Kinderkamera ohne Spiele: echte Pixel statt Werbezahl

Drei Megapixel misst der Sensor der Hoppstar Expert, 40 stehen als hochgerechnete Auflösung daneben; bei der Kodak Pixpro C1 decken 13 effektive Megapixel die beworbene Zahl vollständig. Fünf Kameras ohne Spiele für Schulkinder, nachgerechnet an ihren Datenblättern: Sensor, Zoom, Akku nach CIPA, Speicher, Wasser und Sturz.
Veröffentlicht
Daten geprüft
Stand 30. Oktober 2026. Ausgewertet wurden Produktseiten und Handbücher von Hoppstar, myFirst, Nikon und Kodak Pixpro, die Produktseite der Camp Snap 2 und der Beitrag der Stiftung Warentest zu Kameras für Kinder von 2018.

Datenblätter, Handbücher und ein Warentest-Beitrag

Grundlage sind Produktseite und FAQ der Hoppstar Expert, die technischen Details der myFirst Camera 3, das Online-Handbuch der Nikon Coolpix W150 mit seinen technischen Daten, die Spezifikationen von Kodak Pixpro FZ45 und C1, die Produktseite der Camp Snap 2 und der Beitrag der Stiftung Warentest zu Kameras für Kinder. Wie wir Angaben aus Datenblättern prüfen und gewichten, steht in der Methodik.

Selbst fotografiert haben wir nicht; jede Aussage zur Bildqualität beruht auf Herstellerzahlen und auf Rechnungen, die als eigene ausgewiesen sind. Beträge stehen nicht im Text, der Preis erscheint nur in der Produktkarte, mit Abrufzeitpunkt.

Kinderkamera ohne Spiele: 3 Megapixel im Sensor, 40 auf dem Karton

Drei Megapixel nimmt der Sensor der Hoppstar Expert auf, 40 Megapixel nennt Hoppstar als interpolierte Auflösung. Das Verhältnis beträgt 13,3 zu 1 (eigene Rechnung). Bei der Kodak Pixpro C1 stehen 13 Megapixel effektive Auflösung im Datenblatt, bei 13,12 Megapixeln auf dem ganzen Chip; die Zahl auf der Verpackung und die Zahl des Sensors sind dort dieselbe.

Spiele haben beide nicht. Die eine ist eine Kinderkamera mit Silikonhülle, die andere eine kleine Kompaktkamera ohne Altersangabe, und nur an der zweiten lässt sich die Werbezahl direkt am Sensor bestätigen.

Dieser Vergleich misst fünf Kameras ohne Spiele für Kinder ab etwa sechs Jahren an dem, was ihre Datenblätter belegen: Sensor und Hochrechnung, Objektiv, Bildschirm, Akku in genormten Aufnahmen, Speicher, Gewicht und Schutz gegen Wasser und Sturz. Zwei davon sind Kinderkameras, Hoppstar Expert und myFirst Camera 3, drei sind Kompaktkameras, Nikon Coolpix W150, Kodak Pixpro FZ45 und Kodak Pixpro C1.

Gestellt ist die Frage eines gründlichen Käufers: Wenn ein Schulkind keine Spiele auf der Kamera haben soll, welche fotografiert dann so gut, wie sie verspricht — und woran lässt sich das vor dem Kauf ablesen?

Zweierlei kann „ohne Spiele“ heißen. Entweder schreibt der Hersteller ausdrücklich, dass keine Spiele eingebaut sind, oder er nennt schlicht keine. Hoppstar tut das Erste: Für die Expert stehen auf der Produktseite Rahmen und Filter, „but no games“, und die FAQ beantwortet die Frage nach Spielen für alle Modelle mit einem Nein.

myFirst zählt für die Camera 3 Rahmen, Makro- und Selfie-Linse auf, aber keine Spiele; ein ausdrückliches Nein steht nicht da. Anders stellt sich die Frage bei Nikon und Kodak. Kompaktkameras haben Motiv- oder Szenenprogramme: Nikon führt im Handbuch der W150 unter anderem ein Programm für Unterwasseraufnahmen, Kodak nennt für FZ45 und C1 einen Szenenmodus „Children“.

Wie verbreitet Spiele auf Kinderkameras sind, zeigt der Vergleich der Kameras mit Altersempfehlung ab drei: Dort haben zwei von fünf Modellen Spiele ab Werk, eines davon mit Zeitbegrenzung für Eltern. Bei den drei Kompaktkameras dieser Seite nennt keines der Datenblätter eine Spielfunktion.

Wichtiger als das Etikett ist, was im Menü bleibt. Gesucht ist meist eine Kamera, an der ein Kind fotografiert und nicht wischt; dafür zählen Auslöser, Zoom und Bildschirm mehr als die Liste der Extras.

Gesamt, effektiv, hochgerechnet: drei Pixelzahlen und was sie messen

Ein Bildsensor besteht aus lichtempfindlichen Punkten, den Pixeln, und drei Zahlen beschreiben sie. Die Gesamtpixelzahl umfasst alle Punkte auf dem Chip, die effektive Zahl nur jene, die zum Bild beitragen. Eine interpolierte Zahl ist dagegen eine Rechengröße: Die Software erzeugt nach der Aufnahme zusätzliche Pixel aus den vorhandenen.

Nikon nennt für die Coolpix W150 einen 1/3,1-Zoll-CMOS-Sensor mit ca. 14,17 Millionen Pixeln gesamt und 13,2 Millionen effektiv, dazu den Hinweis, die Bildverarbeitung könne die effektive Auflösung reduzieren. Kodak gibt für die FZ45 einen 1/2,3-Zoll-CMOS mit 16,76 Megapixeln gesamt und 16,35 effektiv an, für die C1 einen 1/3-Zoll-BSI-CMOS mit 13,12 gesamt und 13 effektiv.

Ganz ohne Sensorgröße kommen die Kinderkameras aus. Hoppstar nennt für die Expert nur 3 Megapixel nativ und 40 interpoliert, myFirst für die Camera 3 drei wählbare Bildgrößen mit 5, 12 und 16 Megapixeln, ohne zu sagen, welche davon der Sensor liefert.

Untereinander vergleichen lassen sich die Zollangaben: 1/2,3 Zoll ist größer als 1/3 Zoll, und 1/3 ist größer als 1/3,1. Bei gleicher Pixelzahl bekommt jedes Pixel auf dem größeren Sensor mehr Fläche und damit mehr Licht. Unter den Kameras mit Sensorangabe hat die FZ45 den größten Chip.

