 Volt“ ausgeführt. Zugleich steht beim Batteriekasten eine Warnung in Rot: Die beiden Anschlüsse nie direkt miteinander verbinden, Batterien und Kabel könnten heiß werden und explodieren. Und beim Krokodilkabel: auf keinen Fall in die Steckdose.
Thematisch ist der Kasten breiter als Easy Elektro Start, technisch einfacher. Er behandelt Leitfähigkeit — die Zusatzliste nennt Holz, Metall, Kunststoff und Textil zum Testen —, Magnete, Eisenpulver, einen selbstgebauten Kompass und den Elektromagneten. Relais und Messgerät fehlen. Laut Angebot sind es 60 Versuche auf 64 Seiten.
| Alter laut Hersteller | 8 bis 12 Jahre |
|---|---|
| Alter im Handel | 8 bis 12 Jahre |
| Verbindungssystem | grüne Steckverbinder (Kreuz, T, Winkel, gerade), Kabel mit Laschen, Kabel mit Krokodilklemmen |
| Spannung und Batterie | 3 Volt aus zwei AA-Batterien (nicht enthalten), Schutzeinrichtung im Batteriefach |
| Bauteile | Lämpchen in drei Farben, Motor, Elektromagnet, zwei Umschalter, Taster, Magnete, Eisenpulver, Kompass |
| Versuche | 60 laut Angebot |
| Anleitung | 64 Seiten, als PDF im Anleitungsarchiv des Herstellers |
| Ersatzteile | 24 Teile; die Anleitung nennt zu jedem Bauteil eine Artikelnummer |
| Erweiterung | gleiche Verbinderarten wie Der große Elektro-Workshop; ob sie zusammenpassen, sagt Kosmos nicht |
| Herkunft | China |
467 Stimmen und 4,5 Sterne, 88 Prozent vier oder fünf Sterne. Eine Bewertung lobt die stabilen Steckverbindungen und großen Bauteile, mit denen auch ein Sechsjähriger nach etwas Hilfe baute; eine andere findet die Zahl der Versuche zu gering. Eine dritte vermisst einen kleinen Magneten und fragt nach Ersatz.
Als erster Kasten ist Elektro & Co. die freiere, aber auch die fummeligere Wahl. Als zweiter Kasten nach einer Platte ist er eine sinnvolle Ergänzung, weil er das zeigt, was die Platte verbirgt: dass ein Stromkreis ein Weg ist, den man mit der Hand nachfahren kann.
Buki Elektronik-Experte: Federn, Drähte und echte Halbleiter
Der französische Hersteller verkauft den Kasten zu Hause als „Electronique expert“, die Schachtel misst 37,2 mal 9 mal 32,2 Zentimeter. Bevor das erste Experiment beginnt, wird gebaut: Eine Rundumleuchte aus Motor, Zahnrad, LED und farbigen Kappen entsteht aus Einzelteilen und wird mit zwei Federn an die Konsole angeschlossen. Die Anleitung verlangt, dass ein Erwachsener dabei zusieht und hilft.
Auf der Konsole sitzen Bauteile, die in den Kosmos-Kästen fehlen: Diode, Thyristor, NPN- und PNP-Transistor, Widerstände, eine Ziffernanzeige aus LED-Segmenten, ein Lichtsensor, ein Tastschalter, der auf einen angefeuchteten Finger reagiert, und ein Lautsprecher. Die Anleitung erklärt jedes in einem Satz — der Widerstand wirke „wie ein Hindernis“, das den Strom bremst und die Transistoren schützt.
Die Sicherheitsseite verlangt, vor jedem Experiment alle Anschlüsse zu prüfen, weil ein falscher Anschluss Bauteile beschädigen könne. Nach dem Versuch: Batterien heraus, Schalter aus, Drähte lösen. Keine fremden Bauteile anschließen, den Motor nicht blockieren, die Ohren nicht zu nahe an den Lautsprecher. Die Herstellerseite ergänzt einen Hinweis auf funktionsbedingte Spitzen und scharfe Kanten und verlangt enge Aufsicht durch einen Erwachsenen.
| Alter laut Hersteller | 7 bis 10 Jahre laut Herstellerseite, im Sicherheitshinweis ab 8 |
|---|---|
| Alter im Handel | 8 bis 18 Jahre |
| Verbindungssystem | Drähte in drei Längen (10, 20, 30 cm) werden in nummerierte Federn auf einer Konsole geklemmt |
| Spannung und Batterie | 3 Volt aus zwei AA-Batterien (nicht enthalten); einsetzen soll sie ein Erwachsener |
| Bauteile | fest auf der Konsole: LED, Diode, Thyristor, Transistoren NPN und PNP, Widerstände, Licht-, Magnet- und Tastschalter, Ziffernanzeige, Lautsprecher |
| Versuche | mehr als 50 |
| Anleitung | 28 Seiten in sechs Sprachen, als PDF auf der Herstellerseite |
| Ersatzteile | keine Angabe |
| Erweiterung | keine Angabe |
| Herkunft | China |
1.887 Stimmen, 4,4 Sterne. Eine Bewertung vom April 2026 meldet, in einer Abbildung seien Plus und Minus am Batteriesymbol vertauscht; ein Käufer aus Großbritannien berichtet von einer Achtjährigen, die ein Jahr später noch damit baut.
