Kinderkamera Sofortbild: 0 bis 300 Bilder im Karton
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Packungsangaben statt Geschenkprosa
Kinderkamera mit Sofortbild: warum die meisten keine Sofortbilder machen
Die meisten Sofortbildkameras für Kinder machen keine Sofortbilder. Aus ihnen kommt ein Ausdruck auf Thermopapier: dunkel, wo der Druckkopf heizt, hell, wo er es nicht tut. Für die Artist schreibt Hoppstar es ohne Umweg hin, die Kamera nutze „heat-sensitive paper“ und drucke schwarz-weiß. AgfaPhoto nennt die Realikids Instant Cam „eine Sofortbildkamera ohne Tinte“, VTech die Print Cam eine Kamera „mit eingebautem Thermodrucker“.
Ein Sofortbild im ursprünglichen Sinn ist ein belichteter Film, der sich nach der Aufnahme selbst entwickelt. Im Feld dieser Seite tut das nur die Fujifilm instax mini 13: Bild 62 × 46 Millimeter, Entwicklung in etwa 90 Sekunden, Farbe. Bei den anderen vier handelt es sich um Digitalkameras mit einem kleinen Drucker, der eine Kopie des gespeicherten Fotos auf Papier bringt.
Ein Mangel ist das nicht, aber es verschiebt die Kauffrage. Mit einer Druckkamera kauft man ein Papierformat mit: wie viele Bilder im Karton liegen, wie viele eine Rolle hergibt, wer die Rolle nachliefert und was der Hersteller über ihre Stoffe schreibt. Diese Fragen beantworten die Datenblätter sehr unterschiedlich gut — von null bis 300 Bildern im Karton, von einer veröffentlichten Rollenlänge bis zu gar keiner Angabe.
Was folgt, misst die fünf Kameras an genau diesen Angaben. Bildqualität bewerten wir nicht, weil wir nicht gedruckt haben; wo eine Zahl fehlt oder sich widerspricht, steht das offen da.
Kinderkamera mit Drucker: vier Verfahren und die Zahlen am Druckkopf
Stiftung Warentest hat 2019 Sofortbildkameras und Mini-Fotodrucker geprüft und dazu drei Verfahren erklärt. Beim chemischen Verfahren ist der Bildrand mit einer Entwicklerflüssigkeit gefüllt, die nach der Aufnahme ausgewalzt wird; Schütteln helfe dabei nicht. So arbeiten laut Warentest Fujifilm, Leica, Polaroid Originals und Rollei.
Bei Zero Ink stecken die Farbpigmente schon im Fotopapier und werden durch unterschiedliche Temperaturen aktiviert, genannt sind Canon, HP und Polaroid. Bei der Thermosublimation wird eine Folie mit drei Farbwachsen für die Grundfarben erhitzt, und das Bild überträgt sich Farbe für Farbe aufs Papier, etwa bei Kodak und LG.
Keine der vier Druckkameras dieser Seite nutzt eines der drei. Sie drucken direkt auf wärmeempfindliches Papier, das an den erhitzten Stellen dunkel wird; eine Farbfolie gibt es nicht. Deshalb ist der Ausdruck schwarz-weiß. Eine Ausnahme bildet das Color-Burst-Papier der myFirst Insta 20, dem der Hersteller „dual-color effects“ zuschreibt: Schwarz plus Blau, Rot oder Orange. Vollfarbe ist das nicht.
Daraus folgt für den Kauf eine einfache Trennlinie. Thermodruck braucht kein Farbband, keine Kartusche und keinen Film, nur Papier, und er druckt eine Kopie eines Bildes, das in der Kamera gespeichert bleibt. Film liefert Farbe, verbraucht aber je Bild ein Blatt und hinterlässt keine Datei. Wer zwischen beiden wählt, wählt zwischen Original und Kopie.
Wie schnell und wie fein gedruckt wird, steht nur auf zwei der fünf Herstellerseiten. Hoppstar verspricht für die Artist ein Foto in 3 Sekunden. myFirst gibt für die Insta 20 eine Druckauflösung von 203 dpi an und schreibt auf der internationalen Seite „as little as 7 seconds“, auf der US-Seite „under 10 seconds“. VTech und AgfaPhoto nennen weder Zeit noch Auflösung.
Über das Nachkaufen entscheidet die Papierbreite. VTech nennt für die Rolle der Print Cam 57 Millimeter Breite und 10 Meter Länge, AgfaPhoto für die Nachfüllrolle ATP3WH das Format 57 × 30 Millimeter. myFirst gibt das Papier der Insta 20 mit 54 × 82 Millimetern an, bedruckt werden davon 54 × 72 Millimeter. Von Hoppstar gibt es nur die Größe des Fotos: ca. 8 × 5 Zentimeter.
Beim Film gelten andere Zeiten. Fujifilm nennt für die instax mini 13 eine Entwicklungszeit von ca. 90 Sekunden, abhängig von der Umgebungstemperatur; der Film misst 86 × 54 Millimeter, das Bild darauf 62 × 46 Millimeter. Bis das Bild fertig ist, vergeht damit rund dreißigmal so viel Zeit wie beim Ausdruck der Artist (eigene Rechnung, 90 zu 3 Sekunden) — dafür ist es farbig.
Auch die Fläche lässt sich aus den Maßen rechnen. Der Ausdruck der Instant Cam mit 5,7 × 10 Zentimetern hat 57 Quadratzentimeter, das Foto der Artist 40, die Druckfläche der Insta 20 knapp 39 und das instax-Bild 28,5 (eigene Rechnung). Der größte Kinderausdruck ist damit doppelt so groß wie das Filmbild.
Welche fünf Kameras hier stehen und welche fehlen
Aufgenommen sind Druck- und Sofortbildkameras, deren Hersteller eigene Datenblätter veröffentlichen, mit Papierangaben, die sich nachlesen lassen. Das sind die KidiZoom Print Cam von VTech, die Artist von Hoppstar, die Realikids Instant Cam von AgfaPhoto, die Camera Insta 20 von myFirst und als Gegenstück mit Film die instax mini 13 von Fujifilm.