Effektiv gegen beworben: 100 Prozent bei den Kompakten, 7,5 bei Hoppstar

Wie viel einer Werbezahl vom Sensor stammt, zeigt eine Division: effektive Auflösung durch beworbene. Für die drei Kompaktkameras ergeben sich 100 Prozent oder knapp darüber. Die W150 hat 13,2 effektive Megapixel und speichert Fotos mit 4160 × 3120 Pixeln, rund 13,0 Megapixel (eigene Rechnung). Der FZ45 stehen 16,35 effektive Megapixel einer größten Bildgröße von 4608 × 3456 Pixeln gegenüber, rund 15,9.

Bei der Hoppstar Expert ergibt dieselbe Rechnung 7,5 Prozent: 3 Megapixel vom Sensor, 40 in der Datei. Mehr als neun Zehntel der Pixel eines 40-Megapixel-Fotos sind also errechnet, nicht gemessen. Für die myFirst Camera 3 lässt sich der Wert nicht bilden, weil myFirst keine Sensorauflösung nennt.

Eine zweite Toleranz liegt im Chip selbst. Zwischen Gesamt- und effektiver Pixelzahl liegen bei der C1 rund 1 Prozent, bei der FZ45 rund 2,4 Prozent und bei der W150 rund 6,8 Prozent (eigene Rechnung). Diese Pixel tragen laut Definition nicht zum Bild bei; für den Kauf ist der Unterschied ohne Belang, er zeigt nur, dass Nikon und Kodak sauber trennen.

Ohne Sensorwert neben einer Megapixelzahl ist diese also nicht prüfbar. Mit Sensorwert liegt die beworbene Zahl bei Kompaktkameras dicht daran, bei Kinderkameras kann sie das Dreizehnfache betragen. Dasselbe Muster beschreibt die Prüfung der Auflösungsangaben bei digitalen Handmikroskopen, wo 4K im Angebot und 2 Megapixel in der Anleitung stehen.

Jede Auflösung ist im Schema ein Rechteck im Seitenverhältnis 4 : 3, dessen Fläche der Pixelzahl entspricht. Der Umriss steht für die beworbene Zahl, die Füllung für den Sensor. Wo beide fast deckungsgleich sind, stimmt die Werbung; wo die Füllung klein in einer großen Fläche sitzt, ist der Rest gerechnet.

Beworbene Auflösung (Umriss) gegen Sensor (Füllung), Fläche nach MegapixelnHoppstar ExpertSensor 3 MP, Karton 40 MP7,5 % vom SensormyFirst Camera 3Karton 16 MPSensor nicht genanntNikon W150effektiv 13,2, Bild 13 MPüber 100 % vom SensorKodak FZ45effektiv 16,35, Karton 16über 100 % vom SensorKodak C1effektiv 13, Karton 13 MP100 % vom SensorSensor: native oder effektive Auflösung laut Herstellerbeworbene Auflösung bzw. größte Bildgröße
Maßschema, eigene Darstellung nach den Datenblättern von Hoppstar, myFirst, Nikon und Kodak Pixpro. Seitenlänge proportional zur Wurzel der Megapixel. Stand 30. Oktober 2026.

Aus dem Bild fällt die Hoppstar Expert: Ihre Füllung nimmt 7,5 Prozent der Fläche ein. Füllung und Umriss decken einander bei den drei Kompaktkameras, bei W150 und FZ45 ragt die Füllung sogar minimal über den Umriss hinaus. Bei der myFirst Camera 3 bleibt das Rechteck leer, weil eine Füllung keine Grundlage hätte.

Wie viele Megapixel ein Kinderfoto braucht: zwei Rechnungen

Ob 3 oder 13 Megapixel reichen, hängt daran, wofür das Bild gebraucht wird. Für einen Abzug von 10 × 15 Zentimetern bei angenommenen 300 Punkten je Zoll braucht es nach unserer Rechnung 1181 × 1772 Pixel, rund 2,1 Megapixel. Ein Bildschirm mit Full-HD-Auflösung zeigt 1920 × 1080 Pixel, ebenfalls rund 2,1 Megapixel.

Für beide Zwecke reicht also auch der native Sensor der Hoppstar Expert. Erst ein Abzug von 20 × 30 Zentimetern verlangt bei derselben Annahme rund 8,4 Megapixel, und darüber liegen nur noch die Kompaktkameras. Interpolierte Pixel helfen beim großen Abzug nicht, weil sie keine Details hinzufügen. Für Thermoausdrucke reicht noch weniger, wie der Vergleich der Kameras mit Sofortdruck und ihrem Papier vorrechnet.

Megapixel sind damit selten der Engpass einer Kamera für Kinder. Mehr sagen dann Objektiv, Blende und Bildstabilisierung, und dafür nennen die Datenblätter eigene Zahlen.

Ein Beispiel liefert die Kodak C1. Ihr Objektiv hat Blende F2.0, das der FZ45 beginnt bei F3.0, das der W150 bei f/3.3. F2.0 lässt rechnerisch 2,25-mal so viel Licht durch wie F3.0 (eigene Rechnung aus dem Quadrat der Blendenzahlen); die C1 holt damit einen Teil dessen herein, was ihr kleinerer Sensor gegenüber der FZ45 verliert. Digitale Bildstabilisierung nennen Nikon für Fotos und Videos der W150 und Kodak für die FZ45.

Zoom, Makro, Bildschirm: was Objektiv und Display leisten

Den Zoomfaktor nennt die Stiftung Warentest als erstes Kriterium für Kinderkameras, damit etwa ein Specht hoch im Baum groß ins Bild kommt. Die Kodak FZ45 hat einen 4-fach optischen Zoom von 27 bis 108 Millimetern Kleinbild-Brennweite, die Nikon W150 einen 3-fachen von 30 bis 90 Millimetern. Die Kodak C1 hat ein Festobjektiv mit 26 Millimetern und nur einen 4-fachen Digitalzoom.

Digitalzoom schneidet nur aus dem Bild aus, die Pixelzahl im Ausschnitt sinkt. Für die Hoppstar Expert nennt Hoppstar gar keinen Zoom. myFirst setzt bei der Camera 3 auf zwei Zusatzlinsen: eine Makrolinse für Nahaufnahmen von Salatblättern und Marienkäfern, wie myFirst schreibt, und eine Selfie-Linse über dem Bildschirm, beide per Schalter.