Die Anleitung hat 28 Seiten und setzt sechs Sprachen nebeneinander, was sie dichter macht als die Kosmos-Hefte. Ein Kind, das gut liest, findet sich schnell zurecht; ein Kind, das gerade lesen lernt, braucht für jeden Versuch einen Erwachsenen, der den deutschen Absatz zwischen den anderen fünf zeigt.
noDNA Elektronik Baukasten: 300 Versuche ohne Stückliste
Hinter der Marke steht ein Händler für Robotik und Elektronik aus Landsberg am Lech. Die Produktseite beschreibt ein „Klick-System“ mit Druckknöpfen, ein Lernquiz und eine bebilderte Anleitung auf Deutsch. Ein Lexikon-Eintrag desselben Anbieters zählt die Bausteine nach Gruppen auf: Leiterplatten zum Verbinden ohne Löten, Lichtsensoren, Taster und Schalter, LEDs und Lautsprecher, Batteriebetrieb mit niedriger Spannung.
Eine Zahl für diese Spannung, eine Stückliste oder eine Anleitung als Datei fanden wir nicht. Die Produktseite spricht von einem „kindersicheren Design“, mit dem Kinder „risikofrei“ experimentieren könnten, ohne eine Norm oder Prüfung zu nennen. Im Handel lautet der Warnhinweis „Nicht für Kinder unter 8 Jahren geeignet, Benutzung unter Aufsicht von Erwachsenen“ — der Wortlaut, den die Richtlinie für chemisches Spielzeug vorschreibt, hier auf einem Elektrokasten.
Die Zahl 300 ist die höchste im Feld. Eine Vier-Sterne-Bewertung ordnet sie ein: Viele der Experimente seien sehr ähnlich, und für ein achtjähriges Kind lasse das Interesse an den sich wiederholenden Schritten schnell nach. Dieselbe Bewertung lobt das System als gut, einfach und robust.
| Alter laut Hersteller | ab 8 Jahren |
|---|---|
| Alter im Handel | ab 8 Jahren |
| Verbindungssystem | Druckknopf-Bausteine („Klick-System“) |
| Spannung und Batterie | keine Angabe; im Handel Batterietyp „Alkalisch oder Lithium“ |
| Bauteile | Lichtsensoren, Taster, Schalter, LEDs, Lautsprecher, Radio laut Anbieter; keine Stückliste |
| Versuche | 300 |
| Anleitung | gedruckt, deutsch; nicht als Datei gefunden |
| Ersatzteile | keine Angabe |
| Erweiterung | keine Angabe |
| Herkunft | keine Angabe; Anbieter in Landsberg am Lech |
361 Stimmen, 4,8 Sterne, 89 Prozent fünf Sterne — die beste Verteilung im Feld. Mehrere Bewertungen beschreiben Kinder, die selbstständig bauen, darunter einen Achtjährigen, der sein eigenes Radio zusammensteckte. Eine Bewertung vermisst den Link zu einer Video-Anleitung.
Wer den Kasten trotz der dünnen Unterlagen erwägt, kann zweierlei tun: beim Anbieter nach Stückliste und Spannung fragen und nach dem Auspacken Inhalt und Warnhinweise auf dem Karton mit dem Angebot vergleichen. Laut Handel misst der Kasten 35 mal 25 mal 4 Zentimeter, der Anbieter nennt ein Versandgewicht von 0,90 Kilogramm.
InputMakers E5: ein Schulsatz mit Glühlampe und Flachbatterie
Der spanische Hersteller baut eine Reihe von acht Sätzen, vom Grundsatz E1 bis zu reinen Teilesets mit zehn oder 25 Lampen und Fassungen. E5 ist der größte vollständige Satz: fünf Glühlampen für 3,8 Volt und 0,3 Ampere in E10-Fassungen, fünf Schalter, drei Taster, zwei Motoren mit Propellern, ein Summer, fünf Messleitungen mit Krokodilklemmen, 4 Meter einadriger Draht und eine Flachbatterie mit 4,5 Volt — in einem gepolsterten Umschlag statt in einem Karton.
Das Handbuch steht als Datei in fünf Sprachen bereit; der Link steht auf der Verpackung. Es erklärt Generator, Schalter, Taster, Verbindungen und Verbraucher und verlangt etwas, das kein anderer Kasten verlangt: Der Draht muss an den Enden abisoliert werden, mit einer Abisolierzange, einer Schere oder, wie das Handbuch schreibt, „mit den Nägeln“. Die Schalter haben Kunststoffschrauben, die sich mit einer Büroklammer drehen lassen.
Der wichtigste Satz steht bei den Warnungen: Das Produkt sei nur für pädagogische Zwecke gedacht, nicht zum Spielen geeignet, kein Spielzeug und nur unter Aufsicht eines qualifizierten Erwachsenen zu verwenden. Im Handel erscheint dasselbe Produkt als Elektrobaukasten „für Kinder“ mit der Altersangabe 0 bis 10 Jahre.
| Alter laut Hersteller | keine; laut Handbuch kein Spielzeug, nur unter Aufsicht eines qualifizierten Erwachsenen |
|---|---|
| Alter im Handel | 0 bis 10 Jahre |
| Verbindungssystem | Krokodilklemmen, abisolierter Draht von der Rolle, Schraubklemmen an Fassungen und Schaltern |
| Spannung und Batterie | 4,5 Volt aus einer Flachbatterie (enthalten) |
| Bauteile | fünf Glühlampen 3,8 V / 0,3 A mit E10-Fassung, fünf Schalter, drei Taster, zwei Motoren mit Propeller, Summer |
| Versuche | keine Zahl genannt |
| Anleitung | PDF zum Herunterladen, Link auf der Verpackung; Handbuch in fünf Sprachen |
| Ersatzteile | Lampen, Fassungen und Schalter als eigene Teilesets der Reihe |
| Erweiterung | Reihe E1 bis E8, vom Grundsatz bis zu Teilesets |
| Herkunft | China; Hersteller in Spanien |
798 Stimmen, 4,3 Sterne, 6 Prozent ein Stern. Eine Ein-Stern-Bewertung beschreibt Schalter, deren Bodenplatte sich beim kräftigen Drücken löst. Eine Fünf-Sterne-Bewertung trifft den Kern des Satzes: Der Leiter von der Batterie zur Lampe solle ein Kabel sein „und nicht irgendeine Linie in einem Kasten“.