Viele Druckkameras im Handel tragen Fantasiemarken ohne eigene Herstellerseite. Für sie fehlt alles, was dieser Vergleich braucht: Rollenmaß, Bilder je Rolle, Nachfüllpapier, Angaben zum Papier. Sie fehlen deshalb, nicht weil sie schlechter drucken müssten — ohne Unterlagen lässt sich das schlicht nicht sagen.
Von AgfaPhoto gibt es außerdem den Nachfolger Instant Cam 2 mit 12 Megapixeln, 16-fachem Zoom, fünf Spielen und vier Papierrollen, davon drei für Einzelfarbe. Ihr Datenblatt lässt Maße und Gewicht leer, deshalb steht hier das ältere Modell. Für kleinere Kinder, die noch keine Druckfunktion brauchen, gibt es den Vergleich der Kinderkameras für Drei- bis Fünfjährige ohne Drucker.
Fünf Modelle reichen, um die Spannweite zu zeigen: ein Gerät mit Druckgrenze, eines mit Stoffangabe, eines mit viel Papier im Karton, eines mit Druckauflösung und eines mit Film.
Bilder im Karton und je Rolle: von null bis 300
Die erste Zahl für den Folgeaufwand steht auf der Packung: wie viel Papier mitkommt. Bei der Realikids Instant Cam sind es drei Rollen „für bis zu 300 Fotos“. Drei Rollen „for around 225 fotos“ liegen der Artist bei. myFirst nennt für die Insta 20 drei Rollen und „Total Prints Out-of-Box 180+ Prints“.
VTech packt eine einzige Rolle in den Karton der Print Cam, „für bis zu 80 Ausdrucke“. Bei der instax mini 13 liegt gar nichts bei, den Film nennt Fujifilm „separat erhältlich“. Ohne Filmpackung verschenkt man also eine Kamera, die noch kein Bild machen kann.
Zwischen dem größten und dem kleinsten Papiervorrat der vier Druckkameras liegt der Faktor 3,75 (eigene Rechnung, 300 zu 80). Für ein Kind, das am ersten Tag alles ausprobiert, kann das entscheiden, ob schon nach dem ersten Wochenende Papier fehlt. Mehr als den Anfang decken diese Zahlen aber nicht ab; was danach kommt, hängt an der Rolle.
Aus den Packungsangaben lässt sich die Ausbeute je Rolle rechnen. Bei AgfaPhoto ergeben 300 Fotos auf drei Rollen rund 100 je Rolle, bei Hoppstar 225 auf drei rund 75, nach der FAQ-Angabe von etwa 220 eher 73. myFirst kommt mit 180 und mehr auf drei Rollen auf mindestens 60 je Rolle. Direkt genannt ist der Wert nur bei VTech: ca. 80 Ausdrucke je Rolle.
Nur VTech nennt zusätzlich die Länge, 10 Meter bei 57 Millimetern Breite. Damit verbraucht ein Ausdruck der Print Cam rund 12,5 Zentimeter Papier, Rand und Vorschub eingeschlossen (eigene Rechnung, 1.000 Zentimeter durch 80). Für die Instant Cam gilt umgekehrt: 100 Ausdrucke im Format 5,7 × 10 Zentimeter brauchen ohne jeden Rand schon 10 Meter Papier je Rolle. Eine Rollenlänge nennt AgfaPhoto nicht.
Was das über ein Jahr heißt, zeigt ein Rechenbeispiel mit einer Annahme, nicht mit einer Messung: 20 Ausdrucke je Woche, 52 Wochen, zusammen 1.040 Ausdrucke. Bei der Print Cam wären das 13 Rollen, bei der Instant Cam 11, bei der Artist 14 und bei der Insta 20 bis zu 18. Mit der instax mini 13 wären es 1.040 Filmblätter.
Zwischen 11 und 18 Rollen im Jahr entscheidet nicht der Laden, sondern die Ausbeute je Rolle. Deshalb hat diese Zahl in der Tabelle weiter unten eine eigene Zeile, auch wo sie gerechnet ist.
Nachfüllpapier für die Kinderkamera: wer welche Rolle liefert
Ersatzpapier bieten alle vier Druckkamera-Hersteller selbst an. VTech führt ein Set mit drei Rollen Thermopapier und zwei Stickerrollen, ca. 80 Ausdrucke je Rolle und ca. 20 je Stickerrolle. Hoppstar verkauft das Papier der Artist laut Produktseite von weiß bis farbig und von selbstklebend bis umweltfreundlich; ein Nachfüllpack aus drei Rollen reicht laut FAQ für ca. 220 Fotos.
AgfaPhoto verkauft das Pack ATP3WH mit drei Rollen für rund 300 Schwarz-Weiß-Fotos und schreibt, die Rollen seien auch mit anderen Geräten mit Thermodruck-Technologie kompatibel. myFirst bietet für die Insta 20 Color-Burst- und Sepia-Rollen an. Für die instax mini 13 braucht es instax mini Film, den Fujifilm gesondert verkauft.
Wie offen das Format ist, zählt in den Jahren nach dem Kauf. Eine Rolle, die nur ein Hersteller liefert, gibt es so lange, wie dieser Hersteller sie führt. VTech und AgfaPhoto veröffentlichen die Breite von 57 Millimetern, myFirst das Papiermaß mit 54 Millimetern Breite; bei Hoppstar fehlt eine Breite. Ob eine fremde Rolle passt, hängt außerdem an ihrem Durchmesser und am Fach, und ein Fachmaß nennt keiner der vier.
Vor dem Kauf lohnt deshalb ein Blick, ob die Nachfüllrolle beim Hersteller als eigener Artikel geführt wird. Bei allen vier ist das zum Stand dieser Seite der Fall; nur AgfaPhoto verspricht ausdrücklich, dass die eigene Rolle auch anderswo passt.