Nahaufnahmen beherrschen auch die Kompakten: Die FZ45 fokussiert im Makromodus ab 5 Zentimetern, die W150 im Weitwinkel ab ca. 5 Zentimetern, die C1 ab 8 Zentimetern. Beim Bildschirm liegen die drei nah beieinander, 2,7 Zoll bei W150 und FZ45, 2,8 Zoll bei der C1, je ca. 230.000 Bildpunkte. Den Bildschirm der C1 kann man um ca. 180 Grad nach oben klappen, was Selbstporträts erlaubt.

Der IPS-Bildschirm der myFirst Camera 3 misst 2 Zoll, für die Hoppstar Expert nennt die Produktseite kein Maß. Selfies erlauben vier der fünf auf ihre Weise: Expert mit einer zweiten Kamera auf der Rückseite, Camera 3 mit der Selfie-Linse, C1 mit dem Klappbildschirm und die W150 mit einem Selbstporträt-Timer von 5 Sekunden.

Stiftung Warentest, CIPA und Falltest: was geprüft ist und was nur behauptet

Einen Test von Spielzeugkameras haben wir bei der Stiftung Warentest nicht gefunden. Im Beitrag „Kameras: Die besten für kleine Knipser“ vom 27. März 2018 verweist sie stattdessen auf Kompaktkameras aus ihrer Testdatenbank, die sie als für Kinder geeignet gefiltert hat, und nennt drei Kriterien.

Erstens den Zoomfaktor. Zweitens die Handhabung: Kinderhände täten sich mit Auslöseknopf und Zoomwippe leichter als mit Wischgesten, und für Schnappschüsse sei eine kurze Auslöseverzögerung wichtig. Drittens die Stabilität: Sturz, Sand oder Wasser sollten der Kamera wenig ausmachen.

An diesen Kriterien gemessen bringen W150 und FZ45 einen optischen Zoom mit, die C1 nicht. Stabilität belegt im Feld nur die W150 mit Prüfangaben. Hoppstar nennt die Silikonhüllen der Expert „shockproof“, myFirst legt eine stoßfeste Tasche bei; eine Zahl dazu nennen beide nicht. Eine Auslöseverzögerung gibt keiner der fünf Hersteller an.

Ein zweites Prüfraster liefern die Datenblätter selbst. Nikon schreibt, alle Messungen seien gemäß den Standards oder Richtlinien der CIPA durchgeführt, der Camera and Imaging Products Association; Kodak gibt seine Aufnahmen je Ladung ebenfalls „Based on CIPA Standards“ an. Vergleichbar sind damit die Akkuwerte von W150, FZ45 und C1 — mit den Kinderkameras nicht, deren Hersteller nur Milliamperestunden nennen.

Ein Ausflugstag in Zahlen: fünf Anwendungen mit Zeitwerten

Erste Anwendung, ein Tag voller Fotos. Nach CIPA schafft die W150 ca. 220 Aufnahmen je Akkuladung, die C1 ca. 200, die FZ45 mit zwei Alkalizellen ca. 120. Wer an einem Ausflugstag 150 Bilder macht, kommt nach dieser Rechnung mit W150 und C1 durch; mit der FZ45 braucht es einen zweiten Satz Batterien.

Zweite Anwendung, Video. Nikon nennt für die W150 ca. 1 Stunde 35 Minuten Aufnahmezeit, Kodak für die C1 ca. 1 Stunde 30 Minuten und für die FZ45 ca. 1 Stunde in Full HD. Einzelne Videodateien der W150 enden nach 29 Minuten oder 4 GB, auch wenn auf der Karte noch Platz ist.

Dritte Anwendung, Laden zwischendurch. Der Akku der W150 braucht laut Nikon ca. 1 Stunde 40 Minuten nach vollständiger Entladung, der eingebaute Akku der C1 ca. 2,5 Stunden. Die FZ45 lädt nicht, ihre Zellen werden getauscht.

Vierte Anwendung, eine Ferienwoche ohne Rechner. Hoppstar gibt die 32-GB-Karte der Expert mit Platz für bis zu 12.900 Fotos an, rechnerisch rund 2,5 Megabyte je Bild. Bei 150 Bildern am Tag wäre sie nach 86 Tagen voll (eigene Rechnung). Die Camp Snap 2 kommt mit einer Karte für ca. 2.000 Fotos und schafft ca. 500 je Ladung, also vier Ladungen bis zur vollen Karte.

Fünfte Anwendung, das Schwimmbad. Für Unterwasseraufnahmen ist im Feld nur die W150 ausgelegt, bis 10 Meter Tiefe und 60 Minuten. Laut Handbuch arbeitet sie unter Wasser zwischen 0 und 40 Grad, an Land ab –10 Grad.

Nikon beschreibt die Prüfung der W150 genauer als jeder andere Hersteller im Feld: wasserdicht nach JIS/IEC-Schutzgrad 8 (IPX8) gemäß eigenen Testbedingungen, staubdicht nach Schutzgrad 6 (IP6X), stoßfest nach MIL-STD-810G, Method 516.7. Geprüft wurde ein Fall aus 180 Zentimetern Höhe auf eine 5 Zentimeter dicke Sperrholzplatte.

Ebenso genau sagt Nikon, was der Test nicht abdeckt. Veränderungen des Aussehens wie abblätternde Farbe und Verformung gehören nicht dazu, die Wasserdichtheit nach dem Sturz auch nicht, und die Tests seien keine Garantie gegen Schäden. Wer eine Kamera nach einem Sturz ins Wasser nimmt, verlässt also den geprüften Bereich.

Weniger steht bei den Kinderkameras. Hoppstar nennt die austauschbaren Silikonhüllen der Expert „shockproof“, ohne PVC, Phthalate und BPA, aber ohne Fallhöhe. myFirst legt der Camera 3 eine Tasche aus Polymeren mit hoher Zugfestigkeit bei, die Stürzen und Stößen widerstehe. Kodak macht für FZ45 und C1 keine Angabe zu Wasser, Staub oder Sturz.

Praktisch heißt das: 180 Zentimeter sind eine Zahl, an der sich prüfen lässt, ob ein Sturz aus Kinderhand innerhalb der Prüfung liegt. „Shockproof“ ohne Höhe lässt das offen.