Die Reihe reicht vom Grundsatz E1 bis zu Teilesets mit 25 Lampen und 25 Fassungen; E5 ist der größte vollständige Satz. Für eine Familie mit zwei Kindern ist das ein Vorteil, den kein anderer Kasten hat: Eine zweite Lampe kostet keinen zweiten Kasten.
Franzis Lernpaket Elektronik: das Steckbrett ab 14
Das Lernpaket stammt aus einem Fachbuchverlag und hat eine ISBN. Sein Autor, Burkhard Kainka, war nach Verlagsangabe lange Physiklehrer und entwickelt seit 1996 Bausätze und Lernpakete. Der Verlag nennt es einen Klassiker, der komplett überarbeitet und um 3D-Aufbaubilder ergänzt wurde.
Im Paket liegen ein Laborsteckboard, 28 Bauteile und ein Handbuch mit 100 Seiten. Die 50 Versuche reichen von Stromkreisen mit LED und Widerstand über Transistorschaltungen bis zu integrierten Schaltkreisen und Operationsverstärkern; als Projekte nennt Franzis einen Timer, einen Lügendetektor und einen Generator für Meeresrauschen. Zusätzlich nötig ist ein 9-Volt-Block.
Unter „Hinweise“ steht der Satz, der das Paket von allen Kinderkästen trennt: Für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet. Bewertungen bestätigen den Abstand. Die Bauteile seien sehr klein, eine Pinzette helfe; „nicht für absolute Anfänger“, schreibt eine Drei-Sterne-Bewertung, und mehrere Käufer sind Erwachsene, die ihr Wissen auffrischen.
| Alter laut Hersteller | nicht für Kinder unter 14 Jahren |
|---|---|
| Alter im Handel | empfohlen ab 14 Jahren |
| Verbindungssystem | Laborsteckboard: Bauteile mit Drahtbeinen werden in Kontaktreihen gesteckt |
| Spannung und Batterie | 9 Volt aus einem Batterieblock (nicht enthalten) |
| Bauteile | 28 Bauteile: LEDs, Widerstände, Transistoren, integrierte Schaltkreise, Operationsverstärker, Sensoren |
| Versuche | 50 |
| Anleitung | 100 Seiten, gedruckt |
| Ersatzteile | keine Angabe des Verlags |
| Erweiterung | das Steckbrett nimmt handelsübliche Bauteile auf |
| Herkunft | keine Angabe |
359 Stimmen, 4,2 Sterne, 78 Prozent vier oder fünf Sterne. Eine Ein-Stern-Bewertung aus den Niederlanden meldet Aufgaben, die auch nach dem Nachbestellen von Bauteilen nicht funktionierten — ein Hinweis darauf, wie viel auf dem Steckbrett an einer einzigen falsch gesteckten Reihe hängt.
Für Eltern eines Zwölfjährigen ist das Paket deshalb eher ein Ziel als ein Geschenk. Wer zwei Jahre mit einem Kinderkasten gebaut hat, Schaltpläne lesen kann und wissen will, wie ein Operationsverstärker arbeitet, findet hier den nächsten Schritt — aber erst mit 14 Jahren, so wie der Verlag es schreibt.
Ein Verlag, ein Spielwarenhaus, ein Fachbuchverlag, ein Schulausstatter
Die sechs Kästen stammen von fünf Anbietern mit sehr unterschiedlicher Herkunft, und die Herkunft erklärt einen Teil der Unterschiede in den Unterlagen.
Kosmos ist ein Stuttgarter Verlag für Bücher, Spiele und Experimentierkästen. Das merkt man an den Anleitungen: 68 Seiten mit Kapiteln, Hintergrundseiten und Bauplänen, alle als Datei im eigenen Anleitungsarchiv, dazu eine Ersatzteilsuche nach Titel. Kosmos führt bei Elektrik drei Steckprinzipien parallel — Easy Elektro mit Platte, die Kreuzverbinder von Elektro & Co. und dem großen Elektro-Workshop, und Electro Power mit Baukastenteilen eines taiwanischen Systems.
Buki ist ein französischer Spielwarenhersteller. Seine Anleitungen erscheinen in sechs Sprachen nebeneinander, kurz und bildlastig, mit einer Seite pro Versuch. Die Herstellerseite nennt Alter, Batterien, Inhalt und Sicherheitshinweise in einem Block und verlinkt die Anleitung als Datei.
Franzis ist ein Fachbuchverlag für Elektronik und Technik. Das Lernpaket hat eine ISBN und einen namentlich genannten Autor, und es richtet sich ausdrücklich an Jugendliche und Erwachsene.
InputMakers ist ein spanischer Hersteller von Lehrmitteln. Seine Sätze sind für den Unterricht gebaut, mit einem Handbuch, das von Lehrkräften erstellt sein soll, und mit Teilesets, aus denen eine Schule Lampen und Fassungen nachkauft.
noDNA ist die Eigenmarke eines Händlers, der vor allem Robotik und Elektronikbauteile verkauft. Die Unterlagen beschränken sich auf Produkt- und Lexikonseiten.