Ist das Papier BPA-frei? Was über Thermopapier, PP-Folie und Film zu lesen ist
Thermopapier trägt eine Schicht, die bei Wärme dunkel wird. Was darin steckt, schreiben die Hersteller unterschiedlich ausführlich. Hoppstar nennt das Papier der Artist „BPA and BPS free“, also frei von Bisphenol A und Bisphenol S. Welcher Stoff stattdessen die Farbe entwickelt, steht nicht da.
Auf der US-Seite der Insta 20 schreibt myFirst „BPA and BPS-free“ und „Made with non-toxic materials“, ohne zu sagen, ob das Gehäuse oder das Papier gemeint ist. Dafür ist der Papieraufbau beschrieben: drei Schichten, oben Polypropylen-Folie, in der Mitte Papier, unten wieder Polypropylen-Folie. Ein Ausdruck der Insta 20 ist damit eher ein beschichtetes Kärtchen als ein dünnes Blatt.
AgfaPhoto führt beim Nachfüllpack ATP3WH das Merkmal „Reach-Zertifizierung“ auf und schreibt zur Instant Cam, der tintenfreie Thermodruck sei „für Ihr Kind sicher“. Eine Angabe zu BPA oder BPS steht auf beiden Seiten nicht, und was die Zertifizierung prüft, bleibt offen. VTech nennt auf den Seiten zur Print Cam und zu ihrem Papier keinen einzigen Stoff.
Beim Film liegt die Chemie im Bildrand, laut Stiftung Warentest als Entwicklerflüssigkeit. Fujifilm macht dazu auf der Kameraseite keine Angabe. Was die EU zu Stoffen in Thermopapier regelt, sprengt diesen Vergleich; das ordnet die Seite zum Thermopapier und seiner BPA-Grenze ein.
Kinderkamera mit Sofortbild in Farbe: zwei Töne auf Thermopapier, alle auf Film
Ein farbiges Sofortbild liefert keine der vier Druckkameras. Auf die Frage nach Farbe antwortet Hoppstar ausdrücklich mit schwarz-weiß. AgfaPhoto beschreibt die Instant Cam als Kamera, die „Schwarz-Weiß-Fotos auf Thermopapier im Format 5,7 x 10 cm druckt“. Farbe zeigt nur der Bildschirm; für Print Cam, Artist und Insta 20 nennen die Hersteller ausdrücklich ein Farbdisplay.
Zwei Hersteller bringen eine zweite Farbe ins Spiel. myFirst verkauft für die Insta 20 Color-Burst-Papier mit Schwarz plus Blau, Schwarz plus Rot oder Schwarz plus Orange; die Farbe steckt im Papier, nicht im Drucker. AgfaPhoto legt dem Nachfolger Instant Cam 2 drei Farbrollen bei und schreibt, gedruckt werde „in Schwarz-Weiß oder Einzelfarbe“. Hoppstar führt farbiges Papier für die Artist, ohne zu zeigen, wie es gedruckt aussieht.
Alle Töne bringt im Feld nur der instax-Film. Sein Bild misst 62 × 46 Millimeter, Belichtung und Blitz steuert die Kamera automatisch. Wer auf Farbe besteht, entscheidet sich damit auch für Film statt Papier — und für ein Bild ohne digitale Kopie.
Schwarz-weiß hat für Kinder auch eine andere Seite. AgfaPhoto schlägt vor, die Ausdrucke mit Aufklebern, Zeichnungen oder Beschriftungen zu gestalten, Hoppstar schreibt, das Foto lasse sich ausmalen, und der Instant Cam 2 liegen fünf Buntstifte bei. So verstanden ist ein Thermodruck eher eine Vorlage als ein fertiges Foto.
„Unlimited printing“ und „sicher“: was die Werbung verspricht und was belegt ist
Vier Werbesätze lassen sich gegen die eigenen Unterlagen der Hersteller lesen. Erstens „Unlimited printing“: myFirst wirbt auf beiden Seiten der Insta 20 mit unbegrenztem Drucken. Unbegrenzt ist dabei nur, dass keine Tinte nachgekauft werden muss; das Papier begrenzt den Druck sehr wohl, mit dem Karton auf etwas mehr als 180 Ausdrucke.
Zweitens „16MP“. Die Insta 20 trägt diese Zahl in ihren Tech Specs. In der FAQ der US-Seite steht, dass eine 2-MP-Kamera die 16-MP-Bilder mit „advanced interpolation technology“ erzeugt. Mehr Bildinformation entsteht so nicht, nur eine größere Datei.
Drittens „sicher“: AgfaPhoto schreibt, der tintenfreie Thermodruck sei für das Kind sicher. Belegt ist auf der Seite, dass ohne Tinte gedruckt wird, nicht, was im Papier steckt. Viertens „Sofortbild“: AgfaPhoto nennt die Instant Cam eine Sofortbildkamera, myFirst die Insta 20 eine „Kids Instant Print Camera“, Hoppstar spricht bei der Artist von einer „instant print function“ — und alle drei drucken ein gespeichertes Digitalfoto aus.
Ein Beweis für Täuschung sind solche Sätze nicht; sie vereinfachen. Wie sich ein ähnliches Muster bei Werbesätzen auf Chemiebaukästen gegen die Anleitung lesen lässt, zeigt ein anderer Vergleich. Meist steht der Gegenbeleg auf derselben Herstellerseite, nur weiter unten.
16 Megapixel auf 0,25 Megapixeln Druck: was der Sensor dem Papier bringt
Hinter jeder Megapixelzahl stehen zwei Größen: was der Sensor aufnimmt und was die Software daraus hochrechnet. Drei der vier Druckkamera-Hersteller schreiben beides hin. Für die Print Cam nennt VTech 2,0 MP, „auf bis zu 5,0 MP extrapolierbar“. Hoppstar gibt für die Artist 5 MP nativ und 12 MP interpoliert an, myFirst für die Insta 20 eine 2-MP-Kamera und 16 MP durch Interpolation. AgfaPhoto nennt für die Instant Cam einen CMOS-Sensor und „max. 10MP“, aber keine native Auflösung.