Sonderfall Kamera ohne Bildschirm: wenn das Kind gar nicht wischen soll

Kinder, die an der Kamera gar keinen Bildschirm haben sollen, können mit einer Digitalkamera ohne Display fotografieren. Camp Snap baut die Camp Snap 2 so: 8-Megapixel-Sensor, kein Bildschirm, sechs Filter am Gerät, ca. 500 Fotos je Ladung über USB-C und eine vorinstallierte microSD-Karte für ca. 2.000 Fotos. Sichtbar werden die Bilder erst am Telefon oder Rechner.

Für jüngere Fotografen gibt es eine Sperre namens CampLock: Datum, Uhrzeit, Filter und Speicherkarte lassen sich sperren, die Filtertaste kommt gesperrt aus dem Karton, und das Kartenfach ist ab Werk mit einer Schraube verschlossen. Einen Ein-Schalter hat die Kamera nicht; ein Druck auf den Auslöser weckt sie.

In die Tabelle haben wir die Camp Snap nicht aufgenommen. Im Handel werden mehrere Fassungen angeboten, und wir konnten nicht sicher zuordnen, welches Angebot zur zweiten Generation gehört, deren Datenblatt hier zitiert ist. Gewicht und Altersangabe nennt Camp Snap nicht.

Wer eine solche Kamera erwägt, kauft bewusst weniger Kontrolle: Ob ein Bild gelungen ist, zeigt sich erst später. Wie Fachstellen Bildschirme für jüngere Kinder sehen, ordnet die Seite mit den Empfehlungen der WHO zur Bildschirmzeit ein.

Dreizehn Datenblattzeilen von Sensor bis Sturzprüfung

Jede Zeile der Tabelle stammt aus dem Datenblatt oder Handbuch des Herstellers. Umgerechnet haben wir nur die Zoll- und Unzenangaben der Kodak FZ45 in Millimeter und Gramm; das steht in der Zelle dabei.

Einige Verweise auf dieser Seite sind Provisionslinks: Wird darüber gekauft, erhält daheimaktiv.de eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich dadurch nichts. Die Auswahl und die Reihenfolge der Produkte hängen nicht davon ab, ob ein Verweis provisioniert ist. Wie sich dieses Portal finanziertAlle Angaben aus Datenblättern und Handbüchern der Hersteller, Abruf am 30. Oktober 2026; umgerechnete Werte sind gekennzeichnet.

Fünf Kameras ohne Spiele für Schulkinder, gemessen an dreizehn Herstellerangaben
KennwertHoppstarHoppstar ExpertMittelklassemyFirstmyFirst Camera 3MittelklasseNikonNikon Coolpix W150OberklasseKodakKodak Pixpro FZ45OberklasseKodakKodak Pixpro C1Mittelklasse
Altersangabe des Herstellers„Starting at age 3 and up“auf der Herstellerseite keine Altersangabekeine Altersangabekeine Altersangabe; „perfect starter camera“keine Altersangabe
Spiele und Programme„no games“; Rahmen, Filter, Gesichtserkennungkeine genannt; vorinstallierte Rahmenkeine Spiele; Motivprogramme, darunter Unterwasserkeine Spiele; Szenenmodus „Children“keine Spiele; Szenenmodus „Children“
Sensor und effektive Auflösung3 MP native Auflösungkeine native Angabe1/3,1-Zoll-CMOS, effektiv 13,2 MP von ca. 14,17 MP1/2,3-Zoll-CMOS, effektiv 16,35 MP von 16,76 MP1/3-Zoll-BSI-CMOS, effektiv 13 MP von 13,12 MP
Beworbene Auflösung40 MP interpoliert16 MP, Stufen 5M/12M/16MBildgröße 13 M (4160 × 3120)16 MP (4608 × 3456)13 MP (4160 × 3120)
Objektiv und ZoomFront- und Selfie-Kamera; zum Zoom keine AngabeMakro- und Selfie-Linse per Umschalter3-fach optisch, 30–90 mm (KB), f/3.3–5.94-fach optisch, 27–108 mm (KB), F3.0–6.6, Makro ab 5 cm26 mm (KB), F2.0, kein optischer Zoom, Makro ab 8 cm
BildschirmDer Hersteller nennt kein Bildschirmmaß.2" IPS2,7", ca. 230.000 Bildpunkte2,7", 230K Pixel2,8", 230k, um ca. 180° nach oben klappbar
VideoVideofunktion, Auflösung auf der Produktseite nicht genannt1920 × 10801920 × 1080, Einzeldatei höchstens 29 Minuten1920 × 1080, 30 fps1920 × 1080, 60 oder 30 fps
Speicher32-GB-SD-Karte inklusive, „up to 12,900 photos“microSD bis 32 GB, Karte im Lieferumfangca. 21 MB intern, SD/SDHC/SDXCca. 63 MB intern, SD bis 512 GBmicroSD bis 32 GB laut Datenblatt, bis 1,5 TB laut Kompatibilitätstabelle
StromversorgungAkku 1.000 mAh, Laden über 2-in-1-TragebandAkku 1.000 mAh, Micro-USBwechselbarer Akku EN-EL19, 700 mAh; Ladezeit ca. 1 h 40 min2 × AA, Alkali im Lieferumfang, NiMH möglicheingebauter Akku 700 mAh, USB-C, Ladezeit ca. 2,5 Stunden
Aufnahmen je LadungDer Hersteller nennt keine Aufnahmenzahl und keine Laufzeit.Der Hersteller nennt keine Aufnahmenzahl und keine Laufzeit.ca. 220 Aufnahmen (CIPA), Video ca. 1 h 35 minca. 120 Aufnahmen mit Alkali (CIPA), ca. 1 h Videoca. 200 Aufnahmen (CIPA), ca. 1 h 30 min Video
GewichtDer Hersteller nennt kein Gewicht.80 gca. 177 g mit Akku und Karteca. 4,1 oz nur Gehäuse (umgerechnet ca. 116 g)115 g (Gehäuse)
MaßeDer Hersteller nennt keine Maße.Der Hersteller nennt keine Maße.109,5 × 67,0 × 38,0 mm3,66 × 2,37 × 1,12 in (umgerechnet ca. 93 × 60 × 28 mm)103 × 60 × 20,3 mm
Schutzaustauschbare Silikonhüllen, „shockproof“, frei von PVC, Phthalaten und BPAstoßfeste Tasche aus Polymer im Lieferumfangwasserdicht bis 10 m für 60 Minuten, staubdicht, Fall aus 180 cm geprüftHandschlaufe; keine Angabe zu Wasser oder SturzHandschlaufe; keine Angabe zu Wasser oder Sturz

Drei Zeilen tragen die Entscheidung für ein Schulkind. „Sensor und effektive Auflösung“ gegen „Beworbene Auflösung“ zeigt, ob die Werbezahl gemessen oder gerechnet ist. „Aufnahmen je Ladung“ trennt die drei Kompakten mit CIPA-Wert von den Kinderkameras ohne. „Schutz“ zeigt, wer Wasser und Sturz belegt.