Aus dieser Landschaft folgt ein brauchbares Muster: Je stärker ein Anbieter vom Buch herkommt, desto mehr steht vor dem Kauf zum Lesen bereit. Je stärker er vom Handel herkommt, desto mehr steht im Angebot und desto weniger in einer Anleitung.
Für Käufer heißt das auch: Die Altersangaben kommen aus verschiedenen Welten. Ein Verlag und ein Spielwarenhersteller schreiben 8 Jahre und begründen das mit elektrischen Teilen, die zugänglich sind. Ein Fachbuchverlag schreibt 14 Jahre, weil dort das Spielzeugrecht endet. Ein Lehrmittelhersteller schreibt gar kein Alter, sondern „unter Aufsicht eines qualifizierten Erwachsenen“.
EN IEC 62115: was die Norm für elektrisches Spielzeug regelt
Für Spielzeug mit Strom gilt die Norm EN IEC 62115, in Deutschland als DIN EN IEC 62115 vom April 2021, zugleich als VDE-Bestimmung 0700-210 eingestuft. Sie umfasst 134 Seiten und ersetzt die Ausgabe von 2016; eine Berichtigung folgte im Oktober 2022. Laut Inhaltsangabe von DIN Media gilt sie für Spielzeuge, die mindestens eine von Elektrizität abhängende Funktion haben, und ausdrücklich auch für elektrische Baukästen, Funktionsspielzeug, Videospielzeug und elektrische Experimentierkästen.
Die Norm behandelt die Sicherheit, soweit sie auf Elektrizität beruht, einschließlich Funk, Datenübertragung und Strahlung. Was nicht elektrisch ist — Kleinteile, Kanten, Magnete — regeln andere Teile der Spielzeugnormen. Der TÜV SÜD hebt aus der Fassung von 2020 hervor, dass sie Spielzeug mit jeder Stromquelle erfasst, ob Batterie, Transformator, Solarzelle oder induktive Übertragung, und neue Warnhinweise für Knopf- und Münzzellen einführt.
DIN Media nennt weitere Änderungen gegenüber der Vorgängerausgabe: eine neue Prüfung für Spielzeug, das über USB versorgt wird, ein veränderter Hammerschlagtest mit drei Schlägen zu je 0,5 Joule, eine neue Prüfmethode für LEDs und Regeln für Batteriefächer. Batterien dürfen nicht zugänglich sein, Schrauben am Batteriegehäuse müssen einer Kraft von 20 Newton standhalten, und kein Spielzeug darf freie Kabel ohne Stecker haben. Ob und wie diese letzte Regel für Experimentierkästen mit Kabelrollen gilt, lässt sich aus der Inhaltsangabe nicht ablesen.
Über der Norm steht das Gesetz. Die Spielzeugrichtlinie begrenzt die Nennspannung von elektrischem Spielzeug auf 24 Volt Gleichspannung, verlangt Isolierung, Schutz vor heißen Oberflächen, vor Brand und vor Gefahren bei vorhersehbaren Fehlern und verbietet, dass ein Transformator Teil des Spielzeugs ist. Die neue Spielzeugverordnung (EU) 2025/2509 gilt ab dem 1. August 2030 und hebt die Richtlinie dann auf.
Was die Norm nicht prüft: ob ein Versuch gelingt, ob eine Anleitung verständlich ist, ob Teile nachkaufbar sind. Das bleibt Sache des Herstellers — und Gegenstand dieser Seite.
Für Käufer ist die Norm vor allem an einer Stelle sichtbar: am Warnhinweis. Kosmos druckt bei Easy Elektro und Elektro & Co., der Kasten sei ausschließlich für Kinder ab 8 Jahren bestimmt, weil elektrische Komponenten zugänglich sind, und Anweisungen für Eltern seien enthalten und zu befolgen. Buki schreibt auf der Herstellerseite, der Kasten sei nur für Kinder ab 8 Jahren. Bei Franzis und InputMakers fehlt ein solcher Satz, weil beide sich nicht als Spielzeug verstehen.
Kurzschluss, Wärme, Steckdose: was die Anleitungen verbieten
Bei 3 bis 9 Volt ist ein elektrischer Schlag über die Haut kein Thema. Die Gefahr in diesen Kästen ist eine andere: der Kurzschluss. Verbindet ein Draht die beiden Pole einer Batterie direkt, fließt ein hoher Strom, Batterie und Leitung werden heiß, und im schlimmsten Fall platzt die Zelle. Kosmos schreibt das in beide Anleitungen, Buki und InputMakers ebenfalls.
Kosmos baut dagegen eine Schutzeinrichtung ins Batteriefach ein, in der Anleitung als PTC bezeichnet. Ein solches Bauteil erhöht seinen Widerstand stark, wenn es warm wird, und begrenzt so den Strom. Die Anleitung warnt ausdrücklich, sie dürfe nicht manipuliert werden; sonst drohten überhitzte Leitungen, auslaufende Batterien und übermäßige Wärme. Bei Buki übernimmt der Erwachsene diese Rolle: Er setzt die Batterien ein, und nach jedem Versuch werden sie wieder herausgenommen.