Für den Ausdruck zählt eine dritte Größe, die Auflösung des Druckers. Nur myFirst nennt sie, 203 dpi, also 203 Punkte je Zoll von 25,4 Millimetern. Auf der Druckfläche von 54 × 72 Millimetern sind das nach unserer Rechnung rund 430 × 575 Bildpunkte, zusammen knapp 250.000 oder 0,25 Megapixel. Schon der 2-MP-Sensor liefert achtmal mehr Bildpunkte, als das Papier zeigen kann; die beworbenen 16 MP sind 64-mal so viele.
Auf die Schärfe des Ausdrucks hat der Sensor deshalb kaum Einfluss, entscheidend sind Druckkopf und Papier. Für die gespeicherte Datei bleibt die native Auflösung wichtig, etwa wenn ein Bild später am Rechner vergrößert werden soll. Das Muster kennt man von anderen Kinderkartons: Auch bei den Vergrößerungsangaben auf Mikroskopkartons ist die größte Zahl selten die hilfreichste.
Einen Sensor hat die instax mini 13 nicht. Ihre Bildgröße steht in Millimetern, nicht in Pixeln: 62 × 46. Wie fein ein Filmbild auflöst, nennt Fujifilm nicht, und eine Rechnung wie bei der Insta 20 lässt sich deshalb nicht aufstellen.
Kinderkamera ohne Spiele mit Drucker: Druckgrenze, Spiele und Speicher
Eine Druckkamera verbraucht Papier mit jedem Tastendruck. Nur VTech gibt Eltern dafür ein Werkzeug: „Die Anzahl der möglichen Ausdrucke pro Tag kann beschränkt werden“, heißt es als elternfreundliche Besonderheit auf der Produktseite der Print Cam. Für Artist, Instant Cam und Insta 20 nennt der Hersteller keine solche Funktion. Bei der instax mini 13 begrenzt der Film selbst, jedes Bild kostet ein Blatt.
Spiele sind die zweite Stellschraube. VTech baut drei Spiele in die Print Cam und über 110 Druckvorlagen für Karten, Ausmalbilder und Spielgeld. Zur Artist heißt es bei Hoppstar „no games“. Für die Instant Cam nennt AgfaPhoto im Datenblatt keine Spiele, für den Nachfolger Instant Cam 2 fünf. myFirst führt für die Insta 20 keine Spiele auf, dafür einen zweiten OLED-Bildschirm vorn mit Animationen, Emojis und Countdowns.
Ob ein Foto ohne Ausdruck erhalten bleibt, entscheidet der Speicher. Die Print Cam hat 256 MB intern und einen microSD-Steckplatz, die Karte liegt nicht bei. Hoppstar legt der Artist eine SD-Karte bei, auf der Produktseite mit 32 GB, in der FAQ mit 16 GB. Die Instant Cam hat keinen internen Speicher und nimmt microSD bis 32 GB, die nicht beiliegt; ohne Karte bleibt also nichts gespeichert. In die Insta 20 passen Karten bis 32 GB.
Was für Spielmodi auf dem Bildschirm allgemein gilt, behandelt die Seite mit den Empfehlungen zur Bildschirmzeit unter fünf Jahren ausführlich.
Instax mini für Kinder: warum das Kreditkartenformat eine Szene hat
Fujifilm wirbt für den instax mini Film mit „Einzigartige Momente in Kreditkartengröße“: 86 × 54 Millimeter Film, darauf ein Bild von 62 × 46 Millimetern. Gemacht ist die instax mini 13 zum Herumgeben, mit Selfiespiegel, einem Nahaufnahmemodus für 0,3 bis 0,5 Meter und einem Selbstauslöser mit 2 oder 10 Sekunden. Anders als die vier Druckkameras bewirbt Fujifilm sie nicht als Kinderprodukt und macht keine Altersangabe.
Seine Anziehung bezieht das Format aus dem Abzug selbst. Ein instax-Bild gibt es nur einmal; Fujifilm bietet eine App an, mit der sich Sofortbilder einscannen, sammeln und online teilen lassen. Die digitale Kopie entsteht also erst nachträglich, vom fertigen Bild aus.
Kindern bringt das zweierlei. Jedes Bild ist ein Gegenstand zum Verschenken, Einkleben oder Tauschen, und es entsteht in etwa 90 Sekunden vor ihren Augen. Zugleich lässt sich kein Bild ein zweites Mal drucken, und ein misslungenes Bild hat ein Filmblatt verbraucht. Ihr Gewicht, 327 Gramm ohne Batterien, liegt zwischen dem der Instant Cam mit 257 Gramm und dem der Print Cam mit 0,37 Kilogramm.
Strom kommt aus zwei AA-Alkalibatterien, die laut Fujifilm für ca. 100 Sofortbilder reichen. Ein Ladekabel braucht die Kamera nicht, nach 5 Minuten ohne Bedienung schaltet sie sich ab.
Warum die Artist im oberen Segment steht und die Instant Cam nicht
Vier der fünf Kameras liegen im mittleren Segment, die Hoppstar Artist darüber. Einen Betrag nennen wir nicht; wer ihn sucht, findet ihn in der Produktkarte samt Abrufzeit. Was den Abstand erklärt, lässt sich aus den Herstellerangaben ablesen, und es ist nicht die Druckqualität, über die keiner der Hersteller eine Zahl veröffentlicht.
Mit 1.500 mAh hat die Artist die größte angegebene Akkukapazität im Feld, dazu Front- und Selfie-Kamera, 5 MP native Auflösung und eine Speicherkarte im Karton. Als Zertifikate führt Hoppstar CE, EN71, RoHS, CCC sowie MA an, Spiele lässt die Marke weg, Papier gibt es in mehreren Sorten. Auf der Produktseite steht außerdem der TOY Award 2024 in der Kategorie Startup.