Leer bleiben bei der Hoppstar Expert Bildschirm, Laufzeit, Gewicht und Maße, bei der myFirst Camera 3 Laufzeit und Maße. Bei den Kompaktkameras fehlt dagegen jede Altersangabe; ihre Hersteller nennen keine Altersgrenze.

Hoppstar Expert: keine Spiele, 13-fach hochgerechnet

Mittelklasse

Hoppstar nennt die Expert die ideale Kinderkamera mit allen Funktionen für den Alltag: Selfie-Kamera auf der Rückseite, Video, 32 GB Speicher für bis zu 12.900 Fotos, ein einfaches Menü und austauschbare Silikonhüllen. Rahmen, Filter und Gesichtserkennung sind dabei, Spiele nicht. Empfohlen ist sie ab drei Jahren.

Offen beschreibt Hoppstar die Auflösung, 3 Megapixel nativ und 40 interpoliert. Für Abzüge bis 10 × 15 Zentimeter und für den Bildschirm reicht das nach unserer Rechnung, für Vergrößerungen nicht. Den Akku gibt Hoppstar mit 1.000 mAh an, geladen wird über ein 2-in-1-Trageband mit Ladekabel.

Leer bleiben Gewicht, Maße, Bildschirm und Laufzeit. Als Prüfzeichen stehen CE, EN71, RoHS, MA und CCC auf der Seite. Yale ist nur die Farbe; die Technik gibt Hoppstar für das Modell an.

Kennwerte zu Hoppstar Hoppstar Expert
Altersangabe des Herstellers„Starting at age 3 and up“
Spiele und Programme„no games“; Rahmen, Filter, Gesichtserkennung
Sensor und effektive Auflösung3 MP native Auflösung
Beworbene Auflösung40 MP interpoliert
Objektiv und ZoomFront- und Selfie-Kamera; zum Zoom keine Angabe
BildschirmDer Hersteller nennt kein Bildschirmmaß.
VideoVideofunktion, Auflösung auf der Produktseite nicht genannt
Speicher32-GB-SD-Karte inklusive, „up to 12,900 photos“
StromversorgungAkku 1.000 mAh, Laden über 2-in-1-Trageband
Aufnahmen je LadungDer Hersteller nennt keine Aufnahmenzahl und keine Laufzeit.
GewichtDer Hersteller nennt kein Gewicht.
MaßeDer Hersteller nennt keine Maße.
Schutzaustauschbare Silikonhüllen, „shockproof“, frei von PVC, Phthalaten und BPA

myFirst Camera 3: 80 Gramm, Makrolinse, Sensor unbekannt

Mittelklasse

myFirst schreibt, die Camera 3 breche mit dem Bild von der Kinderkamera als Spielzeug und arbeite wie eine normale Digitalkamera. Dazu gehören ein 2-Zoll-IPS-Bildschirm, Full-HD-Video mit 1920 × 1080 Pixeln, ein Akku mit 1.000 mAh und Speicherkarten bis 32 GB; eine Karte liegt bei.

Eigen ist der Linsenschalter: Eine Taste wechselt zwischen Hauptobjektiv, Makrolinse und Selfie-Linse über dem Bildschirm. Mit 80 Gramm ist sie die leichteste Kamera, deren Gewicht genannt ist, und kommt mit stoßfester Tasche, Umhängeband und Stickern.

Was fehlt, ist die Zahl, auf die es ankommt: Die Bildgrößen 5, 12 und 16 Megapixel stehen da, eine Sensorauflösung nicht. Auch Altersangabe, Laufzeit und Maße nennt myFirst nicht, geladen wird über Micro-USB.

Kennwerte zu myFirst myFirst Camera 3
Altersangabe des Herstellersauf der Herstellerseite keine Altersangabe
Spiele und Programmekeine genannt; vorinstallierte Rahmen
Sensor und effektive Auflösungkeine native Angabe
Beworbene Auflösung16 MP, Stufen 5M/12M/16M
Objektiv und ZoomMakro- und Selfie-Linse per Umschalter
Bildschirm2" IPS
Video1920 × 1080
SpeichermicroSD bis 32 GB, Karte im Lieferumfang
StromversorgungAkku 1.000 mAh, Micro-USB
Aufnahmen je LadungDer Hersteller nennt keine Aufnahmenzahl und keine Laufzeit.
Gewicht80 g
MaßeDer Hersteller nennt keine Maße.
Schutzstoßfeste Tasche aus Polymer im Lieferumfang

Nikon Coolpix W150: 10 Meter tief, 180 Zentimeter Fall

Oberklasse

Als Outdoor-Kompaktkamera hat die W150 einen 1/3,1-Zoll-CMOS mit 13,2 Megapixeln effektiv und einen 3-fach optischen NIKKOR-Zoom. Sie ist wasserdicht bis 10 Meter für 60 Minuten, staubdicht und im Falltest aus 180 Zentimetern geprüft. Mit ca. 177 Gramm samt Akku und Karte ist sie die schwerste Kamera mit Gewichtsangabe, aber die einzige, die ins Schwimmbad darf.

Ihr Akku EN-EL19 hat 700 mAh und lässt sich wechseln; nach CIPA reicht eine Ladung für ca. 220 Aufnahmen. Gespeichert wird im internen Speicher mit ca. 21 MB oder auf SD-, SDHC- und SDXC-Karten. Der Bildschirm misst 2,7 Zoll bei ca. 230.000 Bildpunkten, Selbstauslöser gibt es mit 10 und mit 5 Sekunden.

Eine Altersangabe macht Nikon nicht. Geladen wird über Mikro-USB, und Nikon schreibt vor, nur das mitgelieferte Kabel UC-E21 zu verwenden. Im Weitwinkel reicht der Blitz laut Handbuch von 0,3 bis 3,1 Meter.