Die zweite Regel steht in jeder Anleitung, die wir gelesen haben: keine Versuche an der Steckdose. Kosmos schreibt, die 230 Volt des Lichtnetzes seien lebensgefährlich, und druckt beim Krokodilkabel von Elektro & Co. noch einmal in Rot: Steckdosenstrom ist tödlich. Buki und InputMakers verbieten jede andere Stromquelle als die vorgesehene Batterie.
Drei weitere Punkte betreffen Bauteile. Ein blockierter Motor kann laut Buki überhitzen. Magnete können, wenn kleine Kinder sie verschlucken, sich im Darm gegenseitig anziehen; Kosmos warnt davor und dazu vor Magneten in der Nähe von Bildschirmen, Datenträgern und Karten. Und ein Lautsprecher gehört nicht ans Ohr.
Beim noDNA-Kasten steht im Handel ein Warnhinweis, den die Richtlinie wörtlich für chemisches Spielzeug vorschreibt: nicht für Kinder unter 8, Benutzung unter Aufsicht. Was dieser Satz bei Chemiekästen bedeutet, erklärt unser Vergleich der Chemiebaukästen; auf einem Elektrokasten ist er ungewöhnlich, aber kein Mangel.
Eine praktische Folge aus allen fünf Punkten: Der Kasten gehört nach dem Versuch zu, die Batterien gehören heraus, und Drähte, Klemmen und Kabel werden gelöst. So steht kein halber Stromkreis über Nacht, und kein jüngeres Geschwisterkind findet eine Batterie mit Draht daran.
Zwei Kästen, die kein Spielzeug sein wollen
Spielzeug ist nach der Richtlinie, was zum Spielen für Kinder unter 14 Jahren bestimmt ist. Zwei Kästen in diesem Vergleich ziehen sich ausdrücklich aus dieser Definition zurück, auf verschiedenen Wegen.
Franzis schreibt auf sein Lernpaket: für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet. Damit ist die Altersgrenze genau dort gezogen, wo das Spielzeugrecht endet. Das Paket ist ein Lernmittel für Jugendliche und Erwachsene, und die Bewertungen bestätigen es: kleine Bauteile, Pinzette, Vorwissen von Vorteil.
InputMakers geht einen anderen Weg. Das Handbuch nennt den Satz ein Produkt für pädagogische Zwecke, nicht zum Spielen, kein Spielzeug, nur unter Aufsicht eines qualifizierten Erwachsenen. Die Richtlinie kennt eine passende Ausnahme: Anhang I nimmt Produkte aus, die für den Unterricht an Schulen und sonstige Ausbildungssituationen unter Aufsicht eines erwachsenen Ausbildners bestimmt sind, etwa wissenschaftliche Geräte. Im Handel erscheint derselbe Satz allerdings als Elektrobaukasten für Kinder, mit 0 bis 10 Jahren im Altersfeld.
Für Eltern ist das keine Spitzfindigkeit. Ein Spielzeug muss die Spielzeugnormen erfüllen, auch die für elektrisches Spielzeug; ein Lehrmittel unter Aufsicht muss das nicht im selben Umfang. Wer den InputMakers-Satz für ein Kind kauft, kauft also ein Unterrichtsmaterial und übernimmt die Rolle der Lehrkraft — so, wie das Handbuch es verlangt. Das kann eine gute Entscheidung sein, gerade wegen der echten Fassungen und Lampen. Es sollte aber eine bewusste sein.
Wo die Grenze zwischen Spielzeug und anderem verläuft, beschäftigt auch andere Warengruppen; am Beispiel von Rollern zeigt es unser Beitrag über Roller zwischen Spielzeug und Sportgerät.
Praktisch bedeutet die Rolle der Lehrkraft dreierlei: den Draht abisolieren, bevor das Kind es mit den Fingernägeln versucht, die Flachbatterie nach dem Versuch abklemmen und die Glühlampen nicht anfassen lassen, solange sie warm sind. Das Handbuch sagt es nicht so ausführlich, aber es folgt aus seinen eigenen Warnungen.
Ein Bauteil fällt aus: reparieren oder ersetzen
Elektrokästen haben Verschleißteile. Glühlämpchen brennen durch, Motoren verlieren Leistung, Federn leiern aus, Druckknöpfe lockern sich, Batteriefächer korrodieren, wenn leere Zellen darin bleiben. Die Bewertungen nennen konkrete Fälle: ein Motor, der nach fünf Minuten stehen blieb, defekte LEDs, eine fehlende Kleinigkeit, mit der ein ganzer Aufbau nicht mehr funktioniert.
Der erste Schritt ist immer derselbe, und die Anleitungen beschreiben ihn: Batterien prüfen und neu einsetzen, dann jede Verbindung einzeln. Buki rät, Drähte und Federn zu kontrollieren; bei Kosmos sind es die Ebenen und die Pluszeichen auf Motor, Messgerät und Summer. Ein Lämpchen lässt sich mit einem zweiten, sicher funktionierenden Bauteil gegenprüfen: Leuchtet das andere an derselben Stelle, liegt es am Lämpchen.
Der zweite Schritt hängt am System. Bei Kosmos führt der Weg über die Ersatzteilsuche, bei Elektro & Co. sogar mit Artikelnummer aus der Anleitung. Bei InputMakers lassen sich Lampen und Fassungen als Teileset der Reihe beschaffen, und weil es Normteile sind — Glühlampen mit E10-Sockel, Draht, Krokodilklemmen —, auch im Elektronikhandel. Auf dem Franzis-Steckbrett ist jedes Bauteil ein Standardteil mit Drahtbeinen.