Die Realikids Instant Cam hält mit anderen Mitteln dagegen: mehr Papier im Karton, der größte Ausdruck im Feld, ein Datenblatt mit Maßen und Gewicht und eine Empfehlung ab drei Jahren. Dafür fehlen Speicherkarte, Zoom und eine Angabe zur Akkukapazität. Der Abstand zur Artist erkauft Ausstattung und Marke, nicht mehr Bilder je Rolle — die liefert die Instant Cam.
Print Cam und Insta 20 liegen im selben Segment wie die Instant Cam, mit anderen Schwerpunkten: VTech mit Druckgrenze, Vorlagen und Spielen, myFirst mit zwei Bildschirmen und zweifarbigem Papier. Auch die instax mini 13 steht dort, verbraucht aber Film statt Papier, und bei ihr hängt jedes Bild an einem Filmblatt.
Belegkarte: was jeder Hersteller zu Druck und Papier belegt
Für sieben Angaben zeigt die Karte, ob der Hersteller sie eindeutig belegt, widersprüchlich oder ohne Bezug macht oder ganz offen lässt. Grün heißt: Zahl oder Aussage steht eindeutig auf der Herstellerseite. Gelb heißt: zwei Werte oder eine Aussage ohne klaren Bezug. Grau heißt: keine Angabe.
Von 35 Feldern sind 21 grün, 4 gelb und 9 grau; eines entfällt, weil Film keine Druckgrenze braucht. Am häufigsten offen ist die Zeile zu den Stoffen: Nur Hoppstar bezieht eine Stoffangabe eindeutig auf das Papier, zwei Hersteller bleiben vage, zwei schweigen.
Je fünf grüne Felder haben Print Cam und Artist. Die meisten gelben hat die Insta 20, weil ihre beiden Herstellerseiten sich bei Druckzeit und Stoffbezug nicht festlegen. Gerade die Kamera mit der genauesten Papierbeschreibung lässt damit zwei einfache Fragen halb offen.
Druck, Papier und Speicher der fünf Kameras nebeneinander
Dreizehn Herstellerangaben je Kamera stehen in der Tabelle nebeneinander. Gerechnet und so gekennzeichnet sind die Bilder je Rolle bei Artist, Instant Cam und Insta 20. Wo eine Angabe fehlt, erklärt die Zelle, warum.
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| Kennwert | VTechVTech KidiZoom Print CamMittelklasse | HoppstarHoppstar ArtistOberklasse | AgfaPhotoAgfaPhoto Realikids Instant CamMittelklasse | myFirstmyFirst Camera Insta 20Mittelklasse | FujifilmFujifilm instax mini 13Mittelklasse |
|---|---|---|---|---|---|
| Altersangabe des Herstellers | „4-12 Jahre“; Warnhinweis „Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet“ | „From 5 years“ | „Ideal ab 3 Jahren“, entwickelt für 3 bis 9 Jahre | 5 bis 12 Jahre laut Hersteller-FAQ | keine Altersangabe auf der Herstellerseite |
| Druckverfahren | eingebauter Thermodrucker, „keine Tinte erforderlich“ | Thermodruck schwarz-weiß auf wärmeempfindlichem Papier, Foto in 3 Sekunden | tintenloser Thermodruck, schwarz-weiß | Thermodruck mit 203 dpi; Color-Burst-Papier zweifarbig | Sofortbildfilm, chemische Entwicklung in ca. 90 Sekunden, Farbe |
| Papier und Bildgröße | Rolle 57 mm breit, 10 m lang (Nachfüllset) | Foto ca. 8 × 5 cm; Papierbreite nicht genannt | Druck 5,7 × 10 cm; Nachfüllrolle 57 × 30 mm | Papier 54 × 82 mm, Druckfläche 54 × 72 mm | Film 86 × 54 mm, Bild 62 × 46 mm |
| Bilder im Lieferumfang | 1 Rolle für bis zu 80 Ausdrucke | 3 Rollen für „around 225 fotos“ | 3 Rollen für bis zu 300 Fotos | 3 Rollen, „180+ Prints“ | kein Film, „separat erhältlich“ |
| Bilder je Rolle oder Film | ca. 80 Ausdrucke; Stickerrolle ca. 20 | rund 75 (eigene Rechnung aus 225 bzw. 220 für 3 Rollen) | rund 100 (eigene Rechnung aus 300 für 3 Rollen) | mehr als 60 (eigene Rechnung aus 180+ für 3 Rollen) | ein Filmblatt je Bild |
| Nachfüllpapier des Herstellers | Set aus 3 Thermopapierrollen und 2 Stickerrollen | 3er-Pack für ca. 220 Fotos (FAQ); weiß, farbig, selbstklebend, Öko | ATP3WH: 3 Rollen, rund 300 Fotos, auch für andere Thermodruckgeräte | Color-Burst- und Sepia-Rollen von myFirst | instax mini Film, „separat erhältlich“ |
| Angabe zum Papier | auf Produkt- und Papierseite keine Angabe zu Inhaltsstoffen | „BPA and BPS free“ | beim Nachfüllpack „Reach-Zertifizierung“; zu BPA keine Angabe | dreischichtig: PP-Folie, Papier, PP-Folie; „BPA and BPS-free“ ohne Bezug | zu Inhaltsstoffen des Films keine Angabe auf der Kameraseite |
| Sensor und Bildgröße | Foto 2,0 MP, „auf bis zu 5,0 MP extrapolierbar“; Video bis 640 × 360 | 5 MP nativ, 12 MP interpoliert; Front- und Selfie-Kamera | CMOS-Sensor, max. 10 MP; Video HD 720p | 2-MP-Kamera, interpoliert bis 16 MP; Video 1920 × 1080, 30 fps | kein Sensor; Objektiv f = 60 mm, 1:12,7, Echtbildsucher |
| Digitaler Speicher | 256 MB intern, microSD-Steckplatz, Karte nicht im Lieferumfang | SD-Karte im Lieferumfang: 32 GB (Produktseite) oder 16 GB (FAQ) | kein interner Speicher; microSD bis 32 GB, nicht im Lieferumfang | Speicherkarte bis 32 GB | keiner; jedes Bild gibt es nur als Abzug |
| Stromversorgung | Lithium-Ionen-Akku, Laden über USB | Akku 1.500 mAh | Lithium-Akku, USB-Kabel im Lieferumfang | Akku 800 mAh, 7,4 V, Ladezeit 2 Stunden | 2 × AA-Alkalibatterien, ca. 100 Sofortbilder je Satz |
| Gewicht | 0,37 kg | Der Hersteller nennt kein Gewicht. | 257 g | Der Hersteller nennt kein Gewicht. | 327 g ohne Batterien, Schlaufe und Film |
| Maße | 9,2 × 13,4 × 4,8 cm (B × T × H) | Der Hersteller nennt keine Maße. | 125 × 80 × 50 mm | 104 × 75 × 44 mm | 105,5 × 124,7 × 67,6 mm (B × H × T) |
| Spiele und Druckgrenze | 3 Spiele, über 110 Druckvorlagen; Ausdrucke pro Tag begrenzbar | keine Spiele; Rahmen, Filter, Video | im Datenblatt keine Spiele; 16 Fotofilter, Selfie-Spiegel | keine Spiele genannt; zweiter OLED-Bildschirm vorn, 3,0"-IPS-Display hinten | keine Spiele; Selbstauslöser 2 oder 10 Sekunden, Selfiespiegel |
Vier Zeilen tragen die Entscheidung. „Bilder je Rolle oder Film“ zeigt den Folgeaufwand, „Nachfüllpapier des Herstellers“ die Frage, ob es in drei Jahren noch Papier gibt. „Angabe zum Papier“ zeigt, wer etwas über die Stoffe schreibt, und „Spiele und Druckgrenze“, ob Eltern den Verbrauch steuern können.