Kennwerte zu Nikon Nikon Coolpix W150
Altersangabe des Herstellerskeine Altersangabe
Spiele und Programmekeine Spiele; Motivprogramme, darunter Unterwasser
Sensor und effektive Auflösung1/3,1-Zoll-CMOS, effektiv 13,2 MP von ca. 14,17 MP
Beworbene AuflösungBildgröße 13 M (4160 × 3120)
Objektiv und Zoom3-fach optisch, 30–90 mm (KB), f/3.3–5.9
Bildschirm2,7", ca. 230.000 Bildpunkte
Video1920 × 1080, Einzeldatei höchstens 29 Minuten
Speicherca. 21 MB intern, SD/SDHC/SDXC
Stromversorgungwechselbarer Akku EN-EL19, 700 mAh; Ladezeit ca. 1 h 40 min
Aufnahmen je Ladungca. 220 Aufnahmen (CIPA), Video ca. 1 h 35 min
Gewichtca. 177 g mit Akku und Karte
Maße109,5 × 67,0 × 38,0 mm
Schutzwasserdicht bis 10 m für 60 Minuten, staubdicht, Fall aus 180 cm geprüft

Kodak Pixpro FZ45: größter Sensor, zwei AA-Zellen

Oberklasse

Auf der Pixpro-Seite heißt die FZ45 eine „perfect starter camera“. Sie hat den größten genannten Sensor im Feld, 1/2,3 Zoll mit 16,35 effektiven Megapixeln, ein 4-fach-Zoomobjektiv von 27 bis 108 Millimetern Kleinbild-Brennweite und einen Makromodus ab 5 Zentimetern.

Strom liefern zwei AA-Zellen; Alkalibatterien liegen bei, NiMH-Akkus sind möglich. Nach CIPA reicht ein Satz Alkalizellen für ca. 120 Aufnahmen oder ca. 1 Stunde Video in Full HD. Das ist der geringste Wert der drei Kompakten — dafür lässt sich die Kamera überall mit frischen Zellen weiterbetreiben.

Gewicht und Maße stehen nur in Zoll und Unzen: 3,66 × 2,37 × 1,12 Zoll und 4,1 Unzen für das Gehäuse, umgerechnet ca. 93 × 60 × 28 Millimeter und 116 Gramm. Gespeichert wird im internen Speicher mit ca. 63 MB oder auf SD-Karten bis 512 GB ab Class 10. Zu Wasser, Staub und Sturz macht Kodak keine Angabe.

Kennwerte zu Kodak Kodak Pixpro FZ45
Altersangabe des Herstellerskeine Altersangabe; „perfect starter camera“
Spiele und Programmekeine Spiele; Szenenmodus „Children“
Sensor und effektive Auflösung1/2,3-Zoll-CMOS, effektiv 16,35 MP von 16,76 MP
Beworbene Auflösung16 MP (4608 × 3456)
Objektiv und Zoom4-fach optisch, 27–108 mm (KB), F3.0–6.6, Makro ab 5 cm
Bildschirm2,7", 230K Pixel
Video1920 × 1080, 30 fps
Speicherca. 63 MB intern, SD bis 512 GB
Stromversorgung2 × AA, Alkali im Lieferumfang, NiMH möglich
Aufnahmen je Ladungca. 120 Aufnahmen mit Alkali (CIPA), ca. 1 h Video
Gewichtca. 4,1 oz nur Gehäuse (umgerechnet ca. 116 g)
Maße3,66 × 2,37 × 1,12 in (umgerechnet ca. 93 × 60 × 28 mm)
SchutzHandschlaufe; keine Angabe zu Wasser oder Sturz

Kodak Pixpro C1: Blende F2.0, Klappbildschirm, kein optischer Zoom

Mittelklasse

Mit 103 × 60 × 20,3 Millimetern ist die C1 die flachste Kamera mit Maßangabe und wiegt 115 Gramm. Sie hat einen 1/3-Zoll-BSI-CMOS mit 13 effektiven Megapixeln und ein Festobjektiv mit 26 Millimetern Kleinbild-Brennweite und Blende F2.0. Optisch zoomen kann sie nicht, digital 4-fach.

Ihr 2,8-Zoll-Bildschirm lässt sich um ca. 180 Grad nach oben klappen. Der Akku mit 700 mAh ist eingebaut und lädt über USB-C in ca. 2,5 Stunden; ein Netzteil liegt bei. Nach CIPA reicht eine Ladung für ca. 200 Aufnahmen oder ca. 1 Stunde 30 Minuten Video.

Zwei Angaben widersprechen sich auf derselben Seite. Das Datenblatt nennt ein Objektiv mit festem Fokus und zugleich ein TTL-Autofokussystem, und bei der Speicherkarte steht „Up to 32GB Support“ in den Spezifikationen, „Up to 1.5TB Support“ in der Kompatibilitätstabelle darunter. Sicher ist man mit einer Karte bis 32 GB.

Kennwerte zu Kodak Kodak Pixpro C1
Altersangabe des Herstellerskeine Altersangabe
Spiele und Programmekeine Spiele; Szenenmodus „Children“
Sensor und effektive Auflösung1/3-Zoll-BSI-CMOS, effektiv 13 MP von 13,12 MP
Beworbene Auflösung13 MP (4160 × 3120)
Objektiv und Zoom26 mm (KB), F2.0, kein optischer Zoom, Makro ab 8 cm
Bildschirm2,8", 230k, um ca. 180° nach oben klappbar
Video1920 × 1080, 60 oder 30 fps
SpeichermicroSD bis 32 GB laut Datenblatt, bis 1,5 TB laut Kompatibilitätstabelle
Stromversorgungeingebauter Akku 700 mAh, USB-C, Ladezeit ca. 2,5 Stunden
Aufnahmen je Ladungca. 200 Aufnahmen (CIPA), ca. 1 h 30 min Video
Gewicht115 g (Gehäuse)
Maße103 × 60 × 20,3 mm
SchutzHandschlaufe; keine Angabe zu Wasser oder Sturz

Akku tauschen oder Kamera ersetzen, und was bei der Weitergabe zählt

Zuerst altert der Akku. Bei der W150 lässt er sich als EN-EL19 einzeln wechseln, er wiegt ca. 14,5 Gramm; bei der FZ45 entfällt die Frage, weil sie mit AA-Zellen läuft. Bei der C1 ist der Akku eingebaut. Hoppstar und myFirst nennen für Expert und Camera 3 einen Akku, aber nicht, ob er sich tauschen lässt.