Bei Buki und noDNA endet der Weg früher. Buki baut Halbleiter und Schalter fest in die Konsole ein und nennt keinen Ersatzteilweg; fällt ein Transistor aus, fällt mit ihm jede Schaltung aus, die ihn braucht. noDNA nennt weder eine Stückliste noch Ersatzteile.
Daraus ergibt sich eine einfache Entscheidung. Ist das ausgefallene Teil ein Normteil oder beim Hersteller einzeln zu haben, wird repariert. Ist es fest verbaut oder ein Sonderteil ohne Bezugsweg, entscheidet der Rest des Kastens: Funktionieren die meisten Versuche noch, lebt man mit der Lücke. Hängen sie alle am selben Teil, ist der Kasten am Ende — und die Frage nach dem Ersatzteilweg hätte vor dem Kauf gestellt werden sollen.
Welche Teile es einzeln gibt
Kosmos betreibt als einziger Verlag im Feld eine Ersatzteilsuche, in der man nach dem Titel eines Kastens sucht und dessen Teile einzeln bestellt. Für Easy Elektro Start führt sie 23 Teile, für Elektro & Co. 24. Die Geschwister in derselben Suche: Easy Elektro Light mit 12 Teilen, Big Fun mit 39, Electro Power mit 29, der große Elektro-Workshop mit 50.
Elektro & Co. hat dabei einen Vorteil, den die Ersatzteilsuche allein nicht zeigt: Die Anleitung nennt bei jedem Bauteil die Kosmos-Artikelnummer, vom Batteriekasten 704484 bis zum Krokodilkabel 704486. Wer anruft oder schreibt, muss nicht beschreiben, welches grüne Teil fehlt.
InputMakers verkauft Teile als eigene Sätze der Reihe: zehn oder 25 Lampen mit Fassungen, zehn Schalter. Das ist auf Schulen zugeschnitten, die ganze Klassensätze nachrüsten, funktioniert aber auch für eine Familie. Wer nur eine Lampe braucht, findet eine Glühlampe mit E10-Sockel und 3,8 Volt auch einzeln im Elektronikhandel.
Buki, noDNA und Franzis nennen keinen Ersatzteilweg. Bei Franzis wiegt das am wenigsten, weil die Bauteile Standardware sind — eine LED, ein Widerstand, ein Transistor desselben Typs lassen sich im Elektronikhandel kaufen. Bei Buki und noDNA, deren Bauteile eigens für das System gebaut sind, wiegt es am schwersten. Wie unterschiedlich Verlage den Nachschub bei Gesellschaftsspielen lösen, zeigt unser Überblick über Ersatzteilwege von Spieleverlagen.
Eine Käuferin von Elektro & Co. schreibt, ihr fehle einer der kleinen Magnete und sie brauche Ersatz. Genau für diesen Fall ist die Ersatzteilsuche gedacht. Bei einem Kasten ohne Ersatzteilweg wäre dieselbe Bewertung das Ende des Magnetkapitels.
Vor dem Kauf genügt eine Minute für diese Prüfung: den Titel des Kastens in die Ersatzteilsuche des Herstellers eingeben und schauen, ob Teile erscheinen. Bei Kosmos erscheinen für die Elektrokästen zwischen 12 und 50 Teile; bei Kästen anderer Themen steht dort mitunter „Keine Ersatzteile verfügbar“.
Erweitern statt ersetzen: was an welche Reihe anschließt
Ein Elektrokasten ist selten der letzte. Wer nach einem Jahr mehr will, steht vor der Wahl, ob der zweite Kasten an den ersten anschließt oder neben ihm liegt. Die Hersteller beantworten das sehr unterschiedlich.
Easy Elektro ist die geschlossenste Reihe. Kosmos schreibt bei Start, Light und Big Fun jeweils, der Kasten sei mit allen Kästen der Reihe kombinierbar. Big Fun bringt das, was Start fehlt: Sound-, Alarm- und FM-Radio-Modul, Feuchte- und Lichtsensor, Mikrofon, Leuchtdioden, Transistoren, Potentiometer und Kondensatoren. Wegen des Radios veröffentlicht Kosmos dafür eine Konformitätserklärung nach der Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU.
Elektro & Co. hat mit dem großen Elektro-Workshop einen Verwandten im selben Verlag. Er arbeitet mit denselben Verbinderarten — Kreuz, T, I und L —, ist ab 10 Jahren freigegeben, braucht vier AA-Zellen, also 6 Volt, und enthält über 130 Versuche mit Timer-Baustein, Transistoren, Kondensatoren und einem Wechselstromgenerator. Ob sich die Teile beider Kästen mischen lassen, sagt Kosmos nicht ausdrücklich.
InputMakers denkt in Klassensätzen: Mehr Lampen, mehr Fassungen, mehr Schalter, aber kein neues System. Franzis braucht keine Reihe; das Steckbrett nimmt jedes handelsübliche Bauteil mit Drahtbeinen auf. Buki und noDNA nennen keine Erweiterung.
Wie die Kästen des Clusters insgesamt zusammenhängen — erste Kästen, Chemie, Kristalle, Strom —, ordnet die Übersichtsseite des Clusters nach Material, Aufsicht und Nachschub.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Wer heute einen ersten Kasten kauft und weiß, dass das Interesse wachsen wird, sollte das System nach der Reihe wählen, nicht nach dem Kasten. Der günstigere Einstieg in eine Reihe ist oft besser als der vollere Kasten ohne Fortsetzung. Bei Kosmos sind die Kästen der Easy-Elektro-Reihe ab 8 Jahren freigegeben, der große Workshop ab 10.