Ein Widerspruch steht in der Zeile „Digitaler Speicher“: 32 GB auf der Produktseite der Artist, 16 GB in ihrer FAQ. Leer bleiben Gewicht und Maße bei Hoppstar ganz und bei myFirst das Gewicht.
VTech KidiZoom Print Cam: die einzige mit Druckgrenze
VTech beschreibt die Print Cam als Kamera mit eingebautem Thermodrucker, über 110 Druckvorlagen und einer Foto- und Videofunktion mit Selfie und Gesichtserkennung. Auf der Produktseite steht „4-12 Jahre“, die Navigation führt die Kamera unter „Kinder ab 6 Jahren“, und der Warnhinweis schließt Kinder unter drei Jahren aus.
Beim Papier legt VTech die meisten Maße offen: 57 Millimeter Breite, 10 Meter Länge, ca. 80 Ausdrucke je Rolle, dazu Stickerrollen für ca. 20 Aufkleber. Mit nur einer Rolle im Karton ist sie zugleich die Kamera, bei der am frühesten nachgekauft werden muss.
Ihre 0,37 Kilogramm machen sie zur schwersten Druckkamera mit Gewichtsangabe; nach Volumen ist sie mit 9,2 × 13,4 × 4,8 Zentimetern die größte (eigene Rechnung aus den Maßen, rund 590 Kubikzentimeter). Strom liefert ein Lithium-Ionen-Akku über USB, das Batteriefach ist laut VTech kindersicher, eine Abschaltautomatik spart Akku. Zu den Stoffen im Papier sagt VTech nichts.
| Altersangabe des Herstellers | „4-12 Jahre“; Warnhinweis „Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet“ |
|---|---|
| Druckverfahren | eingebauter Thermodrucker, „keine Tinte erforderlich“ |
| Papier und Bildgröße | Rolle 57 mm breit, 10 m lang (Nachfüllset) |
| Bilder im Lieferumfang | 1 Rolle für bis zu 80 Ausdrucke |
| Bilder je Rolle oder Film | ca. 80 Ausdrucke; Stickerrolle ca. 20 |
| Nachfüllpapier des Herstellers | Set aus 3 Thermopapierrollen und 2 Stickerrollen |
| Angabe zum Papier | auf Produkt- und Papierseite keine Angabe zu Inhaltsstoffen |
| Sensor und Bildgröße | Foto 2,0 MP, „auf bis zu 5,0 MP extrapolierbar“; Video bis 640 × 360 |
| Digitaler Speicher | 256 MB intern, microSD-Steckplatz, Karte nicht im Lieferumfang |
| Stromversorgung | Lithium-Ionen-Akku, Laden über USB |
| Gewicht | 0,37 kg |
| Maße | 9,2 × 13,4 × 4,8 cm (B × T × H) |
| Spiele und Druckgrenze | 3 Spiele, über 110 Druckvorlagen; Ausdrucke pro Tag begrenzbar |
Hoppstar Artist: drei Sekunden je Foto, keine Spiele
Hoppstar bewirbt die Artist mit einem Schwarz-Weiß-Foto in 3 Sekunden, das sich ausmalen, teilen und aufheben lasse. Dazu kommen Front- und Selfie-Kamera, Video, Rahmen und Filter, aber ausdrücklich keine Spiele. Empfohlen ist sie „From 5 years“; die kleineren Modelle Rookie und Expert nennt Hoppstar ab drei.
Als einziger Hersteller bezieht Hoppstar eine Stoffangabe eindeutig auf das Papier: „BPA and BPS free“. Bei der Menge weicht die Seite leicht ab, 225 Fotos mit drei Rollen auf der Produktseite, etwa 220 in der FAQ. Das Foto misst laut FAQ ca. 8 × 5 Zentimeter, eine Papierbreite nennt Hoppstar nicht.