Daraus folgt ein einfacher Entscheidungsweg für den Defekt. Lässt sich der Akku tauschen, ist er das erste Ersatzteil. Ist er eingebaut, entscheidet die Garantie, danach bleibt nur die Reparatur über den Hersteller oder der Ersatz der Kamera. Hüllen und Taschen sind die zweiten Teile: Hoppstar verkauft Silikonhüllen für die Expert in verschiedenen Designs, myFirst liefert die Tasche mit.

Bei der Weitergabe an jüngere Geschwister zählen drei Dinge. Erstens die Daten: Karte leeren oder in der Kamera formatieren, damit das nächste Kind mit leerem Speicher beginnt. Zweitens der Strom: Eine AA-Kamera wie die FZ45 geht mit frischen Zellen weiter, ein gealterter eingebauter Akku nicht. Drittens das Alter: Hoppstar empfiehlt die Expert ab drei Jahren, für die Kompaktkameras gibt es keine Angabe.

Was den Zustand erhält, ist bei allen fünf ähnlich: Hülle oder Tasche, eine Schlaufe am Handgelenk und ein Kartenfach, das geschlossen bleibt. Wie hoch ein Sturz sein darf, beantwortet im Feld nur Nikon mit einer Zahl.

These und Auswahl: für Schulkinder meist eine Kompaktkamera ohne Spiele

Wer für ein Schulkind eine Kamera ohne Spiele sucht, ist nach den Daten dieser Seite mit einer kleinen Kompaktkamera besser bedient als mit einer Kinderkamera. Drei Belege stützen die These. Erstens stimmt bei W150, FZ45 und C1 die beworbene Auflösung mit dem Sensor überein, bei der Expert liegt sie 13-fach darüber, und bei der Camera 3 lässt sie sich nicht prüfen.

Zweitens messen die Kompakten ihre Akkuwerte nach einem gemeinsamen Standard, die Kinderkameras nennen nur Milliamperestunden. Drittens erfüllen die Kompakten die Kriterien, die Stiftung Warentest 2018 genannt hat, besser: optischer Zoom bei zwei von drei, eine geprüfte Robustheit bei der W150.

Dagegen sprechen Gewicht und Alter. Die myFirst Camera 3 wiegt 80 Gramm, die W150 ca. 177; Hoppstar empfiehlt die Expert ab drei Jahren, für die Kompakten gibt es keine Empfehlung. Für Kinder unter etwa sechs Jahren bleibt die Kinderkamera nach unserer Einschätzung die naheliegende Wahl, dazu gibt es den Vergleich für die Jahre davor mit fünf Modellen.

Gültig ist die These also für Schulkinder, nicht für alle. Prüfen lässt sie sich mit zwei Zahlen aus jedem Datenblatt, der Sensorauflösung und den Aufnahmen je Ladung. Fehlt eine davon, fehlt die Grundlage für den Vergleich.

Jede Empfehlung ordnet eine Kamera einer Lage zu. Den Rahmen über alle Altersstufen setzt die Übersicht über Kinderkameras und ihre Fragen; hier geht es um Kinder ab etwa sechs Jahren, die ohne Spiele fotografieren sollen.

Wenn die Kamera ins Wasser und in den Sand soll

Nikon

Nikon Coolpix W150

Oberklasse
Wasserdicht bis 10 Meter für 60 Minuten, staubdicht, Falltest aus 180 Zentimetern, dazu 3-fach optischer Zoom und ca. 220 Aufnahmen je Ladung; mit ca. 177 Gramm die schwerste mit Gewichtsangabe.
IPX8 bis 10 m, 13,2 MP effektiv, 177 g.
Coolpix W150 fürs Wasser ansehenAmazon · Provisionslink

Wenn ein Schulkind mit Zoom fotografieren lernen soll

Kodak

Kodak Pixpro FZ45

Oberklasse
Größter genannter Sensor, 4-fach optischer Zoom von 27 bis 108 Millimetern und Makro ab 5 Zentimetern; Strom aus zwei AA-Zellen, die nach ca. 120 Aufnahmen getauscht werden.
16,35 MP effektiv, 4-fach Zoom, 2 × AA.
Pixpro FZ45 mit Zoom ansehenAmazon · Provisionslink

Wenn die Kamera in die Hosentasche passen und Selfies können soll

Kodak

Kodak Pixpro C1

Mittelklasse
20,3 Millimeter flach, 115 Gramm, Klappbildschirm und Blende F2.0; kein optischer Zoom, der Akku ist eingebaut.
13 MP effektiv, 2,8" klappbar, USB-C.

Wenn ein jüngeres Schulkind eine leichte Kamera ohne Spiele braucht

myFirst

myFirst Camera 3

Mittelklasse
80 Gramm, Makro- und Selfie-Linse, Karte und stoßfeste Tasche im Karton; die 16 Megapixel lassen sich nicht am Sensor prüfen.
80 g, 2" IPS, 1.000 mAh.
Leichte myFirst Camera 3 ansehenAmazon · Provisionslink

Die Hoppstar Expert fehlt unter den Empfehlungen für Schulkinder, weil ihre Stärke, die Empfehlung ab drei Jahren ohne Spiele, eher jüngeren Kindern dient. Wer sie für ein Schulkind wählt, bekommt eine robuste Hülle und viel Speicher, aber 3 Megapixel vom Sensor.

Was offen bleibt

Keine eigenen Aufnahmen. Bildqualität, Auslöseverzögerung und Bedienung haben wir nicht selbst geprüft; alle Werte stammen aus Datenblättern und Handbüchern.

Akkuwerte nur teilweise vergleichbar. CIPA-Werte gibt es für drei Kameras. Für Expert und Camera 3 nennen die Hersteller nur die Kapazität.

Camp Snap ohne Produktkarte. Die Daten der Camp Snap 2 stammen von der Herstellerseite; welches Handelsangebot dazu passt, blieb offen. Fehler in Zahlen oder Rechnungen nehmen wir über die Hinweise zu Korrekturen entgegen.

Fragen zu Kinderkameras ohne Spiele

Welche Kinderkamera hat keine Spiele?