Vom Druckknopf zum Steckbrett: wann der Wechsel ansteht
Der Weg in die Elektronik führt fast immer vom geführten zum freien System. Am Anfang stehen vergossene Bauteile, die nur auf eine Art passen; am Ende lose Bauteile mit Drahtbeinen, die überall hineinpassen — auch an die falsche Stelle. Zwischen beiden liegt ein Sprung, den kein Kasten im Feld vollständig abfedert.
Drei Anzeichen sprechen dafür, dass ein Kind bereit ist. Es baut Schaltungen um, statt den nächsten Plan aufzuschlagen. Es fragt, was in einem Bauteil steckt, das bei Kosmos nur als Symbol auf einer Kunststoffkappe erscheint. Und es liest einen Schaltplan, ohne auf das Bild daneben zu schauen. Buki übt genau diese dritte Fähigkeit, weil jeder Versuch Verdrahtungsliste und Schaltplan nebeneinander zeigt.
Der Sprung selbst ist größer, als die Kartons verraten. Das Franzis-Lernpaket ist für Jugendliche ab 14 gedacht, und die Bewertungen nennen die Hürden: sehr kleine Bauteile, eine Pinzette, Vorwissen, eine Batterie, die nicht beiliegt. Eine Schaltung, die nicht funktioniert, hat auf dem Steckbrett viele mögliche Ursachen — ein Bein in der falschen Reihe genügt.
Wer dazwischen einen Zwischenschritt will, findet ihn im eigenen Haus. Der große Elektro-Workshop von Kosmos ab 10 Jahren arbeitet noch mit Steckverbindern, enthält aber Transistoren, Kondensatoren und einen Timer-Baustein. Der InputMakers-Satz zeigt einen anderen Zwischenschritt: offene Drähte, echte Fassungen, Schraubklemmen, ohne Halbleiter.
Und wer schon weiter will, als ein Lernpaket reicht, landet bei Mikrocontrollern und Programmiersätzen. Die sind ein eigenes Thema und nicht Gegenstand dieses Vergleichs.
Zeitlich liegen zwischen dem ersten Kasten ab 8 Jahren und dem Steckbrett ab 14 Jahren sechs Jahre. Wer sie mit einer Reihe überbrückt, braucht selten mehr als zwei Kästen: einen Einstieg und eine Erweiterung, bei Kosmos etwa Start und Big Fun oder Elektro & Co. und den großen Workshop.
Weitergeben an Geschwister: Batteriefach, Kontakte, Kleinteile
Elektrokästen überleben ihr erstes Kind oft, weil die Bauteile sich kaum verbrauchen. Ob sie beim zweiten Kind noch funktionieren, entscheidet sich meist am Tag, an dem der Kasten ins Regal kommt.
Die wichtigste Regel steht in allen Anleitungen: Batterien heraus, wenn der Kasten länger liegt. Eine vergessene Zelle kann auslaufen und die Kontakte im Fach angreifen; bei Kosmos sitzt in diesem Fach die Schutzeinrichtung, ohne die der Kasten nicht weiter benutzt werden soll. Buki verlangt, nach jedem Versuch die Batterien zu entnehmen und die Drähte zu lösen — bei einem Federsystem schont das auch die Federn.
Die zweite Frage ist die nach den Kleinteilen. Alle Kästen tragen die Warnung, sie seien für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet, und die Kosmos-Kästen enthalten kleine Magnete. Wer ein jüngeres Geschwisterkind im Haus hat, braucht für den Kasten einen Platz außer Reichweite, auch wenn das ältere Kind längst allein baut.
Die dritte Frage betrifft das Alter. Die Kästen sind ab 8 Jahren freigegeben, Kosmos begründet das mit zugänglichen elektrischen Komponenten. Für ein Kind von fünf oder sechs ist ein Elektrokasten also ein gemeinsames Projekt, keine Weitergabe. Was Kinder in diesem Alter allein schaffen, untersucht unser Vergleich der Experimentierkästen ab 6.
Bei der Weitergabe hilft eine Bestandsliste. Kosmos und Buki drucken den Inhalt mit Stückzahlen in die Anleitung, Elektro & Co. sogar mit Artikelnummern. Wer den Kasten mit der Liste einräumt, weiß beim nächsten Öffnen, was fehlt — und bei Kosmos, wo es Ersatz gibt.
Auch der Zustand der Anleitung zählt. Bei Kosmos und Buki lässt sich ein verlorenes oder zerfleddertes Heft als Datei ersetzen, bei InputMakers ist die Datei ohnehin die Anleitung. Wer einen Kasten gebraucht kauft oder geschenkt bekommt, sollte deshalb zuerst prüfen, ob die passende Datei beim Hersteller noch liegt.
Karton, Tisch und Regal: was die Systeme an Platz brauchen
Elektrokästen unterscheiden sich im Platzbedarf stärker, als die Fotos zeigen, weil das Verbindungssystem bestimmt, ob ein Aufbau stehen bleiben kann.
Die Kartons der Kosmos-Kästen liegen bei rund 43 mal 30 Zentimetern: Easy Elektro Start misst 432 mal 295 mal 68 Millimeter, Elektro & Co. 422 mal 290 mal 54 Millimeter, Big Fun 433 mal 307 mal 67 Millimeter. Light ist mit 327 mal 223 mal 66 Millimetern deutlich kleiner. Buki stellt seine Schachtel hochkant: 37,2 mal 32,2 Zentimeter bei nur 9 Zentimetern Tiefe. Die Konsole ist zugleich Arbeitsfläche, ein Aufbau lässt sich mit ihr ins Regal tragen.
Die Basisplatte von Easy Elektro hat dieselbe Eigenschaft. Was auf ihr steckt, hält, und eine halb fertige Schaltung übersteht den Weg vom Esstisch ins Kinderzimmer. Bei Elektro & Co. und beim InputMakers-Satz ist das anders: Der Stromkreis liegt lose auf dem Tisch und muss am Abend abgebaut werden, wenn der Tisch gebraucht wird.
Der InputMakers-Satz ist mit 19,4 mal 13,3 mal 2,5 Zentimetern der kleinste im Feld, ein gepolsterter Umschlag statt eines Kartons. Für die Aufbewahrung ist eine eigene Box sinnvoll, weil Lampen, Fassungen und Klemmen sonst lose liegen. noDNA gibt 35 mal 25 mal 4 Zentimeter an.
Das Franzis-Steckbrett ist klein, aber seine Bauteile sind kleiner. Wer es benutzt, braucht eine Unterlage, auf der ein Widerstand nicht in eine Ritze rollt, und eine Sortierschachtel. Eine Bewertung bemängelt genau das: Die Bauteile seien lieblos zusammengestellt und schwer zu erkennen und zu sortieren.
Was Käufer bemängeln — und was nicht
Gelesen haben wir die Bewertungen, die die Produktseiten ohne Anmeldung zeigen, und die Sterneverteilung. Für eine Statistik reicht das nicht, aber die Beschwerden ordnen sich klar.
Defekte Bauteile. Am häufigsten bei Kästen außerhalb der Auswahl. Bei Electro Power von Kosmos, mit 13 Prozent Ein-Stern-Stimmen, melden Käufer einen Motor, der nach wenigen Minuten ausfiel, und ein Batteriefach ohne Funktion. Beim Elektro-Labor von Clementoni, mit 26 Prozent Ein-Stern-Stimmen und 3,3 Sternen, sind es defekte LEDs und Sicherungen. In der Auswahl selbst bleiben die Ein-Stern-Anteile zwischen 1 und 6 Prozent.
Zu schwer für das Alter. Beim Elektro-Labor von Clementoni schreibt eine Familie, die Angabe ab 8 sei daneben, sie würde den Kasten nicht vor 12 geben. Bei Electro Power heißt es, allein sei es für Achtjährige schwer. Beim Franzis-Lernpaket sind es Erwachsene, die „nicht für absolute Anfänger“ schreiben.
Sprache. Kosmos-Kästen kommen mit deutscher Anleitung, auch wenn sie nach Spanien, Italien oder Schweden verkauft werden. Für Käufer in Deutschland ist das kein Problem, für mehrsprachige Familien schon.
Zu wenig. Bei Elektro & Co. die Zahl der Versuche, bei noDNA ihre Ähnlichkeit, bei InputMakers die Zahl der Kabel.
Was fast nicht vorkommt, sind Beschwerden über Sicherheit. Kein sichtbarer Text berichtet von heißen Batterien oder einem Kurzschluss. Bemerkenswert ist eine andere Häufung: Viele positive Bewertungen beschreiben Kinder von fünf und sechs Jahren, also unter der Altersangabe. Was eine Zahl auf dem Karton bedeutet und wer sie setzt, erklärt unser Beitrag über Altersangaben auf Spielkartons.
Bei den Sternen fällt die Auswahl eng zusammen: 94 Prozent vier oder fünf Sterne bei Easy Elektro Start, 96 Prozent bei noDNA, 88 Prozent bei Elektro & Co., 86 Prozent bei Buki, 85 Prozent bei InputMakers, 78 Prozent beim Franzis-Lernpaket. Die Unterschiede liegen weniger im Urteil als in der Zahl der Stimmen, von 359 bis 2.050.
Sieben Fragen bis zum passenden System
Die Fragen lassen sich mit Ja oder Nein beantworten. Jede schließt ein System aus oder rückt eines nach vorn.
1. Ist das Kind jünger als acht? Dann ist jeder Kasten hier ein gemeinsames Projekt mit einem Erwachsenen. Die Platte von Easy Elektro verzeiht dabei am meisten.
2. Soll eine Schaltung stehen bleiben, wenn jemand an den Tisch stößt? Ja spricht für die Platte mit Druckknöpfen, nein lässt Kabel und Steckverbinder zu.
3. Will das Kind wissen, was ein Transistor tut? Ja führt zu Buki oder zu Big Fun als Erweiterung von Easy Elektro. Nein genügt Start oder Elektro & Co.
4. Soll der Kasten in zwei Jahren wachsen können? Ja heißt Easy Elektro mit seinen Geschwistern oder Elektro & Co. mit dem großen Workshop. Bei Buki und noDNA endet die Reihe mit dem Kasten.
5. Ist ein Ersatzteilweg wichtig? Ja spricht für Kosmos oder für Normteile wie bei InputMakers und Franzis.
6. Soll der Draht sichtbar sein? Ja führt zu Elektro & Co. oder zum InputMakers-Satz, mit dem Vorbehalt, dass das Handbuch ihn kein Spielzeug nennt.
7. Ist das Kind 14 oder älter und hat schon gebaut? Dann ist das Steckbrett von Franzis der nächste Schritt, mit Pinzette und 9-Volt-Block.
Vor dem Kauf eines Elektrokastens nachsehen
Abgeleitet aus den Anleitungen und Herstellerseiten der sechs Kästen dieses Vergleichs, Stand 3. Oktober 2026.
Was das Schema offen lässt