Größer ist der Widerspruch beim Speicher: „incl.. 32 GB SD card“ auf der Produktseite, „a 16GB memory card“ im Lieferumfang laut FAQ. Gewicht und Maße fehlen auf beiden Seiten. Laurel ist nur die Farbwahl; Hoppstar führt die Daten für das Modell.
| Altersangabe des Herstellers | „From 5 years“ |
|---|---|
| Druckverfahren | Thermodruck schwarz-weiß auf wärmeempfindlichem Papier, Foto in 3 Sekunden |
| Papier und Bildgröße | Foto ca. 8 × 5 cm; Papierbreite nicht genannt |
| Bilder im Lieferumfang | 3 Rollen für „around 225 fotos“ |
| Bilder je Rolle oder Film | rund 75 (eigene Rechnung aus 225 bzw. 220 für 3 Rollen) |
| Nachfüllpapier des Herstellers | 3er-Pack für ca. 220 Fotos (FAQ); weiß, farbig, selbstklebend, Öko |
| Angabe zum Papier | „BPA and BPS free“ |
| Sensor und Bildgröße | 5 MP nativ, 12 MP interpoliert; Front- und Selfie-Kamera |
| Digitaler Speicher | SD-Karte im Lieferumfang: 32 GB (Produktseite) oder 16 GB (FAQ) |
| Stromversorgung | Akku 1.500 mAh |
| Gewicht | Der Hersteller nennt kein Gewicht. |
| Maße | Der Hersteller nennt keine Maße. |
| Spiele und Druckgrenze | keine Spiele; Rahmen, Filter, Video |
AgfaPhoto Realikids Instant Cam: 300 Bilder im Karton, keine Karte
AgfaPhoto nennt die Instant Cam „Ideal ab 3 Jahren“, entwickelt für Kinder von 3 bis 9 Jahren. Sie fotografiert, filmt in HD 720p und druckt schwarz-weiß auf Thermopapier im Format 5,7 × 10 Zentimeter, dem größten Ausdruck im Feld. Im Karton liegen drei Rollen für bis zu 300 Fotos, ein USB-Kabel, ein Umhängeband und ein Aufkleberbogen.
Vollständig ist das Datenblatt, wo es um Größe geht: 125 × 80 × 50 Millimeter, 257 Gramm. Knapp wird es beim Speicher, kein interner Speicher und eine microSD-Karte bis 32 GB, die nicht beiliegt. Ob der Druck ohne Karte funktioniert, sagt das Datenblatt nicht.
Selfie-Spiegel und 16 Fotofilter sind die Extras; Spiele nennt das Datenblatt nicht, auf einen Zoom verzichtet AgfaPhoto. Nachfüllpapier verkauft AgfaPhoto als ATP3WH, drei Rollen für rund 300 Fotos, die laut Hersteller auch in andere Thermodrucker passen.
| Altersangabe des Herstellers | „Ideal ab 3 Jahren“, entwickelt für 3 bis 9 Jahre |
|---|---|
| Druckverfahren | tintenloser Thermodruck, schwarz-weiß |
| Papier und Bildgröße | Druck 5,7 × 10 cm; Nachfüllrolle 57 × 30 mm |
| Bilder im Lieferumfang | 3 Rollen für bis zu 300 Fotos |
| Bilder je Rolle oder Film | rund 100 (eigene Rechnung aus 300 für 3 Rollen) |
| Nachfüllpapier des Herstellers | ATP3WH: 3 Rollen, rund 300 Fotos, auch für andere Thermodruckgeräte |
| Angabe zum Papier | beim Nachfüllpack „Reach-Zertifizierung“; zu BPA keine Angabe |
| Sensor und Bildgröße | CMOS-Sensor, max. 10 MP; Video HD 720p |
| Digitaler Speicher | kein interner Speicher; microSD bis 32 GB, nicht im Lieferumfang |
| Stromversorgung | Lithium-Akku, USB-Kabel im Lieferumfang |
| Gewicht | 257 g |
| Maße | 125 × 80 × 50 mm |
| Spiele und Druckgrenze | im Datenblatt keine Spiele; 16 Fotofilter, Selfie-Spiegel |
myFirst Camera Insta 20: zwei Farben und 203 dpi
myFirst nennt die Insta 20 die erste Sofortdruck-Kinderkamera mit zwei Bildschirmen: hinten ein 3,0-Zoll-IPS-Display, vorn ein OLED-Bildschirm für Animationen, Emojis und Countdowns. Als Alter nennt die FAQ 5 bis 12 Jahre. Gedruckt wird per Thermodruck mit 203 dpi, mit dem Color-Burst-Papier in zwei Farben.
Als einziger Hersteller beschreibt myFirst den Aufbau des Papiers: 54 × 82 Millimeter, davon 54 × 72 bedruckt, aus Polypropylen-Folie, Papier und Polypropylen-Folie. Im Karton liegen drei Rollen für mehr als 180 Ausdrucke, nachkaufen lassen sich Color-Burst- und Sepia-Rollen. Strom liefert ein Akku mit 800 mAh bei 7,4 Volt, geladen in 2 Stunden über ein USB-C-Kabel.
Zwei Angaben passen nicht zusammen. Auf der internationalen Seite heißt die Druckzeit „as little as 7 seconds“, auf der US-Seite „under 10 seconds“, und die Fotoauflösung von 16 MP erklärt die FAQ selbst als Interpolation aus einer 2-MP-Kamera. Ein Gewicht nennt myFirst nicht, die Maße sind 104 × 75 × 44 Millimeter.
| Altersangabe des Herstellers | 5 bis 12 Jahre laut Hersteller-FAQ |
|---|---|
| Druckverfahren | Thermodruck mit 203 dpi; Color-Burst-Papier zweifarbig |
| Papier und Bildgröße | Papier 54 × 82 mm, Druckfläche 54 × 72 mm |
| Bilder im Lieferumfang | 3 Rollen, „180+ Prints“ |
| Bilder je Rolle oder Film | mehr als 60 (eigene Rechnung aus 180+ für 3 Rollen) |
| Nachfüllpapier des Herstellers | Color-Burst- und Sepia-Rollen von myFirst |
| Angabe zum Papier | dreischichtig: PP-Folie, Papier, PP-Folie; „BPA and BPS-free“ ohne Bezug |
| Sensor und Bildgröße | 2-MP-Kamera, interpoliert bis 16 MP; Video 1920 × 1080, 30 fps |
| Digitaler Speicher | Speicherkarte bis 32 GB |
| Stromversorgung | Akku 800 mAh, 7,4 V, Ladezeit 2 Stunden |
| Gewicht | Der Hersteller nennt kein Gewicht. |
| Maße | 104 × 75 × 44 mm |
| Spiele und Druckgrenze | keine Spiele genannt; zweiter OLED-Bildschirm vorn, 3,0"-IPS-Display hinten |
Fujifilm instax mini 13: Film statt Thermopapier
Ohne Bildschirm, ohne Speicher und ohne Drucker ist die instax mini 13 die Ausnahme dieser Seite. Sie belichtet instax mini Film, der sich in etwa 90 Sekunden selbst entwickelt, und wirft das Bild aus. Belichtung und Blitz regelt die Kamera automatisch, der Blitz reicht laut Fujifilm von 0,3 bis 2,2 Meter.
Gedacht ist sie für Selfies und Nahaufnahmen: Ein Spiegel zeigt, ob man im Bild ist, der Nahaufnahmemodus arbeitet zwischen 0,3 und 0,5 Meter, der Selbstauslöser lässt 2 oder 10 Sekunden Zeit. Die Belichtungssteuerung arbeitet mit Film der Empfindlichkeit ISO 800.
Im Vergleich mit den Druckkameras zählt vor allem, was fehlt: Film liegt nicht bei, jedes Bild verbraucht ein Filmblatt, eine Datei bleibt nicht zurück. Mit 105,5 × 124,7 × 67,6 Millimetern ist sie die größte Kamera im Feld. Eine Altersangabe macht Fujifilm nicht.
| Altersangabe des Herstellers | keine Altersangabe auf der Herstellerseite |
|---|---|
| Druckverfahren | Sofortbildfilm, chemische Entwicklung in ca. 90 Sekunden, Farbe |
| Papier und Bildgröße | Film 86 × 54 mm, Bild 62 × 46 mm |
| Bilder im Lieferumfang | kein Film, „separat erhältlich“ |
| Bilder je Rolle oder Film | ein Filmblatt je Bild |
| Nachfüllpapier des Herstellers | instax mini Film, „separat erhältlich“ |
| Angabe zum Papier | zu Inhaltsstoffen des Films keine Angabe auf der Kameraseite |
| Sensor und Bildgröße | kein Sensor; Objektiv f = 60 mm, 1:12,7, Echtbildsucher |
| Digitaler Speicher | keiner; jedes Bild gibt es nur als Abzug |
| Stromversorgung | 2 × AA-Alkalibatterien, ca. 100 Sofortbilder je Satz |
| Gewicht | 327 g ohne Batterien, Schlaufe und Film |
| Maße | 105,5 × 124,7 × 67,6 mm (B × H × T) |
| Spiele und Druckgrenze | keine Spiele; Selbstauslöser 2 oder 10 Sekunden, Selfiespiegel |
Sofortbildkamera für Kinder: ab welchem Alter und für welchen Zweck
Welche Kamera passt, entscheidet sich weniger am Kind als an der Frage, was mit den Bildern geschehen soll. Die Altersangaben der Hersteller geben einen Rahmen: ab 3 bei AgfaPhoto, 4 bis 12 bei VTech, ab 5 bei Hoppstar und myFirst, keine bei Fujifilm. Was solche Angaben bedeuten, erklärt die Seite zu den Zahlen auf Spielzeugschachteln und ihrer Rechtsgrundlage.
Wenn ein Kind ab drei lange drucken soll, bevor Papier nachgekauft wird
AgfaPhoto
AgfaPhoto Realikids Instant Cam
Wenn der Papierverbrauch begrenzt werden soll
VTech
VTech KidiZoom Print Cam
Wenn ein Kind ab fünf schnell und ohne Spiele drucken soll
Hoppstar
Hoppstar Artist
Wenn ein Farbbild zum Verschenken wichtiger ist als eine Datei
Fujifilm
Fujifilm instax mini 13
Die Insta 20 fehlt unter den Empfehlungen, weil ihre Stärke, das zweifarbige Papier, eine Geschmacksfrage ist und ihre Auflösungsangabe am weitesten von ihrem Sensor entfernt liegt. Wer Farbe auf Thermopapier will, findet bei ihr die einzige Möglichkeit im Feld.
Sofortbild, Fotoabzug, Kopie: woher drei Erwartungen an den Ausdruck stammen
Erste Erwartung: ein Farbfoto. Sie stammt aus dem Wort, das Filmkameras wie die instax und Druckkameras für Kinder teilen, und aus Verpackungen, die beides „Sofortbild“ oder „instant“ nennen. Gedruckt wird dann schwarz-weiß auf Thermopapier, weil der Druck ohne Farbband und Tinte auskommt.
Zweite Erwartung: mehr Megapixel, schärferer Ausdruck. Sie entsteht, weil die Megapixelzahl auf jedem Karton die größte Zahl ist und die Druckauflösung auf fast keinem steht. Wo sie steht, bei der Insta 20 mit 203 dpi, zeigt die Rechnung, dass der Druck nur einen Bruchteil der Bildpunkte nutzt.
Dritte Erwartung: Ein Ausdruck hält wie ein Fotoabzug. Wie lange ein Thermodruck lesbar bleibt, sagt keiner der vier Druckkamera-Hersteller, weder zu Licht noch zu Wärme. Wer Bilder aufheben will, sichert besser die Datei — ein Argument für eine Kamera mit Speicherkarte und gegen die Vorstellung, der Ausdruck sei das Original.
Nahe liegen alle drei Erwartungen, weil Karton und Name sie nahelegen. Auf den Herstellerseiten findet sich jeweils das Gegenteil oder nichts. Weitere Fragen zu Kinderkameras, vom Alter bis zur Speicherkarte, sammelt die Übersicht aller Seiten zu Kinderkameras mit ihren Vergleichen und Ratgebern.
Wo diese Auswertung aufhört