Hoppstar baut alle eigenen Kameras ohne Spiele und schreibt für die Expert „no games“. myFirst nennt für die Camera 3 keine Spiele. Kompaktkameras wie Nikon Coolpix W150, Kodak Pixpro FZ45 und C1 haben keine Spiele, sondern Motiv- oder Szenenprogramme; bei den beiden Kodak heißt eines davon „Children“.

Was bedeutet „interpoliert“ bei einer Kinderkamera?

Die Software rechnet das Bild nach der Aufnahme auf mehr Pixel hoch, als der Sensor erfasst hat. Hoppstar nennt für die Expert 3 Megapixel native Auflösung und 40 Megapixel interpoliert. Neue Bilddetails entstehen dabei nicht; die Datei wird nur größer.

Wie viele Megapixel braucht eine Kamera für Kinder?

Weniger, als die Kartons nahelegen. Ein Abzug von 10 × 15 Zentimetern mit 300 Punkten je Zoll braucht nach unserer Rechnung rund 2,1 Megapixel, ein Full-HD-Bildschirm zeigt 1920 × 1080 Pixel, also gut 2 Megapixel. Wichtiger als die Zahl ist, ob sie vom Sensor stammt oder hochgerechnet ist.

Ist eine richtige Digitalkamera für ein Kind ab sechs besser?

Stiftung Warentest empfahl 2018 für Kinder geeignete Kompaktkameras und nannte drei Kriterien: Zoomfaktor, Handhabung mit Auslöseknopf und Zoomwippe sowie Stabilität gegen Sturz, Sand und Wasser. Die Kompaktkameras dieses Vergleichs nennen echte Sensorwerte; leichter ist mit 80 Gramm die myFirst Camera 3.

Welche Kamera für Kinder ist wasserdicht?

Im Feld dieser Seite nur die Nikon Coolpix W150: laut Hersteller wasserdicht nach IPX8 für Aufnahmen bis 10 Meter Tiefe und 60 Minuten, staubdicht nach IP6X und im Falltest aus 180 Zentimetern geprüft. Die Wasserdichtheit nach einem Sturz ist laut Nikon nicht Teil dieses Tests.

Wie lange hält der Akku einer Kamera für Kinder?

Nach CIPA-Messung schafft die Coolpix W150 ca. 220 Aufnahmen je Ladung, die Kodak C1 ca. 200, die Kodak FZ45 mit Alkali-Batterien ca. 120. Hoppstar und myFirst nennen für Expert und Camera 3 nur 1.000 mAh, keine Aufnahmenzahl.

Akku oder AA-Batterien — was passt besser für Kinder?

AA-Zellen wie bei der Kodak FZ45 lassen sich überall nachkaufen und gegen NiMH-Akkus tauschen, reichen mit Alkali aber nur für ca. 120 Aufnahmen. Der wechselbare EN-EL19 der Nikon lässt sich als Ersatz einstecken. Bei der Kodak C1 ist der Akku eingebaut und lädt über USB-C in ca. 2,5 Stunden.

Was ist eine Kamera ohne Bildschirm?

Eine Digitalkamera ohne Display: Die Bilder sieht man erst am Rechner oder Telefon. Camp Snap baut die Camp Snap 2 so: 8-MP-Sensor, kein Bildschirm, ca. 500 Fotos je Ladung, vorinstallierte Karte für ca. 2.000 Fotos und ein ab Werk verschraubtes Kartenfach.

Hat Stiftung Warentest Kinderkameras getestet?

Spielzeugkameras nicht. Im Beitrag „Kameras: Die besten für kleine Knipser“ vom 27. März 2018 verweist die Stiftung auf Kompaktkameras aus ihrer Datenbank, die sie für Kinder als geeignet einstuft, und nennt Zoom, Handhabung und Stabilität als Kriterien.

Welche Speicherkarte braucht eine Kinderkamera ohne Spiele?

Hoppstar legt der Expert eine 32-GB-Karte bei, myFirst der Camera 3 eine microSD bis 32 GB. Die Kodak FZ45 nimmt SD-Karten bis 512 GB ab Class 10, die Nikon W150 SD, SDHC und SDXC. Bei der Kodak C1 nennt das Datenblatt 32 GB, die Kompatibilitätstabelle darunter 1,5 TB.

Was bedeutet CIPA bei der Akkuangabe?

CIPA ist die Camera and Imaging Products Association. Nikon und Kodak messen die Zahl der Aufnahmen je Akkuladung nach ihrem Standard, damit die Werte zwischen Kameras vergleichbar sind. Laut Nikon hängt der Wert von Temperatur, Abstand zwischen den Aufnahmen und Anzeigedauer von Menüs und Bildern ab.

Kann man bei einer Kinderkamera den Akku tauschen?

Bei der Nikon Coolpix W150 ja, sie nutzt den Wechselakku EN-EL19 mit 700 mAh. Die Kodak FZ45 läuft mit AA-Zellen. Bei der Kodak C1 ist der Akku eingebaut. Hoppstar und myFirst nennen für Expert und Camera 3 einen Akku mit 1.000 mAh, ohne zu sagen, ob er sich wechseln lässt.

Datenblätter, Handbuch und Warentest-Beitrag

  1. 01Hoppstar: Produktseite Expert mit Auflösung, Speicher und Silikonhüllen · abgerufen 30.10.2026
  2. 02Hoppstar: FAQ zu Spielen, Alter und Ausstattung · abgerufen 30.10.2026
  3. 03myFirst: Camera 3, Technical Details · abgerufen 30.10.2026
  4. 04Nikon: Online-Handbuch Coolpix W150, Technische Daten · abgerufen 30.10.2026
  5. 05Kodak Pixpro (JK Imaging): FZ45, Specifications · abgerufen 30.10.2026
  6. 06Kodak Pixpro (JK Imaging): C1, Specifications · abgerufen 30.10.2026
  7. 07Camp Snap: Camp Snap 2, Specifications · abgerufen 30.10.2026
  8. 08Stiftung Warentest: Kameras, die besten für kleine Knipser (27.03.2018) · abgerufen 30.10.2026

Welche Quellen dieses Portal verwendet

Versionen dieses Vergleichs

  1. Ersterstellung: zwei Kinderkameras ohne Spiele und drei Kompaktkameras an den Datenblättern von Hoppstar, myFirst, Nikon und Kodak gemessen, effektive gegen beworbene Auflösung gerechnet, Kriterien der Stiftung Warentest von 2018 eingeordnet.

Wie Korrekturen gehandhabt